14. Oktober 2019 / 17:27 Uhr

Beacher Erdmann blockt wieder bei den Netzhoppers

Beacher Erdmann blockt wieder bei den Netzhoppers

Peter Stein
Märkische Allgemeine Zeitung
Jonathan Erdmann (Nr. 5) trägt wieder das Trikot der Netzhoppers.
Jonathan Erdmann (Nr. 5) trägt wieder das Trikot der Netzhoppers.
Anzeige

Im Beachvolleyball gehört er zu den erfolgreichsten Deutschen. Nun kehrt Jonathan Erdmann wieder in die Halle zurück.

Anzeige
Anzeige

Man trifft sich immer zweimal im Leben.Wobei, der Kontakt zwischen Mirko Culic, der Trainer geht gerade mit den Netzhoppers KW-Bestensee in seine zwölfte Saison, und Jonathan Erdmann, der von 2006 bis 2010 schon einmal für den Volleyball-Bundesligisten auflief, war nie abgerissen. „Doch vor zwei Wochen rief mich Mirko wieder an und wollte sich auf einen Kaffee mit mir treffen“, erzählt der 31-jährige Beachvolleyball-Star von dem besonderen Treffen in einem Café am Berliner Alexanderplatz. Weil bei den Netzhoppers Not am Mann ist, ließ Culic einmal mehr seine Kontakte spielen und traf bei Erdmann auf offene Ohren.

Netzhoppers KW-Bestensee unterliegen den BR Volleys zum Bundesliga-Auftakt.

Zum Auftakt in der Volleyball-Bundesliga verlieren die Netzhoppers KW-Bestensee mit 1:3 gegen den Deutschen Meister BR Volleys. Zur Galerie
Zum Auftakt in der Volleyball-Bundesliga verlieren die Netzhoppers KW-Bestensee mit 1:3 gegen den Deutschen Meister BR Volleys. © Oliver Schwandt
Anzeige

Kurzum, schon Stunden später stand der WM-Dritte von 2013 bei den Dahmeländern auf der Trainingsmatte. „Viel schwieriger war es, meine Volleyballsachen für die Halle zu finden. Aber in der letzten Ecke im Schrank habe ich noch ein zwar älteres, aber noch unbenutztes Paar Schuhe Größe 47 gefunden und tatsächlich meine alten Knieschoner“, erzählt Erdmann. „Nach dem ersten Training hatte ich tierischen Muskelkater, unfassbar, aber der harte Hallenboden ist doch ganz anders als der weiche Sand. Außerdem fällt man ja ganz anders.“

Eine Win-win-Situation

Manager Arvid Kinder, der vor einem Jahrzehnt noch mit Erdmann gemeinsam im Team stand, sagt: „Das war eine mit heißer Nadel gestrickte Verpflichtung, am Freitag hatten wir die Spielerlizenz für Joni, super das dies geklappt hat. Es ist quasi eine Win-win-Situation. Uns hilft er sehr mit seiner Erfahrung und spielerischen Klasse und er kann sich bei uns fit halten für die nächste Beach-Saison.“ Am Samstag im Derby gegen die Berlin Volleys (1:3) stand Erdmann erstmals wieder auf dem Feld „mit meiner alten Nummer 5, die hatte ich schon früher, als ich bei der WSG Waldstadt in Potsdam mit dem Volleyball begann. Nur als ich 2006 zu den Netzhoppers kam, die damals gerade in die erste Liga aufgestiegen waren, war die 5 schon besetzt und ich habe die 10 bekommen“.

Erdmann feierte auch den größten Erfolg, den Halbfinal-Einzug 2009, noch mit den Netzhoppers, ehe er sich verstärkt der Karriere im Sand widmete – mit großem Erfolg. Neben WM-Bronze holte er auch EM-Silber und wurde 2012 in London Olympia-Neunter. Dazu kamen viele nationale Erfolge, erst in diesem Sommer nahm er noch mal per Wildcard mit Sven Winter (Düsseldorf) an der Weltmeisterschaft am Hamburger Rothenbaum teil. Ende August holte das Duo am Timmendorfer Strand bei den Deutschen Meisterschaften Silber.

Von den Fans super aufgenommen

Der gebürtige Potsdamer, der jetzt in Berlin-Weißensee wohnt, hatte die Netzhoppers in den vergangenen zehn Jahren immer verfolgt, diese wiederum hatten ihn nie aus den Augen verloren. „Mirko Culic hat mir immer bei Erfolgen im Beachvolleyball gratuliert und auch am Timmendorfer Strand sind wir uns öfter begegnet“, berichtet Erdmann, der nicht nur nach dem Motto „Alte Liebe rostet nicht“ zu den Netzhoppers heimkehrt.

Zum Durchklicken: Das ist der Volleyball-Kader der Netzhoppers KW-Bestensee 2019/20.

Das ist der Volleyball-Kader der Netzhoppers KW-Bestensee 2019/20. Zur Galerie
Das ist der Volleyball-Kader der Netzhoppers KW-Bestensee 2019/20. © Privat

„Ich finde auch das neue Team total super, wir haben eine tolle junge Mannschaft, in der es Spaß macht, hart zu trainieren. Vor allem die Kanadier bringen viel Sport-Spirit mit.“ Besonders gefreut hat Erdmann, „dass mich viele Fans am Samstag in der Landkost-Arena so freudig empfangen haben. Das war schon ein Stück nach Hause kommen“. Dann schiebt er noch als Gag nach, „und mich trotz Bart nach fast zehn Jahren wiedererkannt haben“.

Nächster Auftritt in Düren

Erdmann, der vorerst auf der Mittelblock-Position aushilft und später wieder auf die angestammte Rolle als Außenangreifer wechseln will, freut sich bereits auf das nächste Auswärtsspiel am Donnerstag in Düren. „Dort treffe ich meinen alten Berliner Kumpel Björn Andrae wieder.“ Die 38 Jahre alte Volleyball-Ikone, die von 2016 bis 2018 auch für die Netzhoppers aufschlug, ist seit der Vorsaison in Düren am Ball. Erdmann erklärt: „Jetzt kommt es für mich erst einmal darauf an, mich wieder an die Halle zu gewöhnen. Das ist abgesehen vom Muskelkater doch eine ziemliche Umstellung, auch die Laufwege sind ganz anders.“ Schließlich hat er nun auf dem Feld noch fünf statt nur einen Mitspieler. Aber ein leidenschaftlicher (Beach-)Volleyballer wie Erdmann hat nicht nur auf Sand gebaut.

Hier #GABFAF-Supporter werden

Wir kämpfen für den Amateurfußball! Trage Dich kostenlos ein und Du bekommst unseren exklusiven Newsletter mit allem, was den Amateurfußball in Deutschland bewegt. Außerdem kannst Du jeden Monat 2000 Euro Zuschuss für Deinen Verein gewinnen und entscheidest mit, wofür #GABFAF sich als nächstes einsetzt.

ANZEIGE: 50% auf dein Jako Herbst-Set! Der Deal des Monats im SPORTBUZZER-Shop.

Die aktuellen TOP-THEMEN