26. Januar 2021 / 17:15 Uhr

Bei der German Beach Trophy: Eric Stadie zieht die Reißleine

Bei der German Beach Trophy: Eric Stadie zieht die Reißleine

Marius Böttcher
Märkische Allgemeine Zeitung
Eric Stadie (Mitte) musste den zweiten Teil der Vorrunde in Düsseldorf absagen.
Eric Stadie (Mitte) musste den zweiten Teil der Vorrunde in Düsseldorf absagen. © Jürgen Sabarz
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Typische „Volleyballer-Krankheit“ zwingt den Kapitän des Zweitligisten SV Lindow-Gransee dazu, die weitere Teilnahme am Turnier in Düsseldorf abzusagen.

Eigentlich sollte Eric Stadie am Mittwoch in den zweiten Teil der Vorrunde bei der „German Beach Trophy“ in Düsseldorf starten. Der Kapitän des Volleyball-Zweitligisten SV Lindow-Gransee zog nach den ersten sieben Partien im Sand jedoch die Reißleine, wie er selbst bestätigt: „Ich hatte in den letzten Tagen immer mehr mit Schulterschmerzen zu kämpfen und dadurch ist ein normales Spielen nicht mehr möglich.“ Statt die zwei freien Tage bei der Verwandtschaft im Westen der Republik zu verbringen, zog es den 24-Jährigen zurück nach Berlin, wo er sich am Dienstag beim Arzt durchchecken ließ.

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„Ich habe leider erst am 9. Februar einen MRT-Termin und werde bis dahin sehr vorsichtig sein“, betont Stadie. Zwar wird er mit seinen grün-weißen Teamkollegen unter dem Hallendach trainieren und auch bei den kommenden Aufgaben am 6. und 7. Februar in Frankfurt und Mondorf zur Verfügung stehen, dann jedoch lediglich als zweiter Libero hinter Martin Pomerenke – um die rechte Schlagschulter nicht unnötig zu belasten. „Ich hatte in meiner Laufbahn noch nie Probleme in diesem Bereich, nach dem ersten Lockdown gab es aber die ersten Beschwerden“, erinnert sich der etatmäßige Außenangreifer.

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Seither sei es mal besser und mal schlechter gewesen. Nach der nun längeren Weihnachtspause sei der Kaltstart in das von Alexander Walkenhorst organisierte Beachvolleyball-Turnier in der Landeshauptstadt Nordrhein-Westfalens nicht förderlich gewesen, verrät Stadie: „Die höhere Belastung war sofort spürbar, von Tag zu Tag wurde es in der letzten Woche schlechter.“ Bei seinen Angriffen legte der Studenten-Weltmeister von 2018 eine „Schonhaltung“ ein, streckte den Arm nicht voll aus und konnte daher nicht frei aufspielen: „Deswegen war es spielerisch auch eher eine enttäuschende Woche, weil ich mit dem Kopf nicht richtig dabei war und nicht im Ansatz das abrufen konnte, was auch ohne vorheriges Training möglich war.“ Lediglich zwei Siege konnte Eric Stadie mit seinem Beach-Partner Milan Sievers (Kiel) einfahren, auf Rang sechs (von acht) beendete man Teil eins der Vorrunde.

Die Erfahrung in der Rheinmetropole möchte der SVLG-Kapitän aber trotz seines Ausfalls keinesfalls missen, zu „cool“ war die Möglichkeit, wieder Beachvolleyball zu spielen: „Die Location war super, die Halle wirklich toll. Das Drumherum hat auch gepasst, bei den vielen Helfern und dieser überragenden Community hat man sich sofort pudelwohl gefühlt.“ Teilweise über 10 000 Zuschauer verfolgten die Matches auf dem Live-Streaming-Portal Twitch, statt live vor Ort im Sand wird Stadie in den kommenden Tagen selbst die Einschaltquote unterstützen.

„Es ist extrem bitter, dass mich diese typische Volleyballer-Krankheit nun auch eingeholt hat. Das kann sich jetzt schon noch ein, zwei Monate hinziehen, ich will es aber abgecheckt haben – ob da irgendwas Strukturelles oder ob die Schulter lediglich zu instabil ist“, betont Eric Stadie, welcher bereits nach vorne blickt: „Nach einem sauberen Aufbau greife ich wieder voll an.“