10. April 2021 / 18:11 Uhr

Bayern-Kapitän Neuer reagiert auf Flick-Wirbel mit Klartext: "Der richtige Trainer für uns"

Bayern-Kapitän Neuer reagiert auf Flick-Wirbel mit Klartext: "Der richtige Trainer für uns"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Manuel Neuer (r.) hofft auf einen Verbleib von Trainer Hansi Flick beim FC Bayern.
Manuel Neuer (r.) hofft auf einen Verbleib von Trainer Hansi Flick beim FC Bayern. © Christian Kolbert/kolbert-press/Pool
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Der Wirbel um Hansi Flick reißt auch nach dem Remis gegen Union Berlin nicht ab: Kurz nach der Partie äußerte sich mit Manuel Neuer nun der Kapitän über die Situation beim FC Bayern München - mit einer klaren Aussage.

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Trotz großen Erfolgs brennt es beim FC Bayern München weiterhin. Der Wirbel um Trainer Hansi Flick, der zuletzt immer wieder gegen Sportvorstand Hasan Salihamidzic stichelte, reißt nicht ab. Der Coach sorgte dafür vor Anpfiff der Partie gegen Union Berlin (1:1) selbst, indem er Fragen über seine Zukunft beim FCB nicht näher beantworten wollte. Jetzt hat sich mit Manuel Neuer der Kapitän in der Debatte um Flick geäußert - und Klartext gesprochen.

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Der Wirbel rund um den Triple-Trainer sei innerhalb der Mannschaft "nicht so groß wie man es sich vorstellen kann", sagte der Nationalkeeper bei Sky - und äußerte Kritik. "Dennoch sind alle Sachen, die von Außen auf uns einprasseln nicht vonnöten." Danach folgte vom Keeper ein klares Statement zur Causa Flick, der immer wieder als Nachfolger von Bundestrainer Joachim Löw, der nach der EM im Sommer zurücktreten wird, in Verbindung gebracht wird: "Ich denke, dass Hansi Flick der richtige Trainer für uns ist. Man hat gesehen, wie erfolgreich wir die letzte Zeit waren", so Neuers klare Aussage. Thomas Müller vermied dagegen eine Aussage im Flick-Wirbel: "Ich halte es da mit unserem Trainer: Nächste Frage", sagte der Ex-Nationalspieler im Interview mit Patrick Wasserziehr.

Mit dem Sky-Reporter hatte sich Flick vor der Partie gegen Union einen verbalen Schlagabtausch geliefert. "Nächste Frage", antwortete der Coach des FC Bayern auf die Frage, ob er denn seinen Vertrag beim Rekordmeister erfüllen werde. Er fände die Frage interessant, entgegnete der Reporter. "Klar ist die für Sie interessant", konterte Flick, aber er habe sich dazu am Freitag in der Pressekonferenz geäußert. "Sie können es immer wieder gerne nachfragen", betonte Flick, der aber auch durchaus genervt wirkte. Ob er - Flick - dableiben würde, wenn der Sportvorstand - Salihamidzic - nicht mehr da wäre, wollte der Sky-Reporter dann wissen. Flick blieb bei seiner Devise, die er am Tag zuvor angekündigt hatte und sagte: "Nächste Frage."



Bereits seit Wochen liegen sich Flick und Salihamidzic öffentlich in den Haaren. Im Kern geht es um Kompetenzgerangel, der Trainer soll auf Mitspracherecht bei Personalentscheidungen pochen, die der Sportchef allein in seinem Ressort verortet. Am Mittwoch knallte es nach einem zwischenzeitlichen Burgfrieden rund um den Fall Jerome Boateng erneut. Wenige Minuten vor der 2:3-Heimniederlage im Viertelfinal-Hinspiel der Champions League gegen Paris Saint-Germain gab Hasan Salihamidzic gegenüber Sky bekannt, dass der auslaufende Vertrag des Weltmeisters nicht verlängert wird. Flick, der sich für eine Verlängerung mit dem 32-Jährigen ausgesprochen hatte, reagierte darauf nach Abpfiff kryptisch. Er deutete an, dass er mit der Entscheidung wie auch mit dem Zeitpunkt der Bekanntgabe nicht wirklich glücklich war: "Ich beantworte diese Frage nicht", sagte er, als er darauf angesprochen wurde. Sein Nachsatz: "Alles muss ich nicht beantworten, weil ich es auch nicht möchte. Ich muss da auch ein bisschen schauspielern. Das gehört auch dazu zum Trainerjob."