22. Oktober 2020 / 08:16 Uhr

Bayern-Trainer Flick über den "Rabauken"-Aufschrei von Müller und dessen Coaching-Fähigkeiten

Bayern-Trainer Flick über den "Rabauken"-Aufschrei von Müller und dessen Coaching-Fähigkeiten

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Für Bayern-Trainer Hansi Flick ist Thomas Müller ein verlängerter Arm des Trainers.
Für Bayern-Trainer Hansi Flick ist Thomas Müller ein verlängerter Arm des Trainers. © imago images/Sven Simon (Archiv)
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Thomas Müller überraschte die TV-Zuschauer am Mittwochabend mit einem kleinen Wutanfall während des Spiels zwischen dem FC Bayern und Atlético Madrid, das der FCB deutlich mit 4:0 gewann. Für Trainer Hansi Flick war gerade diese Aktion von Müller ein wichtiges Zeichen.

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Beim FC Bayern München steht ein Trainer an der Seitenlinie – und noch einer auf dem Platz. Beim 4:0-Sieg des FC Bayern München über Atlético Madrid im ersten Gruppenspiel der Champions League überzeugte Thomas Müller einmal mehr als Taktgeber und Anführer auf dem Platz. Der 31 Jahre alte Ex-Nationalspieler, der für den an Corona erkrankten Serge Gnabry auf die Rechtsaußen-Position rückte, fuhr in einer intensiven Partie sogar einmal aus der Haut. "Wollt ihr mich verarschen? Was ist hier los? Wir spielen gegen Atlético Madrid, die größten Rabauken im europäischen Fußball. Und das ist dann Gelb, oder was", schimpfte der Ex-Weltmeister, als er für einen harten Zweikampf mit Kieran Trippier in der 21. Minute beim Stand von 0:0 eine Gelbe Karte sah.

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Eine Aktion, die für Bayern-Trainer Hansi Flick im Nachhinein der Dosenöffner für den überzeugenden Auftakt-Erfolg war: "Danach hatten wir eine gewisse körperliche Präsenz, die wichtig war. Gegen eine Mannschaft, die sehr robust agiert", meinte der Erfolgs-Trainer. Und nur sieben Minuten später fiel der erste Treffer durch den überragenden Kingsley Coman.

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War der Bayern-Sieg also auch ein Verdienst von "Radio Müller", wie der auf dem Platz immer lautstarke Weltmeister von 2014 von seinen Teamkollegen scherzhaft genannt wird? Für Flick hatte "Coach" Müller auf jeden Fall seinen Anteil. "Thomas Müller weiß, welche Räume er besetzen muss und wo er stehen muss. Er coacht auch die Mannschaft, was wir auch von zentralen Spielern verlangen", meinte der FCB-Trainer. "Er ist im Mittelpunkt unseres Spiels wichtig und macht es auch sehr gut. Thomas pusht die Mitspieler und ist immer anspielbar."

Und Müller nimmt auf dem Platz laut Flick sogar Trainer-Aufgaben wahr: "Wenn man es so sagen will, ist er der verlängerte Arm des Trainers auf dem Feld."