31. August 2020 / 06:43 Uhr

Bayern-Coach Hansi Flick nach Wahl zum Trainer des Jahres: "Muss nichts vorspielen"

Bayern-Coach Hansi Flick nach Wahl zum Trainer des Jahres: "Muss nichts vorspielen"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Bayern-Trainer Hansi Flick ist bei der Mannschaft sehr beliebt.
Bayern-Trainer Hansi Flick ist bei der Mannschaft sehr beliebt. © 2020 Pool
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Hansi Flick übertrifft bei der Trainer-Wahl Liverpools Jürgen Klopp. Der Coach des Triple-Siegers FC Bayern blickt in einem Interview mit dem "Kicker" auf die erfolgreiche Saison zurück.

Hansi Flick sieht in seinem Erfolg beim FC Bayern München ein Argument für ehrliche, seriöse und ruhige Arbeit. "Es schadet jedenfalls nicht, so zu sein und so zu arbeiten", sagte der Trainer des Jahres dem Kicker: "Viele fragen sich jetzt überrascht, wie kann der Flick das so wuppen, der war doch vorher nur Co-Trainer. Letztendlich geht es im Leben aber darum, dass du dich mit deiner Rolle und Position identifizierst, entsprechend arbeitest und loyal bist."

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In nur zehn Monaten seit der Übernahme von seinem Vorgänger Niko Kovac führte Flick den FC Bayern zum Triple aus Meisterschaft, DFB-Pokal und Champions League. Spieler loben ihn für seinen Umgang mit den Fußballern. "Das Schöne ist: Ich muss mich nicht verstellen, ich muss nichts vorspielen. Das bin ich, der da im Original rüberkommt: wie ich die Mitmenschen sehe; wie ich mit meinen Teams zusammenarbeite", sagte der 53-Jährige.

Beckenbauer lobt Flick: "Zehnjahresvertrag geben"

In den vergangenen Wochen erhielt der Bayern-Coach viel Lob für seine Arbeit in München. Unter anderem Klub-Ehrenpräsident Franz Beckenbauer zog ein sehr positives Fazit. Der 74-Jährige möchte den Triple-Trainer möglichst lange an den FC Bayern München binden. Man könne ihm bedenkenlos einen Zehnjahresvertrag geben, sagte Beckenbauer der Bild: "Du kannst ihm auch einen 100-jährigen Vertrag geben."


Hansi Flick: Die Bilder seiner Karriere

Hansi Flick hat mit dem FC Bayern München in anderthalb Saisons sieben Titel gewonnen und wird nun neuer Bundestrainer. Der frühere Co-Trainer von DFB-Coach Joachim Löw hat eine bewegte Karriere im Profifußball hinter sich. Der <b>SPORT</b>BUZZER zeigt die Laufbahn Flicks in Bildern. Zur Galerie
Hansi Flick hat mit dem FC Bayern München in anderthalb Saisons sieben Titel gewonnen und wird nun neuer Bundestrainer. Der frühere Co-Trainer von DFB-Coach Joachim Löw hat eine bewegte Karriere im Profifußball hinter sich. Der SPORTBUZZER zeigt die Laufbahn Flicks in Bildern. ©

Wie es für ihn in Zukunft weitergeht, möchte Flick nicht konkret festlegen. Sein Vertrag in München läuft noch bis 2023. Und danach? "So langfristige Gedanken habe ich mir noch nie gemacht und muss es auch jetzt nicht tun. Ich lasse alles auf mich zukommen. Selbst in der Zeit ohne Job habe ich mich immer weitergebildet, das ist mein Anspruch an mein Leben", sagte der ehemalige Co-Trainer der deutschen Nationalmannschaft.

Erstes Training nach Pause am 11. September

Die Profis des FC Bayern starten einen Tag nach dem Urlaubsende am 7. September mit einer Testung auf das Coronavirus sowie einer ersten Video-Trainingseinheit in die extrem kurze Vorbereitung auf die neue Saison. Trainer Flick will seine Champions-League-Sieger erstmals wieder am Freitag, 11. September, zum Training auf dem Vereinsgelände versammeln.

Ursprünglich sollten die Münchner als Titelverteidiger an diesem Tag in der ersten DFB-Pokal-Hauptrunde gegen den 1. FC Düren antreten. Diese Partie war aber auf den 15. Oktober verlegt worden. Die Bayern eröffnen am 18. September mit einem Geisterspiel in der Münchner Allianz Arena gegen den FC Schalke 04 die Bundesligasaison.

Starke Konkurrenz wartet auf die Bayern

Sechs Tage später folgt das Endspiel um den UEFA-Supercup in Budapest gegen Europa-League-Sieger FC Sevilla. Nach dem zweiten Ligaeinsatz gegen die TSG Hoffenheim steht am 30. September der nationale Supercup gegen Vizemeister Borussia Dortmund auf dem Bayern-Programm. Als Ziel für die kommende Spielzeit gibt Flick vor: "Das Niveau zu halten und zu bestätigen. Wir alle wissen, dass es in der Bundesliga viel enger wurde: Dortmund hat sich verstärkt; Leipzig ist dabei, Gladbach, Leverkusen. Ein Sieg in der Champions League ist natürlich nie planbar."