20. Oktober 2021 / 09:45 Uhr

"Beeindruckende" Leipziger, "seltsam passive" Pariser: Pressestimmen zum 2:3 von RB bei PSG

"Beeindruckende" Leipziger, "seltsam passive" Pariser: Pressestimmen zum 2:3 von RB bei PSG

Antje Henselin-Rudolph
Leipziger Volkszeitung
Christopher Nkunku wurde bei PSG ausgebildet, gehörte zu den besten Leipzigern.
Christopher Nkunku wurde bei PSG ausgebildet, gehörte zu den besten Leipzigern. © Getty Images / Screenshots / Montage
Anzeige

RB Leipzig legte bei Paris Saint-Germain die mit Abstand beste Saisonleistung hin und verließ am Ende doch als Verlierer den Platz. Den Gastgeber retteten die individuellen Momente seiner Weltstars Kylian Mbappé und Lionel Messi, wobei Letzterer über weite Strecken kaum in Erscheinung trat. Wir haben nach dem 2:3 (1:1) der Sachsen vom Dienstagabend Stimmen der in- und ausländischen Presse zur Champions-League-Partie gesammelt.

Paris. Womöglich hatte der besondere Gast ja Einfluss auf Lionel Messis Leistung beim 3:2-Heimsieg von Paris Saint-Germain gegen RB Leipzig und den Doppelpack des Argentiniers - über den Besuch von Ronaldinho (41) war Messi (34) jedenfalls schon vor der Partie sichtlich erfreut. Der Weltstar aus Brasilien, der zu Beginn von Messis Karriere mit ihm zusammen beim FC Barcelona spielte und später ebenfalls in Diensten von PSG stand, besuchte die Partie am Dienstagabend im Prinzenpark und umarmte den Ex-Kollegen auf dem Rasen.

Anzeige

Nach Anpfiff war dann allerdings lange wenig bis nichts zu sehen vom argentinischen Superstar. Die Gastgeber dominierten zwar in Sachen Ballbesitz, gingen auch durch Kylian Mbappé in Führung, die Lage im Griff hatten bis zu Messis Doppelpack in der zweiten Hälfte der zweiten Halbzeit aber die Gäste aus Sachsen. Die boten ihre mit weitem Abstand beste Saisonleistung, führten nach Treffern von André Silva und Nordi Mukiele sogar verdient.

DURCHKLICKEN: So kommentiert die in- und ausländische Presse

The Guardian (England): Nachdem Paris eine Stunde lang hölzern und seltsam passiv aussah, erwachte es in den letzten 25 Minuten zum Leben und schlug eine beeindruckende Leipziger Mannschaft, obwohl PSG wenig Zusammenspiel und keinen taktischen Plan hatte, dafür aber zwei der unwiderstehlichsten Angreifer der Welt. […] Man könnte vermuten, dass Mauricio Pochettino noch nicht wirklich weiß, wie er mit dieser Pariser Mannschaft umgehen soll. Die Angriffskombinationen wirken einstudiert, das Mittelfeld wirkt überfordert und gelegentlich erweckt die Abwehr den Eindruck, als wolle sie weglaufen und sich verstecken. Zur Galerie
The Guardian (England): "Nachdem Paris eine Stunde lang hölzern und seltsam passiv aussah, erwachte es in den letzten 25 Minuten zum Leben und schlug eine beeindruckende Leipziger Mannschaft, obwohl PSG wenig Zusammenspiel und keinen taktischen Plan hatte, dafür aber zwei der unwiderstehlichsten Angreifer der Welt. […] Man könnte vermuten, dass Mauricio Pochettino noch nicht wirklich weiß, wie er mit dieser Pariser Mannschaft umgehen soll. Die Angriffskombinationen wirken einstudiert, das Mittelfeld wirkt überfordert und gelegentlich erweckt die Abwehr den Eindruck, als wolle sie weglaufen und sich verstecken." ©

Die Art und Weise der Niederlage passte irgendwie zur bisher verkorksten Saison von RB Leipzig. Gut zehn Minuten schnupperte der Vizemeister an diesem Abend an der Champions-League-Überraschung, ehe man am Ende zum dritten Mal als Verlierer vom Platz ging - und das Achtelfinale nun realistischerweise schon abschrieben kann. Ein dicker Patzer von Tyler Adams sowie ein sehr fragwürdiger Foulelfmeter führten schließlich zum 2:3 beim Pariser Star-Ensemble.