10. Januar 2022 / 17:47 Uhr

Bayram Kaymak: „Es hätten ein paar Punkte mehr sein müssen“

Bayram Kaymak: „Es hätten ein paar Punkte mehr sein müssen“

Jürgen Hansen
Peiner Allgemeine Zeitung
Der TSV Essinghausen (in Weiß: Dominik Kreis) setzte sich in Adenstedt nach 0:1-Rückstand noch mit 3:1 durch.
Der TSV Essinghausen (in Weiß: Dominik Kreis) setzte sich in Adenstedt nach 0:1-Rückstand noch mit 3:1 durch. © Ralf Büchler
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Der TSV Essinghausen liegt auf Platz 4 der 1. Fußball-Kreisklasse A – und damit im Soll. Trainer Bayram Kaymak ist trotzdem nicht so ganz zufrieden. Er kritisiert leichte Fehler und taktisches Fehlverhalten, sagt aber auch : „Man darf keine Wunder von den Jungs erwarten.“

„Eine Platzierung im sicheren Tabellen-Mittelfeld erreichen.“ Diese Zielsetzung gab Essinghausens Trainer Bayram Kaymak vor Saisonbeginn für seine in in der Staffel A der 1. Fußball-Kreisklasse angesiedelte Mannschaft aus. Zum Abschluss der Hinrunde sind die TSV-Fußballer im Soll, der Vorsprung zum Abstiegsplatz beträgt sieben Zähler. Aber das soll längst nicht alles sein: „Wir wollen mehr als sieben Punkte holen“, legt Kaymak die Messlatte für die Rückserie höher.

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Meine Bilanz der Hinrunde: „Zufrieden mit unserem Abschneiden bin ich nicht, denn es hätten ein paar Punkte mehr sein müssen. Doch dazu fehlte ein wenig Glück und Adrian Berendt. Denn er ist der Kopf der Mannschaft und zieht im Mittelfeld die Fäden. Doch leider fiel Adrian die meisten Spiele verletzungsbedingt aus. So musste sich meine junge Truppe ohne ihren erfahrenen Routinier allein durchschlagen. Das gelang ihr von Spiel zu Spiel besser.“

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Mein Spieler der Hinrunde: „Das ist Finn Lukas Brandt, vor dessen Leistungen ich Riesenrespekt habe. Seine Einstellung ist vorbildlich, er zeigt großen Kampfgeist und hohe Laufbereitschaft. Dabei steht Finn fast jedes Wochenende vor Doppelbelastungen, spielt samstags in unserer A-Jugend und sonntags in der 1. Herren. Das gleiche gilt für Bennet Rathe und Dominik Kreis. Sie haben sich ebenfalls gut gemacht.“


Mein Pechvogel der Hinrunde: „Unser Torwart Antonio Schacht zog sich während der Saison-Vorbereitung eine Sprunggelenks-Verletzung zu, fiel daher die gesamte Hinrunde aus. Nach der Winterpause ist er aber wieder dabei.“

Mein Highlight der Hinrunde: „Bei der SG Adenstedt lagen wir auswärts zur Pause 0:1 zurück, drehten das Spiel in der zweiten Halbzeit zu einem 3:1-Sieg, weil meine Spieler 45 Minuten lang alles richtig machten. Sie überzeugten spielerisch, setzten die Vorgaben meiner Kabinenansprache hundertprozentig um.“

Meine Enttäuschung der Hinrunde: „Im Kreispokal-Spiel gegen den MTV Wedtlenstedt führten wir in der 90. Minute mit 1:0, kassierten dann leider noch den Ausgleich. Noch ärgerlicher: Wir verloren anschließend im Elfmeterschießen. Das nahmen einige meiner Spieler auf die leichte Schulter. Sie traten unkonzentriert zum Strafstoß an, verschossen fast alle.“

Meine Erwartungen an die Rückrunde: „Ich wünsche mir, dass wir uns weniger Gegentore als in der Hinrunde einfangen. Die meisten Gegentore fielen, weil meine Spieler leichte Fehler machten oder sich taktisch falsch verhielten. So standen sie hinten oft falsch oder sind die Gegenspieler zu früh oder zu spät angelaufen. Aber es ist leicht gesagt, es wird dauern, bis alles klappt. Man darf keine Wunder von den Jungs erwarten.“

Die persönliche Zukunft: „Mein Trainervertrag wurde vorigen Sommer um drei Jahre verlängert. Daher werde ich auch kommende Saison weitermachen, unabhängig davon, wie wir abschneiden. Stabilität ist wichtig für die Mannschaft.“

Zugänge: Keine.

Abgänge: Keine.

Von Jürgen Hansen