01. März 2020 / 10:23 Uhr

Bei Energie Cottbus: Optik Rathenow kassiert die vierte Niederlage in Folge (mit Video)

Bei Energie Cottbus: Optik Rathenow kassiert die vierte Niederlage in Folge (mit Video)

Christoph Laak
Märkische Allgemeine Zeitung
Leroy
Optik-Kapitän Jerome Leroy (r.) musste sich mit seinem Team in Cottbus deutlich geschlagen geben. © Nico Roesenberger
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Regionalliga Nordost: Das Kahlisch-Team muss sich ersatzgeschwächt in der Lausitz deutlich geschlagen geben.

Am Ende standen sie wieder mit leeren Händen da. Die Regionalliga-Fußballer des FSV Optik Rathenow haben ihr Auswärtsspiel beim FC Energie Cottbus mit 0:4 (0:2) verloren und bleiben damit auf dem 15. Tabellenrang hängen. „Es ist verdammt schwer für uns gewesen. Wir hatten uns mehr vorgenommen, leider hat es nicht geklappt“, verriet Optik-Kapitän Jerome Leroy nach dem Spiel.

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Die Rathenower waren mit Personalsorgen in die Partie gegangen. Nach den bereits bekannten Ausfällen von Caner Özcin, Leon Hellwig, Kevin Adewumi und Nikola Jürgens musste kurzfristig auch Abwehrchef Emre Turan mit Magen-Darm-Problemen passen. „Die Vorzeichen waren somit nicht wirklich gut“, schätzte Leroy dann auch ein. „Dennoch haben wir gekämpft“, so der Rathenower Kapitän.

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Die Hausherren übernahmen von Beginn an das Kommando auf dem Platz. Nach einer Kombination stand Moritz Broschinski frei vor dem verwaisten Rathenower Gehäuse, brachte aber das Kunststück fertig, den Ball über das Tor zu schießen. Doch nur wenige Minuten später war es eben jener Broschinski, der den Ball nach einem schnellen Gegenzug zum 1:0 (17.) in die Maschen bugsierte.

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Noch vor der Pause erhöht Cottbus auf 2:0

Optik versuchte zwar so gut wie möglich dagegenzuhalten, mehr als ein Kopfball von Michael Gorbunow nach einer Ecke, der über das Tor flog, kam dabei aber nicht heraus. Im Gegenteil: Die Gastgeber kamen nach gut einer halben Stunde zum 2:0. Optik verlor den Ball im Vorwärtsgang, Florian Brügmann bekam den Ball in abseitsverdächtiger Position und schob überlegt ein. „Eigentlich waren beide Tore deckungsgleich. Wir wurden klassisch ausgekontert. Mit dem 0:2 war das Spiel praktisch entschieden“, monierte Jerome Leroy.

Nach dem Seitenwechsel das selbe Bild. Optik versuchte es weiter mit Kampf, Cottbus blieb aber am Drücker. Nach einer sehenswerten Kombination über die linke Seite kam der Ball in der Mitte dann zu Rico Gladrow, der aus Nahdistanz nur wenig Mühe hatte, den Ball an Optik-Keeper Lucas Hiemann vorbei zu bringen (66.). Und es sollte aus Rathenower Sicht sogar noch schlimmer kommen. Jerome Leroy legte Florian Brügmann im Strafraum und Berkan Taz ließ sich die Chance zum 4:0 nicht entgehen (77.).

Das sagen Sebastian Abt und Ingo Kahlisch zum Spiel

„In den letzten Wochen hatten wir auch solche Situationen, bekamen aber nie den Strafstoß. Diesmal pfeift er sofort“, haderte Jerome Leroy, dessen Team auch nach der Pause über weite Strecken harmlos blieb. „Wir hatten zwei, drei Halbchancen, aber nichts richtig gefährliches. Nach vorne fehlt es uns aktuell einfach“, so der Kapitän, der in der Kabine in viele enttäuschte Gesichter blickte.

„Wir haben uns in meinen Augen ordentlich verkauft und vor so einem Publikum zu spielen macht einfach riesigen Spaß. In meinen Augen ist das Ergebnis etwas zu hoch ausgefallen“, so der 30-jährige Mittelfeld-Akteur, der aber auch gleich nach vorne blickte: „Wir haben uns noch in der Kabine gesagt, dass wir jetzt die vier Top-Teams weg haben und nun anfangen müssen, zu punkten. Ab Montag legen wir darauf unseren vollen Fokus.“ Dieser wird auch gefordert sein, wenn die Rathenower am nächsten Wochenende gegen den VfB Auerbach nicht wieder mit leeren Händen dastehen wollen.