20. Januar 2021 / 14:03 Uhr

Beach-Feeling im Winter für Lindow-Gransee-Kapitän Eric Stadie

Beach-Feeling im Winter für Lindow-Gransee-Kapitän Eric Stadie

Marius Böttcher
Märkische Allgemeine Zeitung
06.09.2020, Schleswig-Holstein, Timmendorfer Strand: Eric Stadie (Berlin) springt im Finale bei den Deutschen Beachvolleyball-Meisterschaften einem Ball hinterher. Foto: Frank Molter/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Eric Stadie ist vor allem für seine exzellente Abwehrarbeit im Sand bekannt. © Frank Molter/dpa
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Eric Stadie, Kapitän beim Volleyball-Zweitligisten SV Lindow-Gransee, nimmt an der „German Beach“ Trophy in Düsseldorf teil.

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Die Zweitliga-Volleyballer des SV Lindow-Gransee (SVLG) waren an diesem Wochenende zum Zuschauen verdammt, weil der USC Braunschweig (Niedersachsen) wegen einer behördlichen Anordnung bis zum 31. Januar 2021 nicht trainieren kann. Erst am kommenden Sonntag (16 Uhr) sind die Grün-Weißen beim FC Schüttorf wieder im Einsatz. Verzichten müssen die Lindower Wölfe dann aber auf ihren Kapitän: Außenangreifer Eric Stadie kommt ab Mittwoch seinen Beachvolleyball-Pflichten nach und startet bei der „German Beach Trophy“ in Düsseldorf.

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„Das ist ja nichts Neues, dass ich wegen dem Beachvolleyball hin und wieder unterwegs bin“, erklärt der 24-Jährige. Mit den SVLG-Verantwortlichen sei dies immer abgesprochen. Am Montag wurde noch ein finaler Corona-Test in Eigenregie durchgeführt, am Dienstag geht es per PKW „mit der Berliner Fraktion“ – neben Stadie betrifft das auch Max Betzien und Niklas Rudolf – in Richtung Düsseldorf. Dort wartet mit dem Kieler Milan Sievers Stadies Partner im Sand. „Ich freue mich auf den Wettbewerb, für uns Beachvolleyballer ist das wie ein Trainingslager“, sagt der Lindower Kapitän, der bereits im Sommer 2020 in der Rheinmetropole aktiv war.

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„Die Beach Liga“, initiiert von Alexander Walkenhorst, war ein Lichtblick im ausgedünnten Beach-Kalender – mittendrin statt nur dabei: Eric Stadie, der gemeinsam mit Benedikt Sagstetter aber bereits nach der Vorrunde die Segel strich. Nun hat der Lindower mit Milan Sievers einen 2,03-Meter-Hünen an seiner Seite. „Wir streben die Playoffs an, auch wenn schwer vorhersehbar ist, wie gut die Chancen sind.“ Seit Monaten stand Eric Stadie nicht mehr im Sand, höchstens anderthalb Einheiten wird es noch geben, ehe am Mittwoch der erste Ballwechsel erfolgt. Insgesamt acht Teams sind im Männerfeld vertreten, insgesamt 14 Vorrundenduelle sind zu absolvieren. „Das System ist ähnlich wie im Sommer, das Niveau vielleicht einen Tick höher, weil internationale Spieler dabei sind. Das Programm ist aber nicht ganz so straff wie bei der Beach-Liga, da war die Belastung enorm“, bemerkt der amtierende deutsche Vizemeister.

In Düsseldorf sind die Sandspezialisten in einer Jugendherberge untergebracht, viel Zeit für Sightseeing wird es aber nicht geben. „Das wollen wir auch nicht in dieser Situation. Ich bin froh, dass es die Möglichkeit gibt, an diesem Turnier teilzunehmen und ich dank guter Platzierungen in den letzten Jahren wieder eingeladen wurde. Wir werden uns wohl entweder in der Halle oder in der Unterkunft aufhalten“, sagt Stadie. In der Mitsubishi Electric Halle, einer Mehrzweckhalle, in die 350 Tonnen Sand gekarrt wurden, steigt die Premiere der „German Beach Trophy“ – in diesen Zeiten jedoch ohne Zuschauer.


Beim FC Schüttorf muss der SV Lindow-Gransee auf seinen Kapitän verzichten, die Daumen drückt dieser aber am Sonntag definitiv, schließlich will Stadie am Ende der Saison ganz oben stehen. „Mit Lindow die Meisterschaft zu holen, wäre ein Traum.“ Und würde wohl auch Schwung für die dann fortsetzende Beachsaison geben: „Es ist schon komisch, im Januar stand ich wohl noch nie im Sand“, gibt der Studenten-Weltmeister von 2018 mit einem Schmunzeln zu.

* Info* Die German Beach Trophy läuft auf dem Streaming-Portal „Twitch“.