27. Juli 2019 / 14:41 Uhr

Bericht: Zweifel an Beckenbauer-Zustand - Ex-DFB-Funktionäre fordern Gutachten

Bericht: Zweifel an Beckenbauer-Zustand - Ex-DFB-Funktionäre fordern Gutachten

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Die ehemaligen DFB-Präsidenten Theo Zwanziger (o. links) und Wolfgang Niersbach wollen den Gesundheitszustand von Franz Beckenbauer überprüfen lassen.
Die ehemaligen DFB-Präsidenten Theo Zwanziger (o. links) und Wolfgang Niersbach wollen den Gesundheitszustand von Franz Beckenbauer überprüfen lassen. © Getty
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Die Beschuldigten in der Affäre um die WM 2006 haben offenbar Zweifel am vermeintlich lebensbedrohlichen Zustand von Franz Beckenbauer. Die Anwälte der Gruppe um die ehemaligen DFB-Präsidenten Wolfgang Niersbach und Dr. Theo Zwanziger fordern nach "Sport1"-Informationen nun ein unabhängiges Gutachten. 

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Nach Informationen von Sport1 gebe es Zweifel am angeblich schlechten Gesundheitszustand von Franz Beckenbauer. Der frühere DFB-Funktionär gehört zu den Beschuldigten in der Affäre um die WM 2006, entgeht wegen gesundheitlicher Probleme aber einer weiteren Vernehmung. Die Anwälte der übrigen Beschuldigten Dr. Theo Zwanziger, Wolfgang Niersbach, Horst R. Schmidt und Urs Linsi fordern demnach aber ein unabhängiges Gutachten, um die angeblichen Probleme zu überprüfen.

In den Ermittlungen rund um die Vergabe der Weltmeisterschaft 2006 an Deutschland will die Bundesanwaltschaft der Schweiz (BA) das Strafverfahren gegen Beckenbauer von den weiteren Verfahren abtrennen. Die BA habe im Juli 2019 den beteiligten Parteien ihre Absicht mitgeteilt, das Verfahren gegen Beckenbauer separat weiterzuführen, teilte die Behörde der dpa am Freitag mit.

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Grund sei der Gesundheitszustand des früheren Bundestrainers. Wie der Spiegel berichtet, haben die Anwälte des 73-Jährigen bei der Schweizer Bundesanwaltschaft (BA) ein Attest vorgelegt, wonach jede Aufregung für ihn lebensbedrohlich sein könnte. Der Zustand von Beckenbauer hat sich demzufolge seit April massiv verschlechtert. Sein Urteilsvermögen und Gedächtnis seien mittlerweile stark getrübt und eine Besserung nicht zu erwarten.

Zwanziger kündigte Maßnahmen gegen Abtrennung an

Schon unmittelbar nach der Entscheidung der BA hatte Ex-DFB-Präsident Wolfgang Niersbach Gegenmaßnahmen angekündigt. "Natürlich werden wir bei der Schweizer Bundesanwaltschaft diesem Abtrennungsersuchen massiv widersprechen", sagte Zwanziger. "Es geht nicht, dass ein Beschuldigter hier aus der Verantwortung gelassen wird." Nun sollen die Anwälte der übrigen Beschuldigten laut Sport1 erste Schritte unternommen haben. Ein neutrales Gutachten soll feststellen, ob Beckenbauer wirklich vernehmungsunfähig ist.

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Grundsätzlich gehe es aber nicht darum, die Aussagen von Beckenbauer anzuzweifeln. "Wir wünschen uns alle, dass es dem Franz nicht so schlecht geht, wie es seine Anwälte darstellen", zitiert das Portal das Umfeld der ehemaligen DFB-Funktionäre. Die Klärung seines Gesundheitszustands werde sich nach Angaben von Sport1 aber wohl noch Monate hinziehen.

Ermittlungen gegen Ex-DFB-Funktionäre

Die BA hatte im November 2015 ein Strafverfahren gegen den früheren WM-Organisationschef Beckenbauer, die ehemaligen DFB-Präsidenten Theo Zwanziger und Wolfgang Niersbach sowie den Ex-DFB-Generalsekretär Horst R. Schmidt eröffnet. Auch der ehemalige FIFA-Funktionär Urs Linsi wird beschuldigt. Dieses wird wegen des Verdachts des Betrugs, der ungetreuen Geschäftsbesorgung, der Geldwäscherei sowie der Veruntreuung geführt. Ausgangspunkt der Untersuchungen ist eine Zahlung des DFB von 6,7 Millionen Euro. Sie war als Mitfinanzierung einer Galaveranstaltung deklariert, die aber nie stattfand. Das Geld floss dem früheren und mittlerweile verstorbenen Adidas-Chef Robert Louis-Dreyfus vor der WM 2006 zu.

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