25. Mai 2019 / 23:25 Uhr

Bayern-Trainer Niko Kovac schreibt Geschichte: Pokalsieg "macht mich froh und stolz"

Bayern-Trainer Niko Kovac schreibt Geschichte: Pokalsieg "macht mich froh und stolz"

Sönke Gorgos
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Bayern-Trainer Niko Kovac schrieb am Samstagabend Pokalgeschichte.
Bayern-Trainer Niko Kovac schrieb am Samstagabend Pokalgeschichte. © dpa
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Er ist der heimliche Held des Pokal-Triumphs des FC Bayern München gegen RB Leipzig: Trainer Niko Kovac hat es seinen Kritikern gezeigt und in seiner ersten Saison das Double geholt. Nach dem Spiel zeigte er sich sichtlich gelöst und wurde von den FCB-Fans gefeiert.

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Niko Kovac hat es vollbracht! In seiner ersten Saison als Trainer des FC Bayern München hat der Kroate gleich das Double geholt - und quasi nebenbei Geschichte geschrieben. Mit dem Finalsieg im DFB-Pokal gegen RB Leipzig (3:0) wurde er zum FCB-Pionier: Kovac gewann sowohl als Spieler (2003) als auch als Trainer der Münchner das Double mit den Münchnern - das war zuvor noch niemandem gelungen. Entsprechend gelöst zeigte Kovac sich nach Schlusspfiff - sichtlich erleichtert nach einer strapaziösen Saison.

"Ich freue mich, Emotionen sind drin", erklärte Kovac nach dem Spiel in der ARD. Der Kroate konnte als erster Trainer den Pokal mit einem anderen Klub verteidigt. Im Vorjahr stand Kovac mit Eintracht Frankfurt im Endspiel - und bezwang die Bayern in seinem letzten Spiel als SGE-Trainer. Anschließend weinte Kovac. "Letztes Jahr waren Tränen. Heute war es weniger emotional, ohne Tränen Ich bin aber schon froh." Nach der Siegerehrung ließ sich der Doublesieger von den Münchner Fans feiern, laute "Kovac, Kovac"-Sprechchöre hallten durch das Berliner Olympiastadion.

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Kovac bleibt trotz Double bescheiden: "Ich bin nur ein Teil des Ganzen"

Kovac, in der Saison nicht nur einmal höchst umstritten, bewertete die Situation mit der ihm typischen Berliner Nüchternheit. "Ich habe mich bei den Fans für die Unterstützung bedankt. Wir hatten im Oktober und November schwierige Zeiten. Die Fans haben uns geholfen, aus der Talsohle rauszukommen." Deshalb stellte der bescheidene 47-Jährige ("Ich bin nur ein Teil des Ganzen") sich vor die Fankurve, nahm das Megafon in die Hand und richtete einige Worte an die mitgereisten FCB-Anhänger, die Kovac im Gegenzug feierten - zwischen Trainer und Fans scheint eine enge Verbindung entstanden zu sein.

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Den klaren 3:0-Sieg des FCB bezeichnete Kovac als "unterm Strich verdient", auch wenn er Gegner Leipzig Respekt zollte. Die Sachsen seien der "schwierigste Gegner gewesen, auf den wir hätten treffen können", erklärte Kovac, der ein echter Pokal-Spezialist ist. Zum dritten Mal in Serie stand er im Finale, verlor in seiner bisherigen Trainerkarriere nur eine Partie im deutschen Cup - das Endspiel 2016 gegen Borussia Dortmund.

FCB-Bosse ließen Rückendeckung für Kovac vermissen

In den vergangenen Wochen gab es Zweifel, ob Kovac auch über die Saison hinaus Trainer des FC Bayern bleibt. Geschürt wurden diese Zweifel (ob bewusst oder unbewusst) nicht zuletzt von den Bayern-Bossen selbst, die mit unklaren und teils grotesken Auftritten, etwa von Sportdirektor Hasan Salihamidzic, klare Rückendeckung selbst in der schwierigsten Saisonphase vermissen ließen.

Kovac blieb nach dem Pokalfinale cool. "Man muss die Ruhe bewahren. Ich weiß, dass es nicht einfach ist im Trainerjob. Wir haben im vergangenen Jahr gesehen, was mit uns Trainern passieren kann. Deswegen ist so ein Titel sehr schön, sehr wichtig“, sagte der Trainer später. „Die beiden Titel haben uns recht gegeben, dass wir gut gearbeitet haben.“" Das Double sei deshalb eine Erlösung - die man groß feiern werde. Kovac verspricht: "Es kommen Freunde, Verwandte und Bekannte - der FC Bayern wird heute groß feiern."

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