29. September 2019 / 16:43 Uhr

Befreiungsschlag für die SG Karlsburg/Züssow

Befreiungsschlag für die SG Karlsburg/Züssow

Alexander Kruggel
Ostsee-Zeitung
Der Strasburger Paul Gurni (l.) versuchte noch Richard Eichelkraut festzuhalten, doch der setzte sich durch und erzielte in der 33. Minute das 3:0 für die SG Kalrsburg/Züssow.
Der Strasburger Paul Gurni (l.) versuchte noch Richard Eichelkraut festzuhalten, doch der setzte sich durch und erzielte in der 33. Minute das 3:0 für die SG Kalrsburg/Züssow. © Ronald Krumbholz
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Mit einem 5:1-Sieg beendeten die Fußball-Landesligisten von der SG Karlsburg/Züssow ihre Niederlagen-Serie. Besonders gut unterhalten fühlten sich die SG-Fans jedoch von den Ausrastern der Strasburger Gegner.

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Mit einem Erdrutschsieg gegen den FC Einheit Strasburg nahm die SG Karlsburg/Züssow am Samstag Abschied von ihrer Talfahrt. Bis dato konnte die SG noch keinen richtigen Erfolg in der aktuellen Fußball-Landesliga-Saison verbuchen. Vielmehr hatten die Karlsburger fünf, teils sehr hohe, Niederlagen in Folge verbucht. Und genauso viele Tore sollten gegen den FC Einheit Strasburg folgen. „Heute das erste Mal drei Punkte zu holen war für die Mannschaft sehr wichtig. In der Vergangenheit haben wir immer vorne mitgespielt und das Niveau der Liga bestimmt. Nur einen Punkt zu haben – das kannten viele gar nicht mehr“, gab SG-Coach Edwin Hübner nach der Begegnung zu.

Hübners Elf baute früh im Spiel Druck auf. Bereits in der siebten Minute ergab sich für Marcus Bischoff die erste ernstzunehmende Chance, nur drei Minuten später verwandelte er zum 1:0. Die Karlsburger, deren Spiel zuvor nur schleppend in Gang kam, dominierten das Match ab sofort mit breiter Brust. So erzielte Michael Rehländer bereits in der 17. Minute das 2:0. Nach dem dritten Treffer, den Richard Eichelkraut nach einem heftigen Zweikampf mit Paul Gurni erzielen konnte, platzte Einheit-Trainer Stefan Busse die Hutschnur: „Was soll denn der Mist?“, brüllte er über den Platz. Doch bis auf das 4:0, das Tino Henkel mit einem Gewaltschuss auf der Distanz nach einem Eckstoß erzielte, war für ihn in der ersten Halbzeit nichts mehr zu holen.

Bilder aus der Landesliga Ost: SG Karlsburg/Züssow - FC Einheit Strasburg

Tobias Behrends (2.v.l.) gegen den Karlsburger Marcus Bischoff  (r.).
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Tobias Behrends (2.v.l.) gegen den Karlsburger Marcus Bischoff (r.). ©
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Für mindestens genauso viel Unterhaltung, wie der Budenzauber der Heimmannschaft, sorgten bei den SG-Anhängern die Wutreden der Strasbuger. Je weiter der FC Einheit zurückfiel, desto hitziger ging es auf dem Platz zu. Gegenseitige Schuldzuweisungen und Streitgespräche begleiteten jeden Vorstoß der Spielgemeinschaft. Besonders viel Diskussionsbedarf hatte FCE-Kapitän Andre Mittag. Auf jeden Hinweis von der Seitenlinie hatte er eine passende Antwort parat – Schuld waren immer nur die anderen. „Das war einfach nur der Frust.“, wiegelte Stefan Busse nach dem Spiel ab. „Wir sind eigentlich mit der Erwartung angereist hier zu gewinnen. Dann kamen die beiden schnellen Gegentore – die Jungs waren einfach unzufrieden mit sich selbst“, erklärte Busse das Verhalten seiner Mannschaft.

In der zweiten Halbzeit schien es, als hätten die Teams in der Kabine die Rollen getauscht. Die Karlsburger spielten fahrlässig, ließen dem Strasburger Jakob Ratz in der 51. Minute viel Platz, um zum Abschluss zu kommen. Nun war es an der Spielgemeinschaft, sich die Schuld am 4:1 gegenseitig in die Schuhe zu schieben. Beim FC Einheit wurde es hingegen deutlich ruhiger. Dafür sorgte unter anderem Co-Trainer Tom Wasserstrahl, der den Platz von Max Mülling auf dem Feld einnahm – vielleicht einen Tick zu spät. Nur Momente nach dem Wechsel stellte Marcus Bischoff mit einem Freistoßtor zum 5:1 den alten Abstand wieder her. Doch die Strasburger konnten sich bis Spielende deutlich besser Chancen erspielen. Einen Freistoß aus günstiger Position in der 73. Minute kann der Karlsburger Keeper, Mirko Schmidt, nur schwer unter Kontrolle bringen. In der 82. Minute benötigte Schmidt gar Schützenhilfe von Robert Stachowiak, der einen durch die Finger geglittenen Ball von der Linie kratzte.

Wir haben uns in der zweiten Halbzeit noch einmal gut verkauft. Schade, dass wir nichts früher ins Spiel gefunden haben“, resümierte Stefan Buss nach der Begegnung. Für Edwin Hübner waren die erspielten Punkte ein Anfang: „Ich will den Sieg beim besten Willen nicht überbewerten. Nach der 65. Minute sind wir wieder eingebrochen. Wenn wir in dieser starken Liga mithalten wollen, müssen wir noch eine Schippe drauf legen.“

SG: Schmidt – Rehländer (65. Gerth), Troge (46. Tschammer), Pawlowski (65. Löwe), Bischoff, Henke, Eichelkraut, Stachowiak, Rawa, Nehls, Schuldt.
Tore: 1:0 Bischoff (10.), 2:0 Rehländer (17.), 3:0 Eichelkraut (33.), 4:0 Henkel (45.), 4:1 Ratz (52.), 5:1 Bischoff (60.).

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