15. Mai 2022 / 12:53 Uhr

"Wenn beide Seiten einverstanden sind": Bayern-Boss Hainer reagiert auf möglichen Lewandowski-Verkauf

"Wenn beide Seiten einverstanden sind": Bayern-Boss Hainer reagiert auf möglichen Lewandowski-Verkauf

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Bayern-Boss Herbert Hainer (rechts) schließt einen Wechsel von Robert Lewandowski im Sommer nicht komplett aus.
Bayern-Boss Herbert Hainer (rechts) schließt einen Wechsel von Robert Lewandowski im Sommer nicht komplett aus. © Getty (Montage)
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Bayern Münchens Präsident Herbert Hainer pocht unverändert auf eine Vertragserfüllung von Weltfußballer Robert Lewandowski. Der 67-Jährige schloss einen Abschied des Weltfußballers in diesem Sommer aber nicht kategorisch aus.

Die Zeichen verdichten sich immer mehr, dass Robert Lewandowski dem FC Bayern im Sommer den Rücken kehren wird. Doch Präsident Herbert Hainer untermauerte im Sport1-Doppelpass erneut die Haltung des deutschen Rekordmeisters. "Er hat Vertrag bis 2023 und wird so lange bei uns spielen", sagte der Bayern-Boss. Nach den Aussagen von Torjäger Lewandowski und Sportvorstand Hasan Salihamidzic am Samstag drängte sich besonders eine Frage auf: Hat der deutsche Rekordmeister dem polnischen Nationalspieler überhaupt ein Angebot unterbreitet?

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Laut Salihamidzic habe der Klub dem Spieler einen neuen Vertrag in Aussicht gestellt. Lewandowski hingegen sagte: "Es gab kein Angebot." Und was sagt Hainer dazu? Er sei bei den Verhandlungen nicht dabei gewesen. Doch der Bayern-Boss erklärte: "Oliver (Oliver Kahn; Anm. d. Red.) und Hasan (Hasan Salihamidzic; Anm. d. Red.) haben ihm ein Angebot zur Verlängerung gemacht. Das ist anscheinend nicht angenommen worden."

Mit einem Abgang des Weltfußballers möchten sich die Münchner nicht beschäftigen. "Es gibt keinen Ersatz für Robert. Daher gehe ich davon aus, dass er den Vertrag erfüllt", sagte Hainer, der aber auch betonte, dass ein Transfer trotz laufenden Vertrages "okay" sei, "wenn beide Seiten damit einverstanden sind". Auch das betonte Lewandowski am Samstag nach dem Spiel. "Gut möglich, dass es mein letztes Spiel für den FC Bayern war. Ich kann es nicht hundertprozentig sagen, aber es könnte sein." Seine Worte waren kein Bekenntnis für den FC Bayern: "Klar, ich habe noch ein Jahr Vertrag", sagte er. Aber er habe Sportvorstand Hasan Salihamidzic gesagt, "dass wenn ein Angebot kommt, dann müssen wir darüber nachdenken – auch für den Verein. Beide Seiten müssen an die Zukunft denken", erklärte er: "Wir müssen abwarten, was passiert."

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Trainer Julian Nagelsmann blieb wie in den Wochen zuvor zwar abgeklärt, bezeichnete einen möglicherweise früher als geplant bevorstehenden Abgang aber als "Verlust". Der Coach verwies auf den laufenden Vertrag des Offensivmanns bis 2023 und blickte voraus: "Da ist wenig Raum für Trauer. Man muss aus der Situation versuchen, das Beste zu machen", meinte Nagelsmann.