14. Mai 2021 / 00:06 Uhr

Bei 1:4 von RB Leipzig im Finale: Schiri Felix Brych mit souveräner Spielleitung

Bei 1:4 von RB Leipzig im Finale: Schiri Felix Brych mit souveräner Spielleitung

Nico Schmook
Märkische Allgemeine Zeitung
Schiri Dr. Felix Brych in Aktion. Hier zeigt er Leipzigs Dayot Upamecano die gelbe Karte.
Schiri Dr. Felix Brych in Aktion. Hier zeigt er Leipzigs Dayot Upamecano die gelbe Karte. © Getty Images
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Unauffällig, aber stets klar und unmissverständlich: Schiedsrichter Dr. Felix Brych hatte im DFB-Pokal-Finale zwischen RB Leipzig und Borussia Dortmund kaum strittige Situationen zu klären, legte eine souveräne Vorstellung hin.

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Berlin. Es war ein besonderer Abend. Vor allem für die Elf von Borussia Dortmund, die das DFB-Pokal-Finale gegen RB Leipzig mit 4:1 deutlich für sich entscheiden konnte. Doch auch Dr. Felix Brych, der das zweite Mal die Ehre hatte das Endspiel zu leiten, wird der Abend sicherlich in guter Erinnerung bleiben. In einem fußballerisch ereignisreichen - für ihn aber weitaus ruhigeren Spiel - bewältigte der ehemalige Weltschiedsrichter seine Aufgabe souverän und ließ keinen Raum für Diskussionen an seiner Leistung. Gleich in den ersten Sekunden wurde er lautstark und fand klare Worte gegenüber Emre Can, nachdem der sich über eine Entscheidung beschwerte.

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In den ersten 20 Minuten musste der Unparteiische nicht oft durchgreifen. Es war ein weitestgehend faires Spiel auf beiden Seiten. Brych zeigte eine konsequente Spielleitung. Im Anschluss wurde das Spiel zerfahrener, die Fouls häuften sich etwas und in der 25. Minute entschied sich der gebürtige Münchener das erste Mal durchzugreifen und zeigte Gelb für den Dortmunder Jude Bellingham. Mit gestreckten Beinen rutschte der junge Engländer in Kevin Kampl und sah die klare Konsequenz des Unparteiischen.

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Die vermutlich heikelste Szene des Abends: Das 3:0 für den BVB, das verdächtig nach einer Abseitssituation aussah. Nachdem erst fälschlicherweise auf Abseits entschieden wurde, korrigierte das Schiedsrichter-Team mit Hilfe des Kölner Kellers den Pfiff.



Im zweiten Durchgang zeigte sich einmal mehr, dass Brych viel Kommunikation an den Tag legt. Auffällig viel war er im Austausch mit Spielern beider Mannschaften. Ansonsten gab es wenig strittige Szenen und kaum Foulspiele, mit denen sich der 45-Jährige auseinandersetzten musste. So leitete er souverän die Partie und ließ sich nicht aus der Ruhe bringen. Ganz getreu dem folgendem Motto lässt sich Brychs zweites DFB-Pokal-Finale gut zusammenfassen: Wenn der Schiedsrichter der unauffälligste Akteur auf dem Rasen war, war es eine gute Leistung des Unparteiischen.