24. Juli 2019 / 14:33 Uhr

Bei den Grizzlys Wolfsburg: Der coolste Arbeitsplatz der Stadt

Bei den Grizzlys Wolfsburg: Der coolste Arbeitsplatz der Stadt

Jürgen Braun
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
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Die Eisbereitung in der Eis-Arena geht in die letzte Phase. © Jürgen Braun
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Draußen glüht es, doch es gibt auch angenehme Plätze. Momentan ein heißer Favorit in Sachen Coolness: die Eis-Arena in Wolfsburg, Spielstätte des Erstligisten Grizzlys Wolfsburg. Angenehme 15 Grad herrschen dort. Und: Das Rauschen von kühlem Wasser ist zu hören.

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Ist das der beste Arbeitsplatz der Stadt? Jens Lorenz grinst und nickt zustimmend. Stellen Sie sich jetzt einfach mal vor: Angenehme 15 Grad, dazu ein feines Wasserrauschen - in der Eis-Arena war am Montag, Dienstag und Mittwoch einer der besten Plätze der Stadt. Zeit zum Reden hat Lorenz, einer von mehreren Eismeistern, nicht. Der erfahrene Mitarbeiter, der einst selbst mal das Wolfsburger Eishockey-Tor hütete, muss mit dem dicken Schlauch, den er hinter sich herzieht, Bahn für Bahn Sprühregen auftragen - und darf dabei nicht stehenbleiben. Die Vorbereitung der Eisfläche für die Saison ist in vollem Gange, am Wochenende sind alle Profis wieder da, dann soll die Fläche fertig sein. Grizzlys-Manager Charly Fliegauf gibt zu: "Ich gehe dieser Tage auch immer mal zwischendurch aus dem Büro zur Eisfläche, das ist der beste Platz im Moment."

Eis-Arena Eisbereitung

Beton auf minus 10 Grad runtergekühlt

Seit vergangenem Freitag läuft die Kühlung der Betonfläche in der Wolfsburger Eis-Arena. "Sie wird auf minus 10 Grad runtergefahren", so Grizzlys-Geschäftsführer Rainer Schumacher. Ist die enorme Hitze bei der Eisbereitung ein Problem? "Nein", sagt er. "Das hatten wir schon öfter, und es wird ja nicht nur der Beton runtergekühlt, auch die Luft in der Halle. Die Eisbereitung ist kein Problem, aber es kostet natürlich mehr Energie."

Eisbereitung in der Eis-Arena im Juli 2019 Zur Galerie
Eisbereitung in der Eis-Arena im Juli 2019 © Jürgen Braun
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Farbe im Eis

Lorenz und die anderen Eismeister sind jetzt in Teil drei der Eisbereitung. Zuerst wurde schon eine dünne Schicht Wasser aufgetragen, auf die dann kalkhaltige weiße Farbe aufgelegt wurde. Ein neues Verfahren für Wolfsburg. Die Farbe auf dem Beton hätte mal wieder erneuert werden müssen, sie hatte auch unter der Renovierung (es wurde ein neues Bandensystem eingebaut) gelitten. Die Zeit wäre knapp gewesen, die Methode mit der Farbe auf dem Eis wird unter anderem in Düsseldorf verwendet. Erwünschter Nebeneffekt: das Eis könnte noch ein wenig weißer werden. Und damit würde das Spielfeld heller, was für die hochauflösende TV-Übertragungen ein Muss ist.

Es kommen noch zwei Zentimeter drauf

Auf die erste gefrorene Schicht wurde die Werbung aufgelegt, jetzt wird sie übersprüht. Und dann wird nach und nach der Wasserauftrag erhöht. Schumacher: "Die unterste Schicht hat rund 0,5 Zentimeter Dicke, wenn die Werbung drauf ist, werden noch einmal rund zwei Zentimeter aufgebaut." Kühl wird es dann immer noch sein. Aber so cool, mit Wassernebel und schönem Rauschen wie am Dienstag, wird es dann nicht mehr. Die Profis dürfen am Donnerstag in einer Woche das neue Eis unter ihre Kufen nehmen. Ab Montag absolvieren sie erst einmal medizinische Überprüfungen und Leistungstests.

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