28. Oktober 2020 / 18:53 Uhr

"Bedauerlich": DFL reagiert enttäuscht auf Geisterspiel-Beschluss der Bundesregierung

"Bedauerlich": DFL reagiert enttäuscht auf Geisterspiel-Beschluss der Bundesregierung

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
In der Bundesliga müssen alle Spiele zunächst wieder ohne Fans ausgetragen werden.
In der Bundesliga müssen alle Spiele zunächst wieder ohne Fans ausgetragen werden. © imago images/Maik Hoelter/ TEAM2sportphoto GbR
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Die Deutsche Fußball-Liga reagiert enttäuscht auf die Maßnahmen der Bundesregierung, dass im Profi-Sport keine Zuschauer mehr erlaubt sein werden. Die Fans und Klubs hätten alles dafür getan, Geisterspiele zu vermeiden.

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Seit Mittwochnachmittag ist es offiziell: Der deutsche Sport wird von den verschärften Corona-Maßnahmen von Bund und Ländern hart getroffen. Angesichts steigender Infektionszahlen darf im Profibereich, auch in den Bundesligen, im November nur noch ohne Zuschauer gespielt werden, der Freizeit- und Amateursportbetrieb wird weitestgehend untersagt. Bedeutet: Die Bundesliga wird wieder Geisterspiele austragen müssen - worauf die Deutsche Fußball-Liga (DFL) als Dachverband der Klubs enttäuscht reagiert.

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"Es ist bedauerlich, wenn dies vorübergehend nicht mehr möglich ist", heißt es in einer Mitteilung in Bezug auf die Zulassung von Zuschauern. "Die Klubs der Bundesliga und der 2. Bundesliga haben in den vergangenen Wochen mit großem Aufwand Hygiene-Konzepte zum effektiven Schutz von Stadion-Zuschauern entworfen und diese mit den zuständigen Behörden vor Ort abgestimmt. Fans und Klubs haben darauf aufbauen Hygiene- und Abstandsregeln nahezu ausnahmslos diszipliniert umgesetzt und sind damit ihrer Verantwortung gerecht geworden", teilte die DFL mit.

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Laut des Beschlusspapier infolge der Beratungen von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten dürfen ab der kommenden Woche keine Zuschauer mehr ins Stadion. "Wir wollen nicht in eine nationale Gesundheitsnotlage kommen", begründete Merkel am Mittwoch während einer Pressekonferenz die beschlossenen Beschränkungen des öffentlichen Lebens. "Wir brauchen im November eine nationale Kraftanstrengung." Es seien "harte Maßnahmen, die wir verabschiedet haben. Es sind belastende Maßnahmen für das ganze Land."

Das weiß auch die Liga. "Zweifelsohne erfordert die sich zuspitzende Pandemie-Lage zusätzliche Anstrengungen in allen Lebensbereichen", hieß es in der Erklärung weiter. Die 36 Vereine der DFL müssen sich dennoch nicht gänzlich auf eine neue Situation einstellen: Bereits in den vergangenen Wochen hatte es aufgrund steigender Infektionszahlen zahlreiche Spiele ohne oder nur mit wenigen Hundert Zuschauern gegeben. Am Mittwoch kündigten Borussia Mönchengladbach und Schalke 04 an, dass am kommenden Wochenende keine Fans zugelassen werden.