22. Mai 2020 / 16:11 Uhr

Bayern-Trainer Flick erklärt Abwehr-Plan mit Boateng, Alaba, Hernandez und Süle

Bayern-Trainer Flick erklärt Abwehr-Plan mit Boateng, Alaba, Hernandez und Süle

René Wenzel
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Bayern-Trainer Hansi Flick setzt aktuell in der Innenverteidigung auf Jerome Boateng und David Alaba (oben). Lucas Hernandez sitzt oft nur auf der Bank (unten links), Niklas Süle ist noch nicht wieder fit.
Bayern-Trainer Hansi Flick setzt aktuell in der Innenverteidigung auf Jerome Boateng und David Alaba (oben). Lucas Hernandez sitzt oft nur auf der Bank (unten links), Niklas Süle ist noch nicht wieder fit. © Getty Images/Montage
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Trainer Hansi Flick setzt beim FC Bayern München in der Innenverteidigung weiter auf Jerome Boateng und David Alaba. Und das wohl auch im Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt. Zwei andere Spieler lauern auf die Rolle in der Viererkette.

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Hansi Flick befindet sich mit dem FC Bayern München weiter auf Rekordjagd. 50 Tore nach 16 Spielen verzeichnete bis dato noch kein anderer Bundesliga-Trainer. Und die Marke von 19 Siegen in 22 Pflichtspielen hat zumindest kein anderer Bayern-Coach geschafft. Was man bei all diesen Werten nicht vergessen darf: Seit fünf Spielen ist der deutsche Rekordmeister auch ohne Gegentreffer. Und das hat gleich mehrere Gründe.

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"David (Alaba, d. Red.) und Jérôme (Boateng, d. Red.) haben in der Innenverteidigung hervorragende Leistungen gezeigt. Wir haben die beste Defensive der Liga. Von daher bin ich sehr zufrieden", sagte Flick bei der Pressekonferenz am Freitag vor dem Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt. Entsprechend dürfte der Trainer des FC Bayern seinem Innenverteidigerduo auch an diesem Sonnabend (18.30 Uhr, Sky) vertrauen. Frankreichs Weltmeister Lucas Hernandez bliebe wieder nur ein Platz auf der Bank.

Boateng denkt nicht mehr intensiv an Abschied

"Lucas (Hernandez, d. Red.) ist natürlich geplagt von Verletzungen. Jetzt ist es wichtig, dass er im Training hervorragende Leistungen zeigt. Klar ist aber auch, dass man als Trainer – wenn eine Viererkette gut funktioniert – auf diese Sicherheit setzt. Es ist aber klar, dass wir jeden Spieler unseres Kaders brauchen", sagte der Bayern-Coach.

Besonders Boateng arbeitete sich unter Flick aus einem tiefen Loch heraus. Die Abschiedsgedanken beim früheren Nationalspieler verschwinden immer mehr. "Mein Vertrag in München läuft noch bis 2021. Unter Trainer Hansi Flick kann ich mir vorstellen, ihn zu erfüllen", sagte der 31 Jahre alte Verteidiger vor wenigen Wochen der Sport Bild.

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Gut für ihn, dass Flick als Boateng-Fan gilt. „Es liegt allein an ihm, ob er bleibt oder nicht. Er wird sich auch Gedanken machen, wo seine Zukunft liegt, aber er hat keinen Druck. Ich arbeite gerne mit ihm“, sagte der 55-jährige Chefcoach.

Auf eine weitere Alternative in der Innenverteidigung kann der frühere Co-Trainer der deutschen Nationalmannschaft wohl auch noch in dieser Saison zurückgreifen – Niklas Süle steht vor der Rückkehr ins Mannschaftstraining. Der Innenverteidiger hatte im Oktober im Auswärtsspiel gegen den FC Augsburg einen Kreuzbandriss im linken Knie erlitten. Nach einem kleinen Rückschlag stand der Nationalspieler nun wieder mit Rehatrainer Simon Martinello auf dem Platz. "Niklas hat den Wunsch geäußert, dass er in dieser Saison noch mal spielen möchte. Wir werden sehen", sagte Flick.

Beckenbauer und Hoeneß im Stadion

Sorgen über die Abwehr macht sich in München aktuell niemand mehr. Zuletzt blieben die Münchener zu Beginn der Saison 2016/2017 in fünf aufeinanderfolgenden Pflichtspielen ohne Gegentreffer. Ein weiteres Spiel ohne Gegentor scheint gegen die zuletzt offensiv einfallslosen Frankfurter gut möglich.

Zwei Bayern-Legenden werden dann ganz genau hinschauen: die Ehrenpräsidenten Franz Beckenbauer und Uli Hoeneß. Beide gehören nach Angaben der Bild zu den wenigen zugelassenen Zuschauern bei Bayerns Geisterheimspiel-Premiere gegen die Eintracht.

"Ich werde das Geisterspiel genießen und mich ganz auf die Aktionen auf dem Platz konzentrieren", sagte Beckenbauer vor seinem ersten Stadionbesuch seit langem. Die Nachfolger des ehemaligen Abwehrchefs beim deutschen Rekordmeister werden den früheren Fußball-Kaiser dabei sicherlich nicht enttäuschen wollen.