15. Januar 2020 / 06:57 Uhr

Bayern-Sportdirektor Salihamidzic erklärt gescheiterten Werner-Transfer: "Braucht mehr Räume"

Bayern-Sportdirektor Salihamidzic erklärt gescheiterten Werner-Transfer: "Braucht mehr Räume"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Bayern-Sportdirektor Hasan Salihamidzic (links) spricht über den geplatzten Transfer von Leipzig-Star Timo Werner.
Bayern-Sportdirektor Hasan Salihamidzic (links) spricht über den geplatzten Transfer von Leipzig-Star Timo Werner. © Getty Images/Montage
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Timo Werner stand im Sommer kurz vor einem Wechsel von RB Leipzig zum FC Bayern München. Doch die Verantwortlichen des Rekordmeister entschieden sich gegen einen Transfer. Sportdirektor Hasan Salihamidzic spricht jetzt über die Gründe.

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Der FC Bayern München beschäftigte sich vor der aktuellen Saison intensiv mit einer Verpflichtung von Nationalspieler Timo Werner. Am Ende nahmen die Verantwortlichen um Sportdirektor Hasan Salihamidzic Abstand von einem Transfer. Werner verlängerte seinen Vertrag bei RB Leipzig und führt jetzt die Bundesliga-Scorerliste mit 18 Toren und sieben Vorlagen an - vor Bayern-Star Robert Lewandowski. Doch warum scheiterte der Wechsel für offenbar rund 25 Millionen Euro im Sommer?

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"Timo Werner braucht mit seiner Schnelligkeit mehr Räume, die hatte er in dem System, das Leipzig gespielt hat. Das System bei RB hat sich nun zwar geändert, aber dennoch ist es vorne nicht so eng wie bei uns", sagt Salihamidzic im Gespräch mit der Sport Bild. Es habe Bedenken gegeben, dass es für den Nationalspieler in der Bayern-Formation kein Platz gewesen wäre. "Timo Werner ist ein guter Spieler, der eine hervorragende Hinrunde gespielt hat. Allerdings haben wir Robert Lewandowski. Robert ist ein Stürmer, der zu unserer Spielweise ideal passt", so Salihamidzic.

Der 23-jährige Angreifer hatte erst nach sehr, sehr langem Zögern einen neuen Vertrag beim Tabellenführer der Bundesliga unterschrieben, der bis zum 30. Juni 2023 gültig ist. Seine Rückschlüsse hat Werner aus dem Hickhack um seine Zukunft auch gezogen. Im Dezember 2018 hatte Werner nach dem Spiel in München gesagt, in der Bundesliga gebe es nur einen Verein, der für ihn infrage käme. Die Vermutung, dass damit der FC Bayern gemeint war, lag nahe. Öffentlichkeit und Medien spekulierten entsprechend. Werner äußerte sich danach monatelang nicht mehr.

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Für den damaligen Bayern-Trainer Niko Kovac hatte eine Werner-Verpflichtung angeblich keine Priorität. Ganz anders hätte das wohl unter dem jetzigen Coach Hansi Flick ausgesehen. Aktuell würde man sich über einen Spieler wie Werner im Kader freuen. Denn zum Bundesliga-Rückrundenstart am 19. Januar gegen Hertha BSC fallen die Abwehrspieler Niklas Süle, Javi Martínez und Lucas Hernández sowie die Angreifer Kingsley Coman und Serge Gnabry aus. Dazu kommt der in Berlin gesperrte Nationalspieler Joshua Kimmich. "Gemeinsam werden Hasan und ich noch einmal analysieren, was machbar ist und was nicht", sagte Flick zuletzt zu möglichen Transferaktivitäten in der Winterpause.