23. April 2021 / 12:52 Uhr

"Grenzen überschritten": Bayern-Trainer Flick verteidigt Salihamidzic nach Hass-Botschaften

"Grenzen überschritten": Bayern-Trainer Flick verteidigt Salihamidzic nach Hass-Botschaften

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Hasan Salihamidzic (links) und Bayern-Trainer Hansi Flick klatschen ab.
Hasan Salihamidzic (links) und Bayern-Trainer Hansi Flick klatschen ab. © Peter Schatz / Pool / via Mladen Lackovic
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Nach der Social-Media-Hetze gegen Hasan Salihamidzic hat Bayern-Trainer Hansi Flick eine Lanze für den Sportvorstand gesprochen, mit dem er zuletzt wiederholt Differenzen hatte.

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Die internen Differenzen zwischen Hansi Flick und Hasan Salihamidzic haben den wechselwilligen Trainer nicht davon abgehalten, dem Sportvorstand des FC Bayern München zur Seite zu springen, nachdem dieser in den sozialen Medien zum Opfer von Hass und Hetze geworden war.

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Flick bekräftigte auf der Pressekonferenz vor dem Auswärtsspiel bei Mainz 05 am Samstag (15.30 Uhr/Sky), dass seine Differenzen mit Salihamidzic stets nur inhaltlicher Natur waren. "Bei allen Dingen, die Brazzo und ich hatten, ist es nie ins Persönliche gegangen", so Flick, der mit Blick auf den Hass gegen Salihamidzic klarstellte: "Es sind Grenzen überschritten worden, ein No-Go."

Flick lobt Salihamidzic: "Hat einen ganz enormen Anteil"

Im Streit zwischen Flick und Salihamidzic hatten einige Fans den Trainer offenbar zu vehement verteidigen wollen und waren dabei gehörig über das Ziel hinaus geschossen. "Der FC Bayern stellt sich geschlossen und mit Nachdruck gegen Anfeindungen in Richtung Hasan Salihamidzic", sagte Präsident Herbert Hainer in einer Mitteilung: "Sachliche Kritik ist selbstverständlich immer zulässig. Persönliche Angriffe und Hetze verurteilen wir allerdings auf das Schärfste." Das bekräftigte auch Flick.

"Wir müssen aufpassen, dass solche Dinge nicht an der Tagesordnung sind. Es geht um Fußball, und der ist wichtig - es gibt im Leben aber noch wichtigere Dinge", so der 56-Jährige, der mit Blick auf die Beschimpfungen von Salihamidzic nachschob: "Das sind Dinge, die ich absolut missbillige." Man habe gemeinsam "hoffentlich" sieben Titel in zwei Jahren zu feiern. Flick betonte: "Brazzo hat einen ganz enormen Anteil, dass wir so erfolgreich sind."

Nachdem es in den vergangenen Monaten immer wieder zu einem Kompetenzgerangel der beiden Führungskräfte gekommen war (Flick: "Wir haben andere Ansätze") hatte der Trainer nach dem 3:2 gegen den VfL Wolfsburg vor einer Woche seinen Wechselwunsch öffentlich gemacht. Flick, der als Kandidat für den Posten des Bundestrainers gilt, will vorzeitig aus seinem noch bis 2023 laufenden Vertrag aussteigen. Dass der Trainer diesen Umstand öffentlich machte, rügte der Bayern-Vorstand um Salihamidzic kurz darauf in einer knappen Stellungnahme.