24. September 2022 / 11:41 Uhr

Bayern-Krise setzt sich im DFB-Team fort – Thomas Müller ernüchtert: "Nicht die leichteste Phase"

Bayern-Krise setzt sich im DFB-Team fort – Thomas Müller ernüchtert: "Nicht die leichteste Phase"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Sowohl beim FC Bayern als auch in der Nationalmannschaft läuft es für die Bayern-Stars um Thomas Müller nicht rund.
Sowohl beim FC Bayern als auch in der Nationalmannschaft läuft es für die Bayern-Stars um Thomas Müller nicht rund. © IMAGO/kolbert-press
Anzeige

Die Spieler des FC Bayern München haben schwierige Wochen hinter sich: In der Bundesliga blieb der Rekordmeister zuletzt viermal in Folge sieglos, verlor am Wochenende sogar gegen Augsburg – nun läuft es auch in der Nationalmannschaft für die Bayern-Stars nicht. Thomas Müller hat nach der Pleite gegen Ungarn einen Zusammenhang hergestellt.

Hansi Flick gratulierte seinem ungarischen Amtskollegen Marco Rossi und verschwand sofort stocksauer in der Kabine. Seine Premieren-Niederlage in Leipzig beim 0:1 gegen Ungarn hatte der Bundestrainer 95 Minuten lang ernüchtert am Spielfeldrand erlebt. Ähnlich erging es zuletzt in der Bundesliga Bayern-Trainer Julian Nagelsmann immer wieder. Der FCB steckt nach vier sieglosen Ligaspielen in Folge in einer handfesten Krise, verlor zuletzt sogar gegen Underdog Augsburg. "Wir haben extrem viele Fehler gemacht. Vielleicht hat man gemerkt, dass bei vielen die momentane Phase im Verein nicht die leichteste ist", versuchte Bayern-Profi Thomas Müller im ZDF die Ungarn-Pleite mit der Durststrecke im Verein zu erklären.

Anzeige

Und tatsächlich taten sich gerade die vier von Flick aufgestellten Bayern-Stars schwer. Weder Joshua Kimmich (SPORTBUZZER-Note 4) noch Thomas Müller (Note 5), Leroy Sané (Note 4) und schon gar nicht Serge Gnabry (Note 6) präsentierten sich annähend in Normalform – vor allem in den ersten 45 Minuten. "Die erste Halbzeit war wirklich enttäuschend – auch für uns auf dem Platz", befand Müller. Und das sah auch Flick so und reagierte personell: Nach seiner desolaten Vorstellung im 35. Länderspiel musste Gnabry, der schon bei den Bayern in den vergangenen vier Ligaspielen ohne Torbeteiligung blieb, zur Pause in der Kabine bleiben.

DFB-Noten: Die Einzelkritik zum Spiel Deutschland gegen Ungarn

Die deutsche Nationalmannschaft in der Einzelkritik gegen Ungarn. Zur Galerie
Die deutsche Nationalmannschaft in der Einzelkritik gegen Ungarn. ©

Der Bundestrainer hätte noch mehr Spieler auswechseln können. "Wir haben eine sehr schlechte erste Halbzeit gespielt. Wir haben wenig Mut gehabt. Wir haben die Räume nicht so besetzt wie wir uns das vorgenommen haben. Wir waren nicht aktiv und haben ohne Selbstvertrauen gespielt", zählte Flick die Mängelliste auf. Dass ausgerechnet die eh schon formschwachen Stars nicht glänzen konnten, überraschte den Ex-Bayern-Coach aber doch: "Oftmals war es so, dass die Nationalmannschaft das Ganze in eine andere Richtung gebracht hat. Wir haben auch gehofft, dass wir die Vereine mit einem guten Spiel in Leipzig ein bisschen unterstützen können", zeigte sich der 57-Jährige enttäuscht.

Sorgen, dass die Formkrise die WM über andauern könnte, macht sich der DFB-Coach jedoch nicht. "Es ist so, dass solche Spiele manchmal vorkommen. Die Mannschaft ist wachgemacht worden", sagte Flick. Auch Müller richtete den Blick nach der herben Ungarn-Pleite direkt nach vorn: "Wir wissen natürlich um Situation jetzt kurz vor der Weltmeisterschaft. Es wird geschrieben. Aber da müssen wir drüberstehen und das vom Trainer vorgegebene Konzept weiter verfolgen", mahnte der Routinier.

[Anzeige] Alle Spiele der Fußball WM live und exklusiv bei MagentaTV. Mit dem Tarif MagentaTV Flex für nur 10€ pro Monat, monatlich kündbar.