11. September 2020 / 14:31 Uhr

Schick nicht genug, Gerüchte um Draxler - Leverkusen-Trainer Bosz kündigt Transfers an

Schick nicht genug, Gerüchte um Draxler - Leverkusen-Trainer Bosz kündigt Transfers an

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Patrik Schick (links) ist schon da, folgt jetzt noch Julian Draxler (Mitte)? Bayer-Trainer Peter Bosz kündigt weitere Transfers an.
Patrik Schick (links) ist schon da, folgt jetzt noch Julian Draxler (Mitte)? Bayer-Trainer Peter Bosz kündigt weitere Transfers an. © Getty Images/Montage
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Trainer Peter Bosz kündigt weitere Transfers bei Bayer Leverkusen an. Der Klub hatte mit Kai Havertz und Kevin Volland zwei Hochkaräter abgegeben und bisher einzig Patrik Schick neu verpflichtet. Zuletzt gab es Gerüchte um ein Interesse an Julian Draxler.

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Bayer Leverkusen wird sich nach dem Abgang von Kai Havertz und Kevin Volland sowie dem Transfer von Patrik Schick weiter in der Offensive verstärken. "Wir haben 60 Scorer-Punkte verloren. Es wäre schön, wenn Patrik 30 Tore schießt und 30 vorbereitet, aber ich glaube, er kann es nicht alleine schaffen", sagte Trainer Peter Bosz am Freitag: "Deshalb glaube ich nicht, dass es bei Patrik bleibt. Daran arbeiten wir, da wird noch was kommen."

Havertz war als teuerster deutscher Spieler für bis zu 100 Millionen Euro zum FC Chelsea gewechselt, Volland ging für rund 15 Millionen zur AS Monaco. Der im Vorjahr an Leipzig ausgeliehene Schick kam für 26,5 Millionen von der AS Rom. Dass vielleicht auch noch Stürmer Lucas Alario geht, wollte Bosz nicht ausschließen. "Es macht keinen Sinn zu spekulieren", sagte er: "Wir sind vorbereitet auf alles, was passieren kann."

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Dass er ohne weitere Zugänge am Sonntag ins erste Pflichtspiel im DFB-Pokal gegen Eintracht Norderstedt gehen muss, ist für den Trainer okay. "Ich habe Verständnis für den Verein", sagte er: "Wir brauchen Qualität, nicht Quantität. Und wenn wir etwas länger warten müssen, um Qualität zu bekommen, warten wir eben." In jedem Fall werde sich durch den Verlust von Havertz aber die Spielweise von Bayer ändern, kündigte Bosz an.

Bayer stellt nach Havertz-Abgang Spielweise um

"Wir können weder Kai als Spieler eins zu eins ersetzen, noch die Position. Deshalb werden wir etwas anders spielen", sagte Bosz, der immer noch auf den in Jamaika in Quarantäne sitzenden Leon Bailey wartet: "Er muss nochmal getestet werden, das ist nicht passiert. Wenn er negativ ist, gehen wir davon aus, dass er schnell zu uns fliegen kann."

Leverkusen-Gerüchte um Julian Draxler - Völler reagiert

Zuletzt war in Leverkusen auch Nationalspieler Julian Draxler als Zugang gehandelt worden. Geschäftsführer Rudi Völler hatte sich zu den Spekulationen um eine Bundesliga-Rückkehr des Offensivspielers zurückhaltend geäußert. "Es ist klar, wie so etwas zustande kommt. Er hat gerade zwei Länderspiele gemacht, hat in Paris noch ein Jahr Vertrag, spielt nicht so oft, wie er gern würde, und der Bundestrainer rät ihm, den Verein zu wechseln", meinte der Weltmeister von 1990 zuletzt und betonte, dass es "zu erwarten" war, "dass es nun viele Gerüchte gibt."

Mit Blick auf die Ablöse dürfte eine Verpflichtung Draxlers für Bayer aber tatsächlich zu stemmen sein. Wie die französische Zeitung Le Parisien berichtete, kann der deutsche Nationalspieler den Klub für 20 Millionen Euro verlassen. Allerdings könnte das Gehalt des 26-Jährigen viele Interessenten abschrecken. Bei Paris St. Germain soll der offensive Mittelfeldspieler, der Havertz in Leverkusen nahezu positionsgetreu ersetzen könnte, rund 7,2 Millionen Euro pro Jahr verdienen. Ein weiteres mögliches Problem: Leverkusen tritt nach dem fünften Platz in der abgelaufenen Saison vorerst nicht in der Champions League an.