21. Oktober 2020 / 18:15 Uhr

Bayern-Star Lucas Hernández vor Duell mit Ex-Klub Atlético Madrid: Der steinige Weg zum Stammspieler

Bayern-Star Lucas Hernández vor Duell mit Ex-Klub Atlético Madrid: Der steinige Weg zum Stammspieler

René Wenzel
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Bayern-Star Lucas Hernández freut sich auf das Duell mit seinem Ex-Klub Atlético Madrid.
Bayern-Star Lucas Hernández freut sich auf das Duell mit seinem Ex-Klub Atlético Madrid. © Getty Images/Montage
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Lucas Hernández startet als Rekord-Neuzugang der Münchner Vereinsgeschichte so langsam richtig durch. Sowohl in der Linksverteidigung als auch in der Abwehrzentrale ist die Konkurrenz für den Franzosen beim FC Bayern groß. Im Champions-League-Duell mit seinem Ex-Klub Atlético Madrid ist der 24-Jährige aber gesetzt.

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80 Millionen Euro auf der Bank sind im Fußball keine sinnvolle Geldanlage. Auf Lucas Hernández traf das aber bislang häufig zu. Der Verteidiger des FC Bayern München erarbeitete sich nach seinem Wechsel im Sommer 2019 lange Zeit keinen Stammplatz beim deutschen Rekordmeister. Nach einer von Verletzungen geplagten Saison ist der Franzose in der neuen Spielzeit deutlich näher an der ersten Elf. Doch mit Alphonso Davies auf der linken Seite und David Alaba, Niklas Süle sowie Jerome Boateng in der Mitte ist die Konkurrenz in der Abwehr weiter groß.

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"Die letzte Saison war schwierig für mich. Das hat auch mit den Verletzungen und OPs zu tun, die ich über mich ergehen lassen musste. Diese Spielzeit hat aber wirklich gut begonnen und ich will beweisen, was ich draufhabe. Ich habe einen Vertrag über fünf Jahre unterschrieben und den will ich auch erfüllen", sagte Hernández am Dienstag bei der Pressekonferenz vor einem ganz besonderen Match für den französischen Nationalspieler - das Duell mit Ex-Klub Atlético Madrid am Mittwochabend in der Champions League. Hernandez ist der Stammplatz gegen das spanische Top-Team fast sicher. Lieber links oder in der Mitte? "Ich fühle mich auf beiden Positionen gut. Mir ist es eigentlich egal, auf welcher Position ich zum Einsatz kommt", erklärte der 24-Jährige, der über den Konkurrenzkampf mit Shootingstar Alphonso Davies sagte: "Wir sind beide super Spieler und der Trainer muss entscheiden, wer spielen soll. Im Moment bin das ich und ich will das Vertrauen bestätigen, das in mich gesetzt wird."

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Bayern-Trainer Hansi Flick baute zuletzt mehr auf Hernández als auf Davies. Der Franzose kam in den vergangenen Spielen als Linksverteidiger zum Einsatz. "Lucas sieht sich eher als Innenverteidiger, macht es aber außen derzeit sehr gut. Er bringt vor allem Qualität gegen den Ball mit. Schon in der Endphase der letzten Saison hat er schon seine Qualitäten gezeigt", erklärte Flick. Über das Mini-Formtief von Dauersprinter Davies sagte der FCB-Coach: "Er bekommt von uns aber Unterstützung, da er uns mit seiner Dynamik enorm helfen kann. Bei so einem jungen Spieler ist es auch normal, dass es nach einer solch guten Saison mal ein kleines Tief gibt." Davies kam sechs Monate vor Hernández, im Januar 2019, neu nach München.

Hernández über Simeone: "Der beste Trainer der Welt"

Seinen Wechsel zum deutschen Rekordmeister vor fast eineinhalb Jahren bereut Hernández trotz der schwierigen ersten Saison mit einigen Ausfällen und wenigen Einsätzen nicht. "Das sind Entscheidungen, die man im Leben trifft. Ich wollte zu diesem Klub und ich bin nicht enttäuscht. Ich bin zu einem großen Klub gewechselt, der auf große Stücke auf mich setzt. Dieses Vertrauen will ich nun zurückzahlen. Wir haben in der letzten Saison alle Titel geholt. Natürlich habe ich aber eine besondere Verbindung zu Atlético. Ich bin dort aufgewachsen und der Verein hat mir alles gegeben", erklärte Hernández. Besonders viel Lob verteilt der Franzose an Madrids Trainer Diego Simeone. "Ich bin ihm sehr dankbar für alles, was er getan hat. Er ist in meinen Augen der beste Trainer der Welt. Er hat mich aus den Jugendmannschaften geholt und hat mir das Vertrauen geschenkt", so Hernández.

Man könne die aktuelle Mannschaft nicht mit der von vor einigen Jahren nicht vergleichen. Es sei immer eine schwere Aufgabe, gegen den spanischen Top-Klub zu spielen. "Sie sind allerdings defensiv weiterhin unglaublich stark, aber auch noch vorne gefährlich. Da müssen wir aufpassen und über 90 Minuten lang die Gefahr im Griff haben", fordert der Verteidiger. Mit dem FC Bayern ist das Ziel in der Champions League für ihn klar: "Man kann sagen, dass wir auf jeden Fall zu den Favoriten gehören. Wir haben eine großartige Mannschaft und im Training sieht man, dass wir einen gesunden Konkurrenzkampf haben. Wir wollen gemeinsam diese großartige Saison wiederholen." Herausfordernd ist der Start aufgrund des Corona-Falls von Serge Gnabry definitiv.