17. Dezember 2021 / 15:26 Uhr

Bei Adenbüttels neuem Co-Trainer steht ein Bundesliga-Aufstieg im Lebenslauf

Bei Adenbüttels neuem Co-Trainer steht ein Bundesliga-Aufstieg im Lebenslauf

Julian Voges
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Neu bei der FSV: Jan Schulze (r.) wird Co-Trainer in Adenbüttel, Vorgänger Jannik Bruns (am Ball) ist froh, nur noch Spieler zu sein.
Neu bei der FSV: Jan Schulze (r.) wird Co-Trainer in Adenbüttel, Vorgänger Jannik Bruns (am Ball) ist froh, "nur" noch Spieler zu sein. © Sebastian Preuß/Privat
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Ergänzung auf der Trainerbank von Bezirksligist FSV Adenbüttel/Rethen: Hillerses Ex-Co-Trainer Jan Schulze wird künftig neben Coach Marcus Ohk an der Seitenlinie stehen - und der Neue hat einen interessanten Lebenslauf.

Nächste Veränderung im Trainerstab bei Fußball-Bezirksligist FSV Adenbüttel/Rethen: Jan Schulze, der noch bis Mitte November Co-Trainer bei Klassenkonkurrent TSV Hillerse war, übernimmt mit Neujahrsbeginn den Assistenzposten neben Coach Marcus Ohk (seit Oktober im Amt) und löst damit Jannik Bruns ab. Bruns war seit Sommer 2014 spielender Co. und vor Ohks Übernahme zwischenzeitlich Spielertrainer. Interessant: In Schulzes Lebenslauf steht auch ein Bundesliga-Aufstieg.

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Vor seiner Zeit in Hillerse war Schulze sechs Jahre Co-Trainer in Volkmarode, hat reichlich Erfahrungen im regionalen Herrenbereich sammeln können. Überhaupt hat der gebürtige Hamburger eine interessante Vita aufzuweisen: Mit zwölf Jahren ist Schulze mit seinen Eltern nach München gezogen, mit 16 Jahren begann bereits seine Karriere als Jugendtrainer. Von 1994 bis 1996 spielte er in der Regionalliga-Jugend der SpVgg Unterhaching, lernte dort Stefan Leitl (spielte als junger A-Jugendspieler bis zur Spielzeit 94/95 bei Unterhaching, bevor er 1995 zum FC Bayern München wechselte), den heutigen Cheftrainer von Bundesligist SpVgg Greuther Fürth kennen. Eine Freundschaft, die bis heute anhält. „Wir hatten zuletzt mal losen Kontakt über Instagram“, schmunzelt der fünffache Familienvater.

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Die Schuhe hing Schulze nach einem Kreuzbandriss an den Nagel und trainierte mit Beginn der Spielzeit 2003/2004 die A-Jugend von Unterhaching, mit denen er nur eine Saison später von der Regionalliga in die Bundesliga aufgestiegen ist. „Die Zeit in Unterhaching war damals sehr, sehr schön, aber von den Strukturen her war es auch noch anderes als heute.“ Nun ist seine Expertise in Adenbüttel gefragt: Schulze ist angetan von den Bedingungen: „Das Umfeld in Adenbüttel gefällt mir sehr. Ich möchte der FSV helfen, weiterhin in der Bezirksliga zu bleiben!“

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FSV-Vorsitzender und Kapitän Dominik Lippe erläutert, wie der Kontakt zustande kam: „Marcus kam auf mich zu und sagte, er kennt Jan schon länger und sie sind auch befreundet. Er konnte sich das vorstellen, das mit ihm zu machen.“ Möglich wurde die Zusammenarbeit, da Schulze gemeinsam mit Chefcoach Mohamed Melaouah Hillerse verließ. „Jan war mir gleich super sympathisch. Ich habe schnell gemerkt, dass er gut in unsere Truppe passt und denke, dass er auch neuen Input in die Mannschaft bringt“, schwärmt Lippe. Schulzes Vorgänger Bruns ist weiterhin Spieler in der Mannschaft und hat keine weitere Position mehr inne. „Er ist aber total happy damit“, betont Lippe.

Total zufrieden mit seiner neuen Aufgabe ist auch Schulze. Der 44-Jährige und FSV-Coach Ohk kennen sich vom FC Schwülper – Ohk leitet nebenbei dort die F-Jugend, Schulze unterstützt den Verein im Hintergrund von der C- bis zur A-Jugend. „Entscheidend für mich war, dass Marcus das macht. Mit ihm verstehe ich mich super“, beschreibt Schulze und fügt hinzu: „Ich muss mir jetzt erstmal in Ruhe ein Bild machen, rantasten und alle Jungs kennenlernen.“