17. April 2021 / 20:28 Uhr

Bayern-Frauen patzen! Wolfsburg hat den Titel wieder in eigener Hand

Bayern-Frauen patzen! Wolfsburg hat den Titel wieder in eigener Hand

Jasmina Schweimler
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Niedergekämpft: Bayerns Frauen verloren 2:3 gegen Hoffenheim
Niedergekämpft: Bayerns Frauen verloren 2:3 gegen Hoffenheim © Imago Images
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Jetzt wird die Frauenfußball-Bundesliga noch einmal so richtig spanennd: Der FC Bayern hat seine erste Saisonniederlage kassiert, unterlag am Samstag mit 2:3 gegen Hoffenheim. Der VfL Wolfsburg hat darum plötzlich die Titelverteidigung wieder in der eigenen Hand!

Die Fußballerinnen des FC Bayern sind tatsächlich gestolpert! Beim Top-Spiel gegen 1899 Hoffenheim unterlag die Mannschaft von Trainer Jens Scheuer mit 2:3 und hat das Titelrennen in der Frauen-Bundesliga damit wieder spannend gemacht. Ein Eigentor von Luana Bühler und ein Treffer von Lea Schüller hatten die Münchnerinnen bereits nach zehn Minuten auf die Erfolgsspur gebracht, die Gäste aus Sinsheim gaben sich jedoch nicht auf und kämpften sich eindrucksvoll zurück. Besonders das schnelle Umschaltspiel stellte die Bayern vor Probleme, Tore von Tabea Waßmuth (wechselt im Sommer zum VfL), Katharina Naschenweng und Nicole Billa drehten die Partie in der Schlussphase innerhalb zehn Minuten.

Für die Münchnerinnen ist es nach dem 0:2 im Halbfinale des DFB-Pokals erst die zweite Saisonniederlage, die erste in der Liga. Gewinnen die Wolfsburgerinnen morgen ihr Heimspiel gegen den SC Freiburg, beträgt der Punkteabstand nur noch zwei Zähler. Vier Spieltage sind noch zu spielen, am 9. Mai steigt unter anderem noch einmal das direkte Duell zwischen dem VfL und Bayern - siegen die Wolfsburgerinnen und lassen anschließend keine weiteren Punkte mehr liegen, bleibt die Schale in der Autostadt.

"Darauf haben wir gehofft!", so Ralf Kellermann, Sportlicher Leiter der VfL-Frauen. "Das war ein beeindruckendes Comeback von Hoffenheim. Stand jetzt haben wir die Meisterschaft in der eigenen Hand, aber wir müssen unsere Hausaufgaben machen."

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Jetzt muss der VfL aber erst einmal seine Wochenend-Aufgabe erledigen. Am Sonntag (14 Uhr, live auf Magentasport) empfängt die Mannschaft von Trainer Stephan Lerch den SC Freiburg - das Team, das den Wolfsburgerinnen in der Hinrunde richtig wehtat: Im Hinspiel hatten die Niedersächsinnen in einer dramatischen Schlussphase zwei wichtige Punkte im Möslestadion liegen gelassen. "Dieses Spiel ärgert uns natürlich sehr und auch die verlorenen Punkte. Das tut weh, aber ich denke da nicht mehr so sehr dran. Das ist abgehakt und lange her", sagt Lerch über das Remis, mahnt aber auch: "Es darf uns auch nicht mehr beschäftigen. Dann würden wir uns in der Vergangenheit aufhalten, und das ist nicht richtig - wir befinden uns in der Gegenwart und müssen unseren Job erledigen."

Und der sei ganz klar, den SC dieses Mal deutlich zu schlagen. Die Baden-Württembergerinnen stehen in der Liga mit einer Punkte-Ausbeute von 24 Zählern auf dem sechsten Tabellenplatz. Einfach wird es dementsprechend nicht, so Lerch, denn "sie haben sich in der Rückrunde bisher gut stabilisiert und es auch bis ins Halbfinale des DFB-Pokals geschafft. Sie steckten in einem Umbruch und jetzt greifen gewisse Automatismen. Die Arbeit als Kollektiv klappt bei ihnen immer besser - ob das jetzt die Abstände im Defensiv-Verbund oder Passspiel sind, es zeigt sich."