09. September 2020 / 12:44 Uhr

Nach Bayer-Gerüchten um Julian Draxler: Rudi Völler erklärt den Plan mit den Havertz-Millionen

Nach Bayer-Gerüchten um Julian Draxler: Rudi Völler erklärt den Plan mit den Havertz-Millionen

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Rudi Völler hat sich zu den Transferplänen von Bayer Leverkusen geäußert.
Rudi Völler hat sich zu den Transferplänen von Bayer Leverkusen geäußert. © imago images/RHR-Foto
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Bayer Leverkusen hat in diesem Sommer üppige Transfer-Einnahmen eingestrichen. Rudi Völler erklärt, wie der Klub mit dem Geld plant und spricht dabei auch über Nationalspieler Julian Draxler.

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Trotz der immensen Einnahmen durch den Verkauf von Nationalspieler Kai Havertz will Bayer Leverkusen mit Zurückhaltung und Augenmaß auf dem Transfermarkt vorgehen. "Es ist selbstverständlich, dass wir die Summe, die wir für Kai bekommen, nicht wieder komplett investieren", sagte Sport-Geschäftsführer Rudi Völler dem Kölner Stadt-Anzeiger und verwies auf die finanziellen Folgen der Corona-Pandemie. Man müsse daher "mit Augenmaß und wirtschaftlich vertretbar handeln". So seien weitere Transfer angedacht, "aber nicht in den Größenordnungen, wie vielleicht viele glauben."

Draxler zu Bayer? So reagiert Völler

Folglich äußerte sich der Weltmeister von 1990 auch zu den Spekulationen um eine Bundesliga-Rückkehr von Julian Draxler zurückhaltend. "Es ist klar, wie so etwas zustande kommt. Er hat gerade zwei Länderspiele gemacht, hat in Paris noch ein Jahr Vertrag, spielt nicht so oft, wie er gern würde, und der Bundestrainer rät ihm, den Verein zu wechseln", meinte Völler und betonte, dass es "zu erwarten" war, "dass es nun viele Gerüchte gibt."

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Mit Blick auf die Ablöse dürfte eine Verpflichtung Draxlers für Bayer aber tatsächlich zu stemmen sein. Wie die französische Zeitung Le Parisien berichtet, kann der deutsche Nationalspieler den Klub für 20 Millionen Euro verlassen. Allerdings könnte das Gehalt des 26-Jährigen viele Interessenten abschrecken. Bei Paris St. Germain soll der offensive Mittelfeldspieler, der Havertz in Leverkusen nahezu positionsgetreu ersetzen könnte, rund 7,2 Millionen Euro pro Jahr verdienen. Ein weiteres mögliches Problem: Leverkusen tritt nach dem fünften Platz in der abgelaufenen Saison vorerst nicht in der Champions League an.

Leverkusen: Schick-Deal seit Dienstag perfekt

Dass der Klub dennoch eine Anziehungskraft auf Top-Spieler hat, bewies sich erst am Dienstag. Patrik Schick, zuletzt von der AS Rom an RB Leipzig ausgeliehen, unterschrieb bei Bayer einen Vertrag bis 2025 und kostet Leverkusen rund 25 Millionen Euro Ablöse. Von den in diesem Sommer erzielten Einnahmen bleibt dem Werksklub dennoch ein stattlicher Betrag übrig. Havertz wechselte für bis zu 100 Millionen zum FC Chelsea. Kevin Volland ging für 15,5 Millionen Euro zur AS Monaco.