26. März 2021 / 12:15 Uhr

Ex-Bayern-Boss Uli Hoeneß fordert Hilfe für Amateurfußball: "Bundesliga muss Geld bereitstellen"

Ex-Bayern-Boss Uli Hoeneß fordert Hilfe für Amateurfußball: "Bundesliga muss Geld bereitstellen"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Uli Hoeneß blickt auf die Situation im Amateurfußball.
Uli Hoeneß blickt auf die Situation im Amateurfußball. © IMAGO/Sven Simon (Montage)
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Seit November ruht im Amateur- und Jugendfußball größtenteils der Ball. Die Auswirkungen des zweiten Lockdowns sind vor allem finanziell gravierend für die Klubs. Ex-Bayern-Boss Uli Hoeneß appelliert an die Bundesliga-Klubs und fordert Unterstützung.

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Der "Patient Amateurfußball" will endlich wieder loslegen - darf aber nach jüngsten Entscheidungen der Politik nicht. Die Verbandsspitze des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) kritisierte zuletzt die neuen Corona-Beschlüsse von Bundesregierung und Länderchefs. Der frühere Bayern-Präsident Uli Hoeneß sieht die Bundesliga-Klubs gefordert. "Die Pandemie ist ein Riesenproblem für den Jugendfußball. Es sind 100.000 Jugendliche ausgetreten, weil sie nicht mehr trainieren können. Es müssen Konzepte her. Auch die Bundesliga muss mithelfen. Wir brauchen die Nachwuchsarbeit und den Amateurfußball", sagte Hoeneß bei seinem ersten Auftritt als RTL-Experte beim WM-Quali-Spiel zwischen Deutschland und Island.

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Hoeneß fordert: "Die Bundesliga muss Geld bereitstellen"

Die Basis sorgt sich um den Nachwuchs und die Zahl an Ehrenamtlichen und Personen im Trainerbereich. Sie leidet auch unter erheblichen finanziellen Belastungen. So lauteten einige der Erkenntnisse aus einer Umfrage, an der mehr als 100.000 Personen teilnahmen. 61 Prozent der Befragten geben an, dass sich Corona auf die finanzielle Situation ausgewirkt hat, zum Teil ist von einer existenzbedrohenden Lage die Rede. Finanzielle Unterstützung könne der DFB laut DFB-Chef Fritz Keller und Vizepräsident Rainer Koch allein schon wegen seiner Gemeinnützigkeit nicht leisten. Für Ex-Bayern-Boss Hoeneß müsse dem Amateurfußball von anderswo finanziell geholfen werden. "Wenn der Jugend- und Amateurfußball kaputt geht, können wir keinen Profi-Fußball mehr spielen. Die Bundesliga muss Geld bereitstellen. Es geht den meisten Vereinen weitaus schlechter als den meisten Bundesliga-Vereinen", betonte Hoeneß.

Andere Vorgänge im Profifußball

Der Lockdown, der den Sport im Amateur- und Jugendbereich seit Anfang November massiv einschränkt, wurde bis zum 18. April verlängert, neue Perspektiven für den Sport gibt es zunächst nicht. "Der organisierte Amateurfußball wird leider auch nach einem Jahr Pandemie immer noch nicht als Teil der Lösung begriffen", schrieben Keller und Koch in einer gemeinsamen Erklärung. Dabei sähen alle bisherigen Erkenntnisse so aus, "dass das aktive Fußballspielen unter freiem Himmel kein Pandemietreiber ist und die Ansteckungsgefahr auf dem Spielfeld minimal ist". Der Profifußball musste nach dem Frühjahr 2020 kein zweites Mal den Spielbetrieb unterbrechen und lässt Aktive, Trainer sowie Beteiligte engmaschig und regelmäßig testen.