11. April 2021 / 16:23 Uhr

Bayern-Präsident Hainer erklärt Scheitern von Alaba-Verhandlungen: "Irgendwann geht es nicht mehr"

Bayern-Präsident Hainer erklärt Scheitern von Alaba-Verhandlungen: "Irgendwann geht es nicht mehr"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Bayern-Präsident Herbert Hainer (rechts) blickt auf die Vertragsgespräche mit David Alaba zurück.
Bayern-Präsident Herbert Hainer (rechts) blickt auf die Vertragsgespräche mit David Alaba zurück. © Getty Images (Montage)
Anzeige

Der Vertragspoker zwischen dem FC Bayern und David Alaba lief mehrere Monate - bis Bayern-Präsident Herbert Hainer ein Machtwort sprach. Bei "Sky 90" blickte Hainer  auf die Verhandlungen zurück. Trainer Hansi Flick wollte den Verteidiger demnach unbedingt halten.

Anzeige

Die Verhandlungen von David Alaba mit dem FC Bayern über eine Vertragsverlängerung waren im Herbst gescheitert. Bayern-Präsident Herbert Hainer teilte damals mit, dass der deutsche Rekordmeister nach monatelangem Poker das aus seiner Sicht sehr lukrative und faire Vertragsangebot an den Abwehrchef zurückgezogen habe. Im Talk-Format "Sky 90" verriet Hainer weitere Details über die gescheiterten Verhandlungen mit dem Abwehr-Chef.

Anzeige

"Natürlich wollte der Trainer mit Alaba verlängern. Das ist auch sein gutes Recht. Wir hätten ihn auch gerne behalten. Wir haben ihm dreimal ein Angebot gemacht. Aber wir waren nicht bereit, die Forderungen zu erfüllen. Wir tragen auch eine wirtschaftliche Verantwortung für den Klub. Und deswegen haben wir irgendwann gesagt, es geht nicht mehr weiter", sagte Hainer. Alaba spielt, mit einer kurzen Unterbrechungen im Jahr 2011, seit 2008 für die Münchner - und ist unter Trainer Hansi Flick unumstrittener Leistungsträger in der Innenverteidigung.

Doch um jeden Preis wollten die Münchner den 28-Jährigen nicht halten. "Wir haben ihm ein Angebot gemacht, das deutlich höher ist, als das was er heute verdient. Wir haben ihm einen Vierjahresvertrag angeboten", sagte Hainer. Wann Alaba sich für den neuen Klub entscheidet sei laut seinem Berater Pini Zahavi nicht klar. Neben Real Madrid gelten auch andere europäische Top-Teams wie Paris Saint-Germain, FC Chelsea oder FC Barcelona als Kandidaten.



Hainer: Flick wusste auch von Boateng-Aus

In der Personalie Jerome Boateng, die den Konflikt zwischen Sportvorstand Hasan Salihamidzic und Flick neu aufflammen ließ, soll der Coach derweil frühzeitig im Bilde gewesen sein. "Für alle verantwortlichen Personen, die mit der sportlichen Leitung zu tun haben - inklusive Hansi Flick - war es klar, dass wir den Vertrag von Jerôme nicht verlängern", sagte Hainer. Vor dem Champions-League-Spiel gegen PSG (2:3) hatte Salihamidzic den Abschied des Weltmeisters verkündet. Flick reagierte darauf mit kryptischen Aussagen ("Schauspielerei gehört dazu").