06. Januar 2020 / 07:37 Uhr

Bericht: Deshalb zögert Bayern-Star Manuel Neuer nach Nübel-Transfer mit der Vertragsverlängerung

Bericht: Deshalb zögert Bayern-Star Manuel Neuer nach Nübel-Transfer mit der Vertragsverlängerung

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Zögert mit der Vertragsverlängerung beim FC Bayern: Torwart Manuel Neuer.
Zögert mit der Vertragsverlängerung beim FC Bayern: Torwart Manuel Neuer. © imago images/ActionPictures
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Mit dem Transfer von Alexander Nübel vom FC Schalke 04 hat der FC Bayern München einen vermeintlichen "Kronprinzen" für Kapitän und Stammtorwart Manuel Neuer gefunden. Der zögert jetzt jedoch mit der geplanten Vertragsverlängerung - laut "Kicker" unter anderem wegen einer Indiskretion.

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Die Sache war vermeintlich klar: Der FC Bayern München verpflichtet Alexander Nübel ablösefrei vom Bundesliga-Konkurrenten FC Schalke 04 als späteren Nachfolger von Manuel Neuer - und der Bayern-Kapitän und -Stammtorwart verlängert seinen Vertrag beim deutschen Rekordmeister trotzdem vorzeitig um zwei weitere Jahre 2023. So weit der kolportierte Plan der FCB-Bosse. Jetzt aber scheint die Verlängerung mit Neuer zu stocken, was laut einem Bericht des Kicker auch an einer Indiskretion liegen soll.

Arbeitsteilung mit Nübel für Neuer wohl kein Thema

Denn wie das Fachmagazin berichtet, habe Neuer im Gespräch mit den Bayern-Verantwortlichen deutlich gemacht, dass er auch im Falle einer Verpflichtung des hochtalentierten Nübel künftig weiter alle Partien für die Münchener bestreiten wolle. Eine "Arbeitsteilung" mit dem Neuzugang - nach einem Bericht der Sport Bild soll Sportdirektor Hasan Salihamidzic von Neuer verlangt haben, Nübel pro Saison 15 Spiele zu überlassen - sei demnach für den 33-jährigen Weltmeister von 2014 nicht in Frage gekommen. Dass diese vertraulichen Gesprächsinhalte an die Öffentlichkeit drangen, habe Neuer laut Kicker irritiert. Eine Vertragsverlängerung sei für den Schlussmann aber weiter eine Option, er sehe die Konstellation mit Nübel gelassen, berichtet das Blatt weiter.

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Nübel soll für die Bayern nach Informationen des Spiegel sogar auf einen möglichen Transfer zum FC Barcelona verzichtet haben, wo er langfristig zum Nachfolger des derzeit verletzten Marc-André ter Stegen hätte werden können. Im Raum soll eine mehrjährige Leihe zum FC Valencia gestanden haben, bis Nübel bei den Katalanen die Nummer eins geworden wäre.

Neuer will Klärung der Trainerfrage abwarten

Ein anderer Grund, weshalb Neuer mit der Unterschrift unter einen neuen Kontrakt noch abwartet, ist laut Kicker und Bild die für den Sommer noch unklare Trainersituation bei den Bayern. Hansi Flick, den die Verantwortlichen um Salihamidzic im November nach der Trennung von Ex-Coach Niko Kovac zunächst zum Interimstrainer erklärt hatten, genießt das Vertrauen des Klubs zunächst "nur" bis zum Saisonende. Seine Entscheidung über einen möglichen Verbleib in München will Neuer demnach davon abhängig machen, wer ab dem Sommer bei den Bayern auf der Bank sitzt. Flick jedoch, so behauptet der Kicker, werde von Neuer sehr geschätzt. Auch die Aussichten auf einen erneuten Titel in der Champions League - die Königsklasse hatte Neuer mit den Bayern bereits 2013 gewonnen - soll eine Rolle spielen.

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Nübel wird beim Rekordmeister, der zudem an einer Verpflichtung des von Real Madrid an Borussia Dortmund ausgeliehenen Achraf Hakimi interessiert sein soll, in der Torwart-Rangfolge wahrscheinlich die Nummer zwei hinter Neuer werden. Damit wäre Neuers bisheriger Vertreter Sven Ulreich, der 2015 vom VfB Stuttgart an die Isar gewechselt war, nur noch der dritte Mann zwischen den FCB-Pfosten. Ob sich der 31-Jährige mit dieser Rolle künftig begnügen will oder einen Vereinswechsel anstrebt, hatte Ulreich im Rahmen des Trainingslagers in Katar jüngst offen gelassen.