03. August 2018 / 07:23 Uhr

Uli Hoeneß ätzt gegen DFB-Team: "Hätten unsere Nationalspieler weniger gedaddelt ..."

Uli Hoeneß ätzt gegen DFB-Team: "Hätten unsere Nationalspieler weniger gedaddelt ..."

Robert Hiersemann
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Uli Hoeneß (r.) kritisiert die Spieler der deutschen Nationalmannschaft. 
Uli Hoeneß (r.) kritisiert die Spieler der deutschen Nationalmannschaft.  © Imago-Montage
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Uli Hoeneß, der Präsident des FC Bayern München, hat sich bei einer Veranstaltung der CSU ausführlich zu seinem Verein, der deutschen Nationalmannschaft und weiteren Themen geäußert. 

Jetzt spricht der Boss. Uli Hoeneß, der Präsident des FC Bayern München, hat sich auf einer Veranstaltung der CSU zum FC Bayern, der deutschen Nationalmannschaft, Mesut Özil und weiteren Themen geäußert. 

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Im Gasthof "Zu Post" in Rottach-Egern, wo der deutsche Rekordmeister aktuell im Trainingslager weilt, sprach der 66-Jährige.

Besonders ärgert sich Hoeneß scheinbar weiterhin über das Ausscheiden der deutschen Nationalmannschaft bei der WM in Russland. Das DFB-Team kam nicht über die Vorrunde hinaus. Hoeneß dazu: „Hätten unsere Nationalspieler weniger gedaddelt, hätten sie nachts besser geschlafen und nicht während des Spiels.“


Viele Fans machen den ehemaligen Nationalspieler Mesut Özil zum Sündenbock für das WM-Versagen.

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Hoeneß  zur Debatte um Özil: „Ich habe meine private Meinung zu seiner sportlichen Leistungsfähigkeit gesagt. Ich habe nie darüber nachgedacht, ob er türkische Wurzeln hat, wo er geboren wurde, oder an was er glaubt. Meine Meinung dazu wird kein Mensch der Welt mehr ändern. Beim DFB hat man sich von den Medien und seinem Umfeld eine politische Diskussion aufdrängen lassen. Da haben auch viele Politiker populistisch mitgemacht. Das Grundproblem ist doch: Der Spieler hat mit dem Erdogan-Foto einen Fehler gemacht. Er hätte sich entschuldigen müssen und gut wäre es gewesen.“

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Mit dem FC Bayern will Hoeneß nun erneut Titel holen, fühlt sich allerdings als Rekordmeister häufig falsch beschrieben. „So gut, wie wir in den vergangenen zehn Jahren gespielt haben, haben wir davor lange nicht gespielt. Ich finde es maßlos, was in Deutschland passiert. Wenn man mit 20 Punkten Vorsprung Meister wird, und unglücklich im Halbfinale der Champions League ausscheidet, wird von einer schlechten Saison geredet", erklärt Hoeneß. "Wir spielen nicht gegen andere Vereine, sondern gegen Staaten. Wenn es in Zukunft den ein oder anderen Verein nicht mehr gibt, weil ein Staat das Geld abzieht, wird es den FC Bayern noch geben.“

Uli Hoeneß - seine besten Sprüche

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...zu Real Madrids Bemühungen um Franck Ribery: „Nächstes Jahr kommt eher der Gerichtsvollzieher nach Madrid als Franck Ribery.“ © imago

Megatransfers á la Neymar sieht er für den FC Bayern nicht als notwendig an: „Wenn wir auf einer Position Probleme sehen, werden wir auch mal einen Transfer für 50, 60 oder 80 Millionen machen. Aber das wird die Ausnahme bleiben. Aber eines ist ganz sicher: So lange wir verantwortlich sind, kann ich verrückte Dinge wie 200 Millionen Euro Ablöse ausschließen.“