04. Januar 2018 / 11:03 Uhr

Bei der SpVg Eidertal Molfsee passt derzeit alles

Bei der SpVg Eidertal Molfsee passt derzeit alles

Reinhard Gusner
Kieler Nachrichten
Marvin Blümke (li., hier gegen den Gettorfer Lennart Gravert) ist eine der beiden Eidertaler Tormaschinen.
Marvin Blümke (li., hier gegen den Gettorfer Lennart Gravert) ist eine der beiden Eidertaler Tormaschinen. © Gusner
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Trainer Matthias Liebal gibt den Aufstieg als neues Ziel aus

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Sieben Wochen lang grüßte die SpVg Eidertal Molfsee von der Tabellenspitze der Fußball-Verbandsliga Ost, ehe das Team von Trainer Matthias Liebal kurz vor der Winterpause durch Spielausfälle gestoppt und als Klassenprimus noch abgelöst wurde. „Kein Problem“, sagt Liebal und liefert die Begründung dafür gleich mit: „Wir haben es schließlich selbst in der Hand, uns diese Position wieder zu sichern."

Vielleicht wirkte bei einigen noch etwas die Enttäuschung über den leichtfertig verspielten Aufstieg in die neue Landesliga nach? Der „Stotterstart“ in den ersten vier Spielen dieser Saison (zwei Niederlagen, zwei Siege) überraschte Matthias Liebal nicht sonderlich: „Unter unseren zehn Neuzugängen waren auch viele junge Spieler. Und schon während der Vorbereitungszeit war für mich erkennbar, dass es dauern würde, bis die Abläufe klappen.“ Als es soweit war, ging die Post ab beiden Eidertalern, die mit zwölf Spielen ohne Niederlage (davon neun Siege) bis an die Tabellenspitze durchstarteten. Eine Siegesserie von sechs Dreiern in Folge gelang keinem anderen Verbandsliga-Klub.

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Kreisliga NMS: Blerim Bara (FC Torpedo Neumünster) erzielte in 14 Spielen 32 Tore. Zur Galerie
Kreisliga NMS: Blerim Bara (FC Torpedo Neumünster) erzielte in 14 Spielen 32 Tore. ©

Dass die Liebal-Mannschaft zur Torfabrik der Liga mutierte (66 Treffer), lag hauptsächlich am „Knipser-Duo“ Louis Schütt (20 Tore) und Marvin Blümke (19), aufgrund dessen Torhunger Liebal seine ursprüngliche Zielsetzung korrigiert hat: „Jetzt wollen wir auch aufsteigen“, präzisiert er seine Prognose vom Saisonbeginn, die „Platz eins bis drei“ lautete. Für ihn keine gewagte Aussage, zumal nicht nur die Trefferquote schon besser ist als in der gesamten letzten Saison und auf die 100-Tore-Marke zulaufen könnte. „Ich bin stolz auf meine Mannschaft, weil sie ihr Defensivverhalten so stark verbessert hat und damit eine Baustelle der Vergangenheit geschlossen worden ist.“ Auch ein Verdienst des spielenden Co-Trainers Oliver Dreier, der als Routinier mit klassenhöherer Erfahrung in der Abwehr ebenso eine feste Größe ist wie in den Mannschaftsteilen vor ihm Yannick Schütt („Eine tolle Entwicklung“, so Liebal) und der blitzschnelle Youngster Luca Aouci, der seine Kontrahenten regelmäßig schwindelig spielte und zu Statisten degradierte.

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Dennoch soll die Eidertaler Erfolgsstory nicht nur an einzelnen Spielern festgemacht werden: „Es passte einfach alles bei uns“, bezieht Liebal jeden seiner Akteure in das Lob mit ein. Selbst eine eventuelle Niederlage kalkuliert er ein: „Die wäre kein Beinbruch, denn auch unsere Konkurrenten gewinnen nicht jedes ihrer Spiele. Wichtig ist, dass wir alles selbst in den Händen haben.“ Und die sollen diesmal nicht so leer bleiben wie am Ende der Vorsaison.

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