11. April 2021 / 12:14 Uhr

Bayern-Machtkampf zwischen Flick und Salihamidzic: Das sagt Präsident Hainer

Bayern-Machtkampf zwischen Flick und Salihamidzic: Das sagt Präsident Hainer

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Bayern-Präsident Herbert Hainer (rechts) spricht über den Konflikt zwischen Trainer Hansi Flick (Mitte) und Sportvorstand Hasan Salihamidzic
Bayern-Präsident Herbert Hainer (rechts) spricht über den Konflikt zwischen Trainer Hansi Flick (Mitte) und Sportvorstand Hasan Salihamidzic © Pressefoto Rudel/Robin Rudel/Pool/Pressefoto Rudel/Getty (Montage)
Anzeige

Die Differenzen zwischen Bayern-Trainer Hansi Flick und Sportvorstand Hasan Salihamidzic sorgen beim deutschen Rekordmeister für Unruhe. Jetzt hat sich FCB-Präsident Herbert Hainer zu der angespannten Situation geäußert.

Anzeige

Bayern-Präsident Herbert Hainer versucht Ruhe in den Konflikt zwischen Trainer Hansi Flick und Sportvorstand Hasan Salihamidzic zu bringen. Flick und Salihamidzic hatten nach Angaben des Trainers zuletzt Differenzen ausgeräumt. Allerdings gab es in den vergangenen Tagen wieder Aussagen, die den Streit weiter belasteten. "Das sind zwei meinungsstarke Typen. Man muss nicht immer einer Meinung sein. Wichtig ist, dass beide das selbe Ziel haben. Und das ist der Erfolg des FC Bayern München", sagte Präsident Hainer am Sonntag im Talk-Format "Sky 90". Es werde "viel zu viel hineininterpretiert".

Anzeige

Seit Wochen liegen der Trainer und der Sportvorstand offen über Kreuz, wenngleich dies niemand direkt so geäußert hat. Offiziell herrscht ein Burgfrieden beim Rekordmeister, doch die Aussagen der beiden lassen etwas anderes vermuten. "Sie müssen ja auch kein Liebespaar sein, aber erfolgreich zusammenarbeiten. Und wenn ich die Ergebnisse sehe, sieht das gut aus", betonte Hainer: "Es ist nicht die erste Aufgeregtheit beim FC Bayern. Und das wird wahrscheinlich auch nicht die letzte sein. Wir sind ganz klar der Überzeugung, dass wir mit beiden arbeiten wollen. Wir hatten mit beiden den Erfolg im vergangenen Jahr. Ich bin fest davon überzeugt, dass wir das auch in Zukunft haben können." Am Ende des Tages wollen Flick und Salihamidzic laut Hainer "den Erfolg für den FC Bayern".

Erst unter der Woche wurde dies beim Thema Jerome Boateng deutlich. Salihamidzic hatte kurz vor dem Anpfiff bestätigt, dass Jérôme Boateng im Sommer keinen neuen Vertrag bei Bayern bekommt. Das wiederum missfiel Flick. Am Freitag legte er mit seiner Kritik am Kader noch einmal gegen Salihamidzic nach, der nachweislich die Zügel bei den Transfers in der Hand hält.



Flick bald Bundestrainer?

Ein anderes Thema, dass die Situation von Flick bei den Münchnern belastet, ist die Zukunft es 56-jährigen Chef-Trainers. Flick hat beim FC Bayern einen Vertrag, der bis zum 30. Juni 2023 gültig ist. "Ich bin es gewohnt, dass Verträge erfüllt werden. Hansi weiß, was er beim FC Bayern hat. Das gibt man nicht so einfach weg", sagte Hainer.

Der ehemalige Co-Trainer der Nationalmannschaft gilt als heißer Kandidat für die Nachfolge von Bundestrainer Joachim Löw nach dem Ende von dessen Amtszeit im Anschluss an die Europameisterschaft."Wir sind eher Opfer. Es wird über unseren Trainer diskutiert, weil im DFB eine Stelle frei wird. Und wir sollen uns permanent dazu äußern", erklärte der Bayern-Präsident.