12. Mai 2021 / 15:26 Uhr

Beachvolleyball: Gamsener feiert Comeback im Industriegebiet

Beachvolleyball: Gamsener feiert Comeback im Industriegebiet

Henning Kampen
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Endlich wieder Beachvolleyball! Julian Mann (3. v. r.) und Oliver Wendt starten am Samstag beim Top-10-Osnabrück - aber nicht am Strand.
Endlich wieder Beachvolleyball! Julian Mann (3. v. r.) und Oliver Wendt starten am Samstag beim Top-10-Osnabrück - aber nicht am Strand. © Privat
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Gamsens Julian Mann und sein Partner Oliver Wendt starten am Samstag in Osnabrück in die Beachvolleyball-Saison. Für das Duo ist es das erste Turnier nach fast zwei Jahren. Es wird ein Comeback an einem ungewöhnlichen Ort.

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Das erste Turnier nach fast zwei Jahren: Für Julian Mann vom MTV Gamsen und Partner Oliver Wendt startet am Samstag die diesjährige Beachvolleyball-Tour. Das Duo startet beim Top-10-Osnabrück, einem Turnier der höchsten Turnierkategorie im Nordwestdeutschen Volleyball-Verband. Dementsprechend groß ist die Konkurrenz.

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Mit den Brüdern Bennet und David Poniewaz stehen beispielsweise die deutschen Meister von 2019 auf der Meldeliste. „Das Turnier ist stark besetzt, einige Teams haben Erfahrungen auf der nationalen oder zum Teil sogar internationalen Tour gesammelt“, sagt Mann.

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Für Mann und Wendt könnte das Turnier schneller zu Ende sein als ihnen lieb ist, zum Auftakt droht das Duell mit U20-Vize-Europameister Momme Lorenz und seinem Partner Lui Wüst. „Sie stehen voll im Saft und trainieren mehrmals wöchentlich unter Top-Niveau“, sagt Mann. Bei einer Niederlage zum Auftakt müssten sie in der Verlierer-Runde ran, gewinnen sie dort nicht, ist das Turnier vorbei. Mann und Wendt trainieren seit Ende März zu zweit und konnten somit keine Spielpraxis sammeln. „Wir werden gegenüber anderen Teams einen ziemlichen Wettbewerbsnachteil haben, sind aber froh, dass wir wieder etwas Wettkampf-Erfahrung sammeln können“, so der Gamsener. Zuletzt spielten Mann und Wendt im August 2019 beim Beachvolleyball-Finale in Stade zusammen und belegten dort den fünften Platz.



Mann und Wendt stellten einen einen Antrag auf Sondergenehmigung bei den Städten Gifhorn und Peine, damit sie zusammen mit Wendts Teamkollegen Hendrik Schultze und Martin Tanger von den den Vallstedt Vechelde Vikings - die auch in Osnabrück an den Start gehen - trainieren können. Die Anträge wurden jedoch abgelehnt, da sie ihren Sport nicht hauptberuflich ausüben.

Atmosphäre wird komisch sein

Stattfinden darf das Turnier in Osnabrück mit einem Teilnehmerfeld von 32 Spielern, weil es in seiner Wertigkeit aufgestuft wurde. Es ist kein A-Cup mehr, sondern ein Top-10-Turnier, das somit unter dem Dach des Deutschen Volleyball-Verbandes organisiert wird und nicht mehr nur auf nordwestdeutscher Ebene. Es werden also Punkte vergeben, mit denen sich die Spieler für die Deutsche Meisterschaft am Timmendorfer Strand qualifizieren könnten.

So sehr sich Mann und Wendt auf ihr erstes Turnier nach fast zwei Jahren freuen, die Atmosphäre werde komisch sein. Statt in einer Arena in der Innenstadt mit zahlreichen Zuschauern, Moderation und buntem Rahmenprogramm, findet das Event in einem Industriegebiet unter Ausschluss der Öffentlichkeit, mit Selbstverpflegung und unter strengem Hygienekonzept statt. Trotzdem überwiegt die Vorfreude, dass „wir endlich wieder spielen dürfen“, sagt Mann.