14. Januar 2021 / 06:05 Uhr

Bayern-Trainer Flick nach "Schock"-Aus gegen Kiel bedient: Triple "können wir uns abschminken"

Bayern-Trainer Flick nach "Schock"-Aus gegen Kiel bedient: Triple "können wir uns abschminken"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Der erste Titel ist futsch: Hansi Flick zeigte sich nach dem Pokal-Aus bedient.
Der erste Titel ist futsch: Hansi Flick zeigte sich nach dem Pokal-Aus bedient. © imago images/Jörg Schüler/Getty Images
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Sensation im DFB-Pokal: Der FC Bayern ist auch gegen Holstein Kiel nicht zurück in die Spur gekommen und kann das in der Vorsaison gewonnene Triple bereits nach der zweiten Runde im DFB-Pokal nicht mehr verteidigen. Trainer Hansi Flick zeigte sich nach dem Pokal-Aus ob der Fehler bedient. Sowohl Flick als auch Thomas Müller erkannten die Leistung der Kieler allerdings an.

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Das gab es seit 17 Jahren nicht mehr: Der FC Bayern München, der Tabellenführer und Triple-Sieger der Vorsaison, ist im DFB-Pokal gegen einen unterklassigen Gegner ausgeschieden - und das schon in der zweiten Runde des Wettbewerbs. Gegen den Zweitliga-Dritten Holstein Kiel verlor FCB nach Elfmeterschießen (nach Verlängerung hatte es 2:2 gestanden) und muss damit die Hoffnungen auf eine erfolgreiche Verteidigung des Triples bereits früh in der Saison begraben. "Das Triple zu verteidigen können wir uns jetzt abschminken", sagte der bediente Bayern-Trainer Hansi Flick bei Sky. "Wir haben nach dem Spiel viel Arbeit vor der Brust." In der ARD sprach Flick gar von einem "Schock".

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Vor allem in der Defensive zeigten sich die Bayern erneut fehleranfällig - wie beim Ausgleichstreffer zum 1:1 in der 37. Minute durch Fin Bartels, als ein langer Ball von Jannik Dehm die erneut viel zu weit aufgerückte Bayern-Abwehr düpierte und Bartels zum Treffer regelrecht einlud. Ähnliche Treffer fielen erst am vergangenen Freitag bei der 2:3-Pleite in der Bundesliga gegen Borussia Mönchengladbach. Flick ärgerte sich: "Wir haben die Dinge angesprochen und es ist das gleiche Muster wieder gewesen", kritisierte der Coach in der ARD. "Wir müssen das Zentrum natürlich dicht machen und die Tiefe sichern."

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Dass seine Mannschaft allgemein zu schwach gewesen sei, will Flick allerdings nicht stehen lassen. "Von der Einstellung her kann man der Mannschaft nichts vorwerfen. Es sind Kleinigkeiten, die heute entschieden haben, dass wir heute zwei Gegentore kassiert haben", sagte der Erfolgstrainer. Zudem habe Kiel mit Ioannis Gelios, der im Elfmeterschießen den letzten Bayern-Schuss von Marc Roca hielt, "einen herausragenden Torhüter zwischen den Pfosten" gehabt. Die Belastung für die Bayern, die seit Sommer quasi im Dauereinsatz sind, will Flick als Grund für die Pleite nicht gelten lassen. "Es gibt keine Ausreden, dass wir viele Spiele absolvieren müssen", meinte der Coach

Trotz des (berechtigten) Frusts über die Pleite erkannten sowohl Flick als auch Ex-Nationalspieler Thomas Müller die Leistung des Zweitligisten an. "Glückwunsch an Kiel, die haben gefightet, es war ein Pokalfight", sagte der Flick. Müller ergänzte: "Sie haben das ganz gut gemacht, es war jetzt keine Pokal-Sensation, die sich von Anfang an abgezeichnet hat.". Der Bayern-Star räumte aber ein: "Kiel hat das relativ kaltschnäuzig bestraft.“ Das Aus als Favorit sei "enttäuschend und extrem bitter. Wir sind natürlich bedient. Dass die Stimmung nicht gut ist, kann man sich denken".

Große Defensiv-Probleme beim FC Bayern

Immer wieder Abwehr-Probleme beim FC Bayern, der in der Liga nach 15 Spieltagen so viele Gegentore wie der Tabellen-15. Arminia Bielefeld (beide 24) kassiert hat, dann die Pleite in Gladbach - und jetzt das Pokal-Aus. Wie geht es beim FC Bayern nun weiter? "Ein Sieg ist für das Vertrauen in die eigene Stärke enorm wichtig. Das haben wir gegen Gladbach nicht geschafft und heute nicht", ärgerte sich Flick. Müller, der mit dem Auftreten seiner Bayern im Grunde zufrieden war, ergänzte: "Das Ausscheiden ist brutal. So früh bin ich in meiner Karriere noch nie ausgeschieden, das müssen wir erstmal sacken lassen." Doch der FCB werde sich aufraffen, ist der Leader überzeugt. "Das ist sicherlich gerade nicht die beste Phase des FC Bayern, aber wir werden da wieder rauskommen."