15. Juli 2021 / 20:37 Uhr

Bayern München als Vorbild für den TuS Sachsenhausen II

Bayern München als Vorbild für den TuS Sachsenhausen II

Matthias Schütt
Märkische Allgemeine Zeitung
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TuS-II-Coach Philipp Holzhauer (r.) und sein Team wollen erneut ins Finale. © Robert Roeske
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Kreispokal Oberhavel/Barnim: Im Halbfinale spielt der Kreisoberligist aus Oberhavel am Sonnabend im Elgora-Stadion gegen das Landesklasse-Team von Schorfheide Joachimsthal.

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2012 bestritt der deutsche Rekordmeister Bayern München das Champions League-Finale gegen Chelsea London. In der heimischen Allianz-Arena wurde das Endspiel mit 3:4 nach Elfmeterschießen verloren. Ein bitteres Ende im „Finale dahoam“ (bairisch für „Finale zu Hause“). Nur ein Jahr später krönten sich die Münchener aber zu den Königen von Europa und gewannen das Champions League-Endspiel gegen Borussia Dortmund mit 2:1. Ähnliches hat Kreisoberligist TuS Sachsenhausen II im Kreispokal 2020/21 des Fußballkreises Oberhavel/Barnim vor.

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Denn das Team von TuS-II-Trainer Philipp Holzhauer verlor das Finale 2020 im heimischen Elgora-Stadion mit 0:1 gegen das heutige Landesklasse-Team von Einheit Zepernick. Nun steht die TuS-Brandenburgligareserve im Halbfinale und will zum zweiten Mal in Folge in das Cup-Endspiel einziehen – und im besten Fall danach dann sogar zwei Wochen später den Pokal in die Höhe strecken. „Wir konzentrieren uns aber erstmal nur auf das Halbfinale und denken nicht an anderweitige Szenarien“, sagt Holzhauer.

Am Sonnabend ist der TuS II ab 15 Uhr im Elgora-Stadion gegen das Landesklasse-Team von Schorfheide Joachimsthal gefordert. Dabei dürften die Rollen vor dem Semifinale klar verteilt sein. Die Hausherren aus Oberhavel sind gegen die Mannschaft aus dem Barnim der Außenseiter. Beide Teams trennt immerhin eine Spielklasse. Doch diesen Unterschied wollen die Sachsenhausener am heutigen Tag vergessen machen und wie schon im Vorjahr in das Finale einziehen. „Der Druck liegt auf alle Fälle nicht bei uns und wir können befreit aufspielen. Wir haben in diesem Spiel absolut nichts zu verlieren. Ich bin zuversichtlich“, so der TuS-II-Coach.

Dabei erhält die ganze Reserve Unterstützung vom Verein. So wurde das Testspiel der „Ersten“ vorverlegt, damit das Halbfinale als Hauptspiel ausgetragen werden kann. Ebenso findet es auf dem Hauptplatz statt. „Wir hoffen schon auf den ein oder anderen Zuschauer und wollen ein kleines Fußballfest auf die Beine zu stellen“, sagt Holzhauer. Für die TuS-Reserve ist es das dritte Halbfinale innerhalb von fünf Jahren. Keine schlechte Bilanz. Die könnte nun durch einen erneuten Finaleinzug noch ausgebaut werden. Dennoch weiß auch Holzhauer, dass da in diesem Spiel einiges zusammenkommen muss gegen den eine Klasse höher spielenden Verein aus Joachimsthal. „Wir werden auf alle Fälle versuchen, unsere kleine Chance zu nutzen“, so der Trainer.

Da im zweiten Halbfinale am Freitagabend (19.30 Uhr) Union Klosterfelde II auf Titelverteidiger Einheit Zepernick trifft, ist auch eine Neuauflage des Vorjahresfinals möglich. Doch dazu müssten sowohl der TuS II als auch Zepernick erstmal ihre Halbfinalaufgaben lösen.

Der Weg ins Halbfinale

Das Kreispokalfinale 2019/20 in Bildern

Vor 400 Zuschauern im heimischen Elgora-Stadion hat Kreisoberligist TuS Sachsenhausen II das Kreispokal-Finale Oberhavel/Barnim der Saison 2019/20 knapp 0:1 (0:1) verloren. Sturm-Neuzugang Kevin Maek köpfte Einheit Zepernick in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit zum Pokalsieg. Der Angreifer absolvierte in seiner Laufbahn über 100 Drittliga-Spiele, unter anderem für Union Berlin. TuS-Trainer Philipp Holzhauer und Kapitän Franz Roosch waren trotz der Niederlage stolz auf die Leistung ihrer Mannschaft. Zur Galerie
Vor 400 Zuschauern im heimischen Elgora-Stadion hat Kreisoberligist TuS Sachsenhausen II das Kreispokal-Finale Oberhavel/Barnim der Saison 2019/20 knapp 0:1 (0:1) verloren. Sturm-Neuzugang Kevin Maek köpfte Einheit Zepernick in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit zum Pokalsieg. Der Angreifer absolvierte in seiner Laufbahn über 100 Drittliga-Spiele, unter anderem für Union Berlin. TuS-Trainer Philipp Holzhauer und Kapitän Franz Roosch waren trotz der Niederlage stolz auf die Leistung ihrer Mannschaft. © Robert Roeske

TuS Sachsenhausen II: 1. Runde: Freilos; 2. Runde: 5:1 gegen SpG Biesenthal/Marienwerder; 3. Runde: 3:2 gegen Forst Borgsdorf II; Achtelfinale: 3:0 gegen Blau-Weiß Leegebruch; Viertelfinale: 3:1 gegen Löwenberger SV.

FSV Schorfheide Joachimsthal: 1. Runde: Freilos; 2. Runde: 4:3 gegen FC 98 Hennigsdorf II; 3. Runde: 3:0 gegen Grün-Weiß Bergfelde; Achtelfinale: 3:0 gegen FSV Basdorf; Viertelfinale: 3:1 n.V. gegen Häsener SV.

Union Klosterfelde II: 1. Runde: 4:2 gegen Rot-Weiß Werneuchen; 2. Runde: 1:0 gegen SG Liepe; 3. Runde: 5:1 gegen SV Fürstenberg; Achtelfinale: 2:0 gegen Oranienburger FC Eintracht II; Viertelfinale: 6:1 gegen Rot-Weiß Schönow.

Einheit Zepernick: 1. Runde: Freilos; 2. Runde: 5:1 gegen Oranienburger FC Eintracht III; 3. Runde: 4:0 gegen SpG Klein-Mutz/Zehdenick II; Achtelfinale: 6:0 gegen Eintracht Bötzow; Viertelfinale: 5:0 gegen Grün-Weiß Bärenklau.