17. April 2022 / 16:24 Uhr

Bayern-Trainer Nagelsmann beschreibt Verhältnis zu Lewandowski – Salihamidzic erklärt Kaderplan

Bayern-Trainer Nagelsmann beschreibt Verhältnis zu Lewandowski – Salihamidzic erklärt Kaderplan

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Bayern-Trainer Julian Nagelsmann (l.) und Torjäger Robert Lewandowski pflegen ein gutes Verhältnis.
Bayern-Trainer Julian Nagelsmann (l.) und Torjäger Robert Lewandowski pflegen ein gutes Verhältnis. © IMAGO/Sven Simon/kolbert-press (Montage)
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Gerüchte um einen Abgang von Bayern-Torjäger Robert Lewandowski sorgten in München zuletzt für Unruhe. Trainer Julian Nagelsmann betont abermals sein gutes Verhältnis zu dem polnischen Stürmer. Sportvorstand Hasan Salihamidzic gibt indes Einblicke in Gedankenspiele zur Kaderplanung – und genießt das Vertrauen von Vorstandschef Oliver Kahn.

Bayern-Trainer Julian Nagelsmann zufolge gibt es zwischen ihm und Weltfußballer Robert Lewandowski keine zwischenmenschlichen Probleme. Das Verhältnis sei "sehr, sehr gut", antwortete Nagelsmann am Sonntag bei DAZN vor dem Bundesliga-Spiel des Rekordmeisters bei Arminia Bielefeld auf die Frage nach entsprechenden Gerüchten über etwaige Misstöne. "Wir sind im engen, sehr direkten Austausch. Er ist alt genug, und ich auch, dass wir die Dinge direkt ansprechen könnten, wenn es so wäre."

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Er habe Lewandowski, über dessen Zukunft bei den Bayern wegen des 2023 auslaufenden Vertrags seit Wochen diskutiert wird, zuletzt "auf die Gerüchte angesprochen", sagte Nagelsmann. "Das hat er sofort verneint. Er hat in einem Interview in Polen mal gesagt, dass er sehr wenig Platz hat vorne, und dass es schwierig ist, viele Tore zu schießen, und er deswegen unzufrieden war." Das habe aber nichts mit dem Training oder dem Trainer zu tun. Er habe "nicht das Gefühl, dass er ein Problem mit mir hat, und andersherum ist auch nicht so", sagte Nagelsmann.

Die Bayern hatten zuletzt zumindest in sportlicher Hinsicht keine Argumente für einen Lewandowski-Verbleib gesammelt. Das Aus im Champions-League-Viertelfinale gegen den FC Villarreal (0:1, 1:1) kam so überraschend wie enttäuschend. "Es war keine schöne Woche für uns, wir hatten es uns anders vorgestellt", sagte Sportvorstand Hasan Salihamidzic am Sonntag bei DAZN. "Aber damit müssen wir leben."

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Salihamidzic: "Wir werden den Klub nicht gefährden"

Auf Fragen zur Kaderplanung für die kommende Saison antwortete der Ex-Profi allgemein. "Grundsätzlich kann ich nicht sagen, dass es an der Qualität des Kaders gelegen hat", sagte Salihamidzic. "Natürlich" schaue der Klub danach, "die Konkurrenz" im Kader zu erhöhen. Allerdings werde es "nicht so sein, dass wir große Risiken eingehen, weil das nicht Bayern-like ist". Die großen Investitionen seien von den Münchnern im anstehenden Transfer-Sommer nicht zu erwarten. "Wir werden den Klub nicht gefährden. Wir werden diese Mannschaft, die einen sehr, sehr guten Stamm hat, die internationale Topspieler hat, versuchen zu ergänzen und zu verstärken – in unserem Rahmen", so Salihamidzic.

Das Vertrauen der Klub-Bosse hat Salihamidzic in jedem Fall. Vorstandschef Oliver Kahn betonte: "Es war uns extrem wichtig, die Vertragsverlängerungen mit Kingsley Coman zu machen, auch mit Joshua Kimmich, mit Leon Goretzka, die ja auch Säulen des Klubs sind. Oder auch Alphonso Davies", verwies der ehemalige Weltklasse-Keeper auf die Errungenschaften des Bosniers – und nahm ihn zugleich vor den Kritikern in Schutz. "In dieser Position, in der Hasan ist, gibt es immer Dinge, die eben auch mal nicht funktionieren. Das ist Teil dieses Jobs. Zeig mir mal irgendeinen Sportdirektor auf dieser Welt, bei dem immer alles funktioniert und jeder Spieler immer einschlägt. Also sorry, ich kenne da keinen", so Kahn.

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