17. September 2020 / 06:25 Uhr

Bayern-Sportvorstand Salihamidzic legt im Alaba-Poker nach: Werden keine "Verrücktheiten machen"

Bayern-Sportvorstand Salihamidzic legt im Alaba-Poker nach: Werden keine "Verrücktheiten machen"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Bayern-Sportvorstand Hasan Salihamidzic (links) äußert sich zu den Vertragsgesprächen mit David Alaba.
Bayern-Sportvorstand Hasan Salihamidzic (links) äußert sich zu den Vertragsgesprächen mit David Alaba. © Getty Images/Montage
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David Alaba ist nicht glücklich über den öffentlichen Streit über seine Vertragsverlängerung beim FC Bayern München. Bayern-Ehrenpräsident Uli Hoeneß, sein Vater und sein Berater lieferten sich medial ein hitziges Wortgefecht. Jetzt spricht auch Bayern-Sportvorstand Hasan Salihamidzic über den Poker.

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Sportvorstand Hasan Salihamidzic hat die Position des FC Bayern München im Vertragspoker um David Alaba bekräftigt. Es gebe in Robert Lewandowski und Manuel Neuer eine "sportliche und finanzielle Obergrenze", sagte der 43-Jährige dem Kicker. Er denke nicht, dass Alaba selbst glaube, über den beiden Kollegen zu stehen. Sein Berater Pini Zahavi dagegen denke in anderen Dimensionen. "Das kann er, aber da werden wir ihm nicht folgen. Verrücktheiten, wie er das vielleicht aus anderen Klubs kennt, werden wir nicht machen", sagte Salihamidzic.

Der Nationalspieler Österreichs hat beim Champions-League-Sieger noch einen Vertrag bis zum kommenden Sommer. Seit Monaten verhandeln der FC Bayern und Alaba über eine Verlängerung. Alaba ist in der vergangenen Saison zum Abwehrchef des Rekordmeisters aufgestiegen. Zuletzt war der Ton deutlich rauer geworden, als Ehrenpräsident Uli Hoeneß Alabas Berater einen "geldgierigen Piranha" genannt hatte.

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George Alaba, der seinen Sohn ebenfalls berät, feuerte am Montagabend im TV-Sender Sky wild in Richtung Hoeneß zurück. Er sprach von "schmutzigen Lügen über Gehalts- und Provisionsforderungen" und schimpfte über "dreckige Anschuldigungen". Dass es nun rund um den Bayern-Verteidiger verbal gewaltig krachte, passte ihm selbst überhaupt nicht. "Ich wünsche mir, dass meine vertragliche Situation nicht in der Öffentlichkeit geklärt wird", bat der 28-Jährige in der Bild.

Alaba: "Viele Dinge stimmen einfach nicht"

Dass der erfahrene Fußball-Berater Zahavi mit beachtlichen Forderungen für Aufsehen an der Säbener Straße sorgte, blieb nicht geheim. Diese Schärfe aber hatte die Causa bislang noch nicht. Alaba selbst erzählte, dass ihn "ein paar Aussagen und Berichte der letzten Wochen verwundert und durchaus auch verletzt" hätten. "Viele Dinge, die im Moment geschrieben und gesagt werden, stimmen einfach nicht und entsprechen nicht der Wahrheit." Er wirkt getroffen, Bayern ist für ihn mehr als nur ein Arbeitgeber, sondern eine Herzenssache. Der Defensiv-Allrounder spielt in München seit er 16 Jahre alt ist.

Rekord-Nationalspieler Lothar Matthäus schrieb in einer Sky-Kolumne: "Sollte es wirklich so sein, dass es ihm und seinem Berater nur noch darum geht, mehr Gehalt zu bekommen, wäre das in meinen Augen nicht die klügste Entscheidung." Matthäus betonte, dass ein paar Millionen Euro mehr nicht automatisch mehr Glück bedeuten.