19. April 2021 / 13:47 Uhr

Bayern-Trainer Hansi Flick kritisiert Super-League-Plan: "Nicht gut für den europäischen Fußball"

Bayern-Trainer Hansi Flick kritisiert Super-League-Plan: "Nicht gut für den europäischen Fußball"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Bayern-Trainer Hansi Flick spricht über die geplante Super League.
Bayern-Trainer Hansi Flick spricht über die geplante Super League. © IMAGO/Jens Niering
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Die von einigen Top-Klubs geplante Super League ist ein heißes Thema in der Fußball-Welt. Am Montagmittag äußerte sich auch Hansi Flick zum möglichen neuen Wettbewerb. Der Trainer des FC Bayern stellt sich hinter bereits getätigte Aussagen.

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Hansi Flick reagierte am Montagmittag auf die geplante Gründung einer europäischen Super League. "Ich kann nur sagen, dass ich nicht alle Details weiß, aber hinter der Aussage des Vereins und von Borussia Dortmund stehe. Ich finde, es wäre nicht gut für den europäischen Fußball", sagte der Trainer des FC Bayern auf der Pressekonferenz vor dem Bundesliga-Heimspiel gegen Bayer Leverkusen am Dienstagabend (20.30 Uhr/Sky).

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Zwölf Top-Klubs aus England, Spanien und Italien wollen zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine europäische Super League gründen. Das teilten die Vereine in der Nacht zum Montag mit. Deutsche Bundesliga-Klubs haben sich dem Bündnis bislang nicht angeschlossen. BVB-Boss Hans-Joachim Watzke verwies darauf, dass die Mitglieder der Europäischen Klub-Vereinigung ECA die Super-League-Pläne abgelehnt hätten. Der BVB und der FC Bayern München würden dabei die gleiche Auffassung vertreten. Der Beschluss der ECA besage, "dass die Klubs die geplante Reform der UEFA Champions League umsetzen wollen", sagte Watzke.

Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge sprach sich bereits im Dezember gegen den neuen Wettbewerb aus. Der deutsche Rekordmeister habe "kein Interesse, dass eine Super League installiert wird". Im Interview mit The Athletic ergänzte Rummenigge kürzlich: "Das ist etwas, das ich mir niemals vorstellen könnte. Eine Superliga würde die Grundfesten des europäischen Fußballs erschüttern. Ich glaube nicht, dass das richtig ist."



Die zwölf bekannten Gründungsklubs rechnen mit drei weiteren Vereinen, die sich ihrem Kreis anschließen. Diese dann 15 Mannschaften sind gesetzt, dazu sollen fünf weitere Teams kommen, die sich auf Grundlage ihrer Erfolge in der vorausgehenden Saison qualifizieren. Nähere Angaben dazu, wie und auf welcher Grundlage das ablaufen soll, gibt es bislang nicht. Finanziert werden soll die neue Super League maßgeblich von der US-Großbank JP Morgan. Das bestätigte das Unternehmen am Montag der englischen Nachrichtenagentur PA. Für die Gründungsvereine sollen zunächst 3,5 Milliarden Euro zur Verfügung stehen. Dies würde die Einnahmen aus der bisherigen Champions League deutlich übersteigen.