17. April 2021 / 20:38 Uhr

Beeindruckende Aufholjagd der Rostock Seawolves in Jena nicht gekrönt

Beeindruckende Aufholjagd der Rostock Seawolves in Jena nicht gekrönt

Marten Vorwerk
Ostsee-Zeitung
Trevor Lacey (r., hier in einer früheren Partie) war mit 15 Punkten bester Seawolves-Werfer.
Trevor Lacey (r., hier in einer früheren Partie) war mit 15 Punkten bester Seawolves-Werfer.
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Rostocks Zweitliga-Basketballer unterlagen im ersten Spiel der Play-off-Runde mit 81:85 gegen Jena. Einen zwischenzeitlichen 21 Punkte-Rückstand bogen die Seewölfe sogar kurzzeitig in eine Führung um. Ab jetzt gilt: Verlieren verboten

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​Die Basketballer der Rostock Seawolves sind denkbar schlecht in die Aufstiegsrunde zur 1. Bundesliga gestartet. Heute Abend unterlagen sie bei Science City Jena mit 81:85 (35:54). Dabei drehten die Mecklenburger sogar einen 19 Punkte-Halbzeitrückstand, konnten die Aufholjagd in der Schlussphase aber nicht krönen. In ihrer Vierergruppe, in der in einem Hin- und Rückspiel jeder auf jeden trifft, dürfen sich die Mecklenburger in den noch ausstehenden fünf Spielen nun wohl keine Fehler mehr erlauben. Nur der Gruppenerste steigt in Deutschlands Eliteklasse auf.

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Seawolves-Coach Dirk Bauermann analysierte: „Jena hat einen Blitzstart hingelegt. Meine Jungs haben es aber danach toll gemacht und sich von dem deutlichen Rückstand gut erholt. In der entscheidenden Phase haben wir leider klare und einfache Möglichkeiten nicht nutzen können.“

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Schon früh im Spiel lagen die Rostocker mit 0:7 zurück (2.). Trevor Lacey beendete mit einem Dreier die schwache Anfangsphase. Danach punktete aber wieder Jena. Seawolves-Coach Dirk Bauermann nahm nach nicht einmal drei Minuten die erste Auszeit. Mitte des ersten Viertels betrug der Rückstand der Mecklenburger zwölf Zähler (8:20). Vorne lief noch wenig zusammen, zudem punktete Jena fast bei jedem Angriff. Bis zur ersten Viertelpause gerieten die Rostocker mit 17:33 ins Hintertreffen.

Im zweiten Spielabschnitt verkürzten die Gäste kurzzeitig auf zehn, ehe Jena acht Punkte am Stück nachlegte. Die Thüringer trafen zu diesem Zeitpunkt überragende 50 Prozent ihrer Dreierversuche. Der Rückstand der Rostocker stieg im zweiten Viertel immer weiter an, sogar bis auf 21 Zähler (17.). Zur Pause lagen sie schon fast aussichtslos mit 35:54 zurück.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit kamen die Seawolves dann endlich besser rein ins Spiel, erzielten neun Punkte am Stück und kamen auf zehn Zähler ran. Diesmal nahm Jenas Trainer Frank Menz nach nicht einmal drei Minuten die erste Auszeit. Und die Seewölfe setzten nach, Lacey und Brad Loesing trafen jeweils einen Dreier (50:54). Bis auf einem Punkt kamen die Hansestädter ran. Ein beeindruckendes Comeback, das sie im dritten Viertel nicht mit einer Führung krönen konnten. Mit einem 64:70-Rückstand gingen die Rostocker in die letzten zehn Minuten.

Acht Minuten vor dem Ende gingen die Seawolves nach einem starken Start im letzten Spielabschnitt erstmals in Front. Es entwickelte sich ein spannendes letztes Viertel, in dem die Führung bis fünf Minuten vor Schluss hin und her wechselte. Den Rostockern gelang in den Schlussminuten allerdings kein Korberfolg mehr. Sie unterlagen mit 81:85 und stehen für die weiteren fünf Partien der Aufstiegsrunde nun unter Druck, haben den Aufstieg aber immer noch in der eigenen Hand.

Seawolves: Lacey 15 Punkte/4 Rebounds, Reischel 14/1, Loesing 11/2, Theis 9/3, Wright 9/3, Zakis 8/5, Carter 6/2, Yakhchali 6/1, Jost 3/0, Gloger.