13. Juni 2022 / 13:17 Uhr

"Mir fehlt der bedingungslose Wille": Bundestrainer Flick nimmt DFB-Offensive vor Italien-Duell in die Pflicht

"Mir fehlt der bedingungslose Wille": Bundestrainer Flick nimmt DFB-Offensive vor Italien-Duell in die Pflicht

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Bundestrainer Hansi Flick strebt mit dem DFB-Team gegen Italien den ersten Sieg in der Nations League an.
Bundestrainer Hansi Flick strebt mit dem DFB-Team gegen Italien den ersten Sieg in der Nations League an. © IMAGO/Sven Simon
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Bei den ersten drei Nations-League-Auftritten blieb für die deutsche Nationalmannschaft ein Sieg bislang aus. Besonders der harmlose Auftritt der DFB-Offensive hinterließ einige Fragezeichen. Bundestrainer Hansi Flick nahm seine Angreifer vor dem erneuten Duell mit Europameister Italien in die Pflicht.

Europameister Italien wartet zum Abschluss des Länderspiel-Viererpacks auf die deutsche Nationalmannschaft. Gegen die Squadra Azzurra soll zehn Tage nach dem 1:1 von Bologna am Dienstag (20.45 Uhr/ZDF) in Mönchengladbach unbedingt die Remis-Serie in der Nations League beendet werden – für ein gutes Gefühl in der Sommerpause und Richtung WM in Katar im Spätherbst. Die Nationalmannschaft müsse "die Dinge besser machen" im Vergleich zum 1:1 gegen Ungarn am Samstag in Budapest, forderte Bundestrainer Hansi Flick am Montag bei der Pressekonferenz.

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Konkret: Gerade die Offensive blieb gegen Außenseiter Ungarn einmal mehr hinter den Erwartungen zurück. Sturmspitze Timo Werner war kein Faktor und abseits von Jonas Hofmann konnte sich kein Akteur für höhere Aufgaben empfehlen. Flick, der sein Team gegen England auf sieben und gegen Ungarn auf vier Positionen umstellte, ließ sich zwar mit Blick auf weitere Wechsel in der Startelf nicht in die Karten schauen, nahm seinen Offensivverbund jedoch in die Pflicht. "Mir fehlt oft die Überzeugung, gerade wenn wir den Angriff vortragen", erklärte der 57-Jährige. Es fehle "der bedingungslose Wille und die Zielstrebigkeit, den Abschluss zu machen."

Stattdessen sehe Flick zu oft "eher nochmal einen Pass quer oder einen Rückpass", bemängelte der 57-Jährige. Gefordert sei aber "dass man anspielt, nachgeht und zum Abschluss kommt." Einzig an der fehlenden Durchschlagskraft im vorderen Drittel wollte der Bundestrainer den bislang noch ausgebliebenen Premieren-Dreier in der Nations League jedoch nicht festmachen. Auch die Defensive müsse ihre Aufgaben gewissenhaft erledigen: "Wenn man offensiv spielt und eine gute Restverteidigung hat, kann man den Gegner direkt unter Druck setzen und hat Chancen, den Ball früh zurückzugewinnen in Szenen, wo der Gegner offen ist. So wollen wir spielen", erklärte Flick: "Defensive und Offensive haben miteinander zu tun."

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Mit einem so angestrebten Sieg könnte gegen Spitzenreiter Italien noch der erste Platz in der Gruppe 3 der Liga A erobert werden, bei einer Niederlage droht gar der Absturz auf den Abstiegsrang. Erst am 23. September gegen Ungarn und drei Tage später gegen England bietet sich für Flick dann erneut die Chance, seinen Kader für die WM-Endrunde zum Jahresende zu testen. "Wir haben lehrreiche Dinge gesehen, die müssen wir analysieren. Wir haben genügend Zeit, um uns dann auf den September vorzubereiten", sah Flick auch die positiven Aspekte an der bevorstehenden Pause, gibt sich mit Blick auf die WM zudem optimistisch: "Wir werden eine Mannschaft haben, die da ist und sich den Herausforderungen stellen wird, die uns da antreffen."