17. Mai 2021 / 16:28 Uhr

Beachvolleyball: Geister-Kulisse hinterm Möbelhaus, aber Gamsens Mann darf endlich wieder spielen

Beachvolleyball: Geister-Kulisse hinterm Möbelhaus, aber Gamsens Mann darf endlich wieder spielen

Henning Kampen
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Zufrieden nach dem ersten Beachvolleyball-Turnier nach fast zwei Jahren: Gamsens Julian Mann (l.) und sein Partner Oliver Wendt.
Zufrieden nach dem ersten Beachvolleyball-Turnier nach fast zwei Jahren: Gamsens Julian Mann (l.) und sein Partner Oliver Wendt. © Privat
Anzeige

Nach fast zwei Jahren durfte Gamsens Beachvolleyballer Julian Mann mit seinem Partner Oliver Wendt wieder auf einem Turnier spielen. Die Umstände waren aufgrund der fehlenden Zuschauer und zu beachtenden Regeln ungewohnt. Mit dem Abschneiden ist er aufgrund der fehlenden Vorbereitung zufrieden.

Anzeige

Comeback hinterm Möbelhaus: Die Pause war viel zu lang, die Atmosphäre unangemessen, doch am Ende sprang ein zufriedenstellender neunter Platz heraus. Gamsens Beachvolleyballer Julian Mann und sein Partner Oliver Wendt nahmen am Wochenende am Top-10-Osnabrück teil, für das Duo war es der erste Auftritt nach fast zwei Jahren Unterbrechung.

Anzeige

Die zwei Spielfelder befanden sich hinter einem schwedischen Einrichtungshaus im Osnabrücker Industriegebiet. „Von der Atmosphäre her war es eher wie ein C- oder B-Cup“, sagt Mann. Selbst, wenn Interessierte der Veranstaltung gern beigewohnt hätten, hatten sie keine Chance. Das Gelände wurde großzügig eingezäunt, um beim anliegenden Durchgangsverkehr kein Interesse zu wecken.

Mehr zum heimischen Sport

Die Geister-Atmosphäre war nicht der einzig ungewohnte Umstand für die Athleten, die mit einem negativen Corona-Test anreisen mussten. Jedes Team hatte einen zirka drei Quadratmeter großen, abgesperrten Bereich, in dem der Mundschutz abgenommen werden durfte. In der Mixed-Zone und zum Aufwärmen musste er getragen werden. Der Ausrichter achtete penibel darauf, dass die Abstands- und Hygieneregeln eingehalten wurden, bei Missachtung hätte eine Geldstrafe von bis zu 25.000 Euro gedroht.



Das Turnier endete für Mann und Wendt mit einem Sieg, zwei Niederlagen und 900 Punkten für die Rangliste des Nordwestdeutschen Volleyball-Verbands sowie sechs für die des Deutschen Volleyball-Verbands. „In erster Linie war es einfach mal wieder schön einen Wettkampf bestreiten zu dürfen und die ganzen Leute mal wieder gesehen zu haben“, sagt Mann.

Trainingspartner-Duell in Verlierer-Runde

Zum Auftakt trafen Mann und Wenn mit Leo Hausschild und Max-Jonas Karpa auf die späteren Finalisten und Vorjahres-13. bei der DM. Der Auftakt ging mit 2:1 an die Favoriten, aber „wir haben uns teuer verkauft. Nach unserer mauen Vorbereitung, war das echt eine kleine Überraschung gegen ein Top-Team“, sagt Mann. Seit August 2019 hatte das heimische Duo keine Wettkampf-Praxis mehr, seit Ende März dürfen sie zumindest wieder zu zweit trainieren.

Dass Mann und Wendt nach der Auftakt-Niederlage in der Verlierer-Runde gegen Wendts Teamkollegen Hendrik Schultze und Martin Tanger von den Vallstedt Vechelde Vikings ran mussten, gegen die ein 2:1-Sieg nach Sätzen gelang, war wohl Ironie des Schicksals. „Da muss man tatsächlich einmal quer durch Niedersachsen fahren, um gegen seine Standard-Trainingspartner spielen zu dürfen“, sagt Mann mit einem Lachen. Im Vorfeld hatten sie Anträge auf Sondergenehmigung bei den Städten Gifhorn und Peine eingereicht, um zusammen trainieren zu dürfen. Diese wurden abgelehnt.

Chancenlos gegen deutsche U19-Meister

Nach der 0:2-Niederlage gegen die deutschen U19-Meister Max Just und Lui Wüst, die Mann bereits zum Auftakt als Gegner befürchtet hatte, war das Turnier mit dem neunten Platz beendet. "Die zwei waren uns physisch und vor allem technisch überlegen, waren komplett austrainiert und haben nahezu keine Fehler im Spielaufbau gehabt. Gegen die beiden hätten wir selbst an unserem besten Tag nicht gewonnen“, sagt Mann, der anhand der Umstände zufrieden mit dem ersten Turnier nach viel zu langer Zeit war.