02. Dezember 2019 / 18:20 Uhr

Bei Sieg des TSV 1860 Stralsund: Comeback von René Marmulla glückt

Bei Sieg des TSV 1860 Stralsund: Comeback von René Marmulla glückt

Niklas Kunkel
Ostsee-Zeitung
René Marmulla übernahm bei seiner Rückkehr den Part des Antreibers und hielt seine Defensive zusammen.
René Marmulla übernahm bei seiner Rückkehr den Part des Antreibers und hielt seine Defensive zusammen. © Niklas Kunkel
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Beim 2:1 des TSV 1860 Stralsund steht der Routinier nach vier Jahren erstmals wieder bei der ersten Mannschaft auf dem Platz. Stralsunder beenden Negativserie.

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Baabe. Rund vier Jahre war der letzte Auftritt von René Marmulla bei der ersten Mannschaft aus Stralsund her, am Sonnabend feierte der Routinier ein erfolgreiches Comeback. Mit Marmulla in der Innenverteidigung beendete der TSV 1860 Stralsund mit dem 2:1-Sieg beim SV Blau-Weiß Baabe seine Durststrecke von fünf sieglosen Partien in der Landesliga Ost. Rückkehrer Marmulla sprach von einem „hoch verdienten Sieg“ trotz „vieler kleiner Rückschläge“.

Mit Rückschlägen meint der 36-Jährige die vielen vergebenen hundertprozentigen Chancen, gerade in Halbzeit zwei. „Es muss immer weitergehen, auch wenn du die Dinger nicht machst. Du musst die Mannschaft zwar immer wieder anschreien, aber sie hat gezeigt, dass mit dem richtigen Wille alles geht“, meint Marmulla, der seine Vorderleute 90 Minuten lang unermüdlichen antrieb.

Altes Muster: 1860 drückt, gerät aber in Rückstand

Der größte Rückschlag für die Stralsunder ereignete sich allerdings in der 28. Minute. Bei einem weiten Ball aus der Verteidigung verschätzte sich ausgerechnet Marmulla und blieb im Zweikampf gegen Marcel Gebhardt, der die Flanke technisch sauber verarbeitete, Verlierer. Der Baaber Stürmer markierte mit dem ersten Torschuss der Hausherren die Führung. Marmulla übte sich sofort wieder als Antreiber: „Du kannst nicht auf den Situationen rumhacken, es muss immer weitergehen.“ Die Verteidigerkante, die einen langen Schlag des Gegners auch mal lässig mit der Hacke klärte, ließ nicht locker.

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Malchows Torjäger Tobias Täge bei einer Trinkpause. Zur Galerie
Malchows Torjäger Tobias Täge bei einer Trinkpause. ©
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Doch Baabe verteidigte die Führung ordentlich bis zur Pause. „In der ersten Halbzeit waren wir gleichauf“, bilanzierte Robert Fröhlich, Trainer der Blau-Weißen, und schob hinterher: „Dann war Stralsund besser.“ Anders als in den Spielen zuvor kam 1860 geordnet aus der Kabine und kombinierte sich Chance um Chance. Einzig die Verwertung dieser teils freistehend aus Nahdistanz brachte Spieler und Trainer am Seitenrand immer mehr zur Verzweiflung.

Erst in der 65. Minute erlöste Kevin Kutz den TSV nach guter Vorbarbeit von Simon Gurlt über die Grundlinie (63.). Zu diesem Zeitpunkt wollte Robert Fröhlich mit einer taktischen Umstellung für Entlastung seiner Defensive sorgen, indem er den langen André Rast brachte, der mit hohen Bällen gefüttert werden sollte. Später gestand der Trainer: „Ich habe Mist gebaut. Die Taktik hat nicht geklappt. Ich hätte es so lassen sollen. Aber im Nachhinein ist man immer schlauer.“ So drückten die Stralsunder weiter auf den Siegtreffer, den Niklas Reimelt nach Flanke von Daniel Hartz spät erzielte (86.). René Marmulla durfte jubeln.

Feiern verboten

Der Einsatz des 36-Jährigen, der eigentlich bei der „Dritten“ oder den Alten Herren im Kader steht, kam überhaupt zustande, weil Trainer Robin Baarhs die Innenverteidiger ausgingen. Am Donnerstagmorgen rief er Marmulla an und fragte. Wenig begeistert von der Zusage war Marmullas Frau. „Sie hat gesagt: Wenn du wieder bei der „Ersten“ spielst, gewinnt ihr wieder und du feierst mit den Jungs. Dann sehe ich dich erst Montag Früh wieder“, erzählt der Aushilfskicker, der vergangene Saison noch Co-Trainer der Mannschaft war, lachend.

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Die ersten drei Punkte seit Anfang Oktober genoss er zwar, die Feierei blieb aber in der kompletten Mannschaft aus. Der Sieg wurde nicht überbewertet. Schließlich steht der TSV immer noch weit unter seinen Ambitionen.

Brenzlig ist auch die Lage für den SV Baabe, der aufgrund der Sieger der unmittelbaren Tabellennachbarn einen Platz abrutschte. „Jetzt wird’s schwer für uns“, kommentierte Fröhlich. Die Rüganer reisen nun nach Siedenbollentin, Stralsund empfängt den neuen Tabellenführer Malchin.

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