03. Oktober 2020 / 18:26 Uhr

Bei Startelf-Rückkehr von Jungk: Lupo schlägt Ramlingen/Ehlershausen mit 3:2

Bei Startelf-Rückkehr von Jungk: Lupo schlägt Ramlingen/Ehlershausen mit 3:2

Benno Seelhöfer
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Nächster Sieg: Lupos Sean Redemann (l.) und Timon Hallmann (v. M.) bejubeln zusammen mit ihrem Team den Sieg gegen Ramlingen/Ehlershausen.
Nächster Sieg: Lupos Sean Redemann (l.) und Timon Hallmann (v. M.) bejubeln zusammen mit ihrem Team den Sieg gegen Ramlingen/Ehlershausen. © Roland Hermstein
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Noch in der Regionalliga-Saison hatte sich Dennis Jungk von Lupo/Martini Wolfsburg vor eineinhalb Jahren schwer verletzt. Jetzt gab er sein Startelf-Comeback und hatte nicht nur durch eine wichtige Rettungstat einen großen Anteil am 3:2-Erfolg gegen Ramlingen/Ehlershausen.

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Starke erste Hälfte, in der zweiten haben es die Oberliga-Fußballer von Lupo/Martini Wolfsburg dann aber noch mal unnötig spannend gemacht. Doch für drei Punkte hat es trotzdem gereicht, gegen den SV Ramlingen/Ehlershausen gewann das Team von Coach Giampiero Buonocore am Samstagnachmittag mit 3:2 (3:0).

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"Ich bin sehr zufrieden mit dem Spiel. Wir hatten fünf Spiele in zwei Wochen, haben dann zum Abschluss zwei Siege geholt", freute sich der Trainer, der damit auch auf das 4:2 am Mittwoch gegen Arminia Hannover anspielt. Der einzige Wermutstropfen im Duell mit Ramlingen/Ehlershausen war die zweite Halbzeit. Aber Buonocore sah das weniger kritisch: "Es ist klar, dass am Ende dann die Körner gefehlt haben. Das ist diesmal halb so wild. Wir hatten zwar das Ziel, zu null zu spielen, das hat nicht geklappt. Aber dann haben wir jetzt wieder etwas, an dem wir arbeiten können."

Fußball-Oberliga: Lupo/Martini Wolfsburg - SV Ramlingen/Ehlershausen.

Fußball-Oberliga: Lupo/Martini Wolfsburg - SV Ramlingen/Ehlershausen. Zur Galerie
Fußball-Oberliga: Lupo/Martini Wolfsburg - SV Ramlingen/Ehlershausen. © Roland Hermstein

In der ersten Halbzeit spielte sich Lupo mit der Zeit regelrecht in einen Rausch. Nach schwachen ersten 20 Minuten, in denen die Gäste eher das Übergewicht hatten - ohne wirklich zwingend vor dem Tor von Lupo-Keeper Marius Sauss aufzutauchen - wurde Elvir Zverotic im Strafraum gefoult. Elfmeter. Der Gefoulte trat an und verwandelte cool zum 1:0.

Nur wenig später ließ Lupo-Verteidiger Burak Hajdari versehentlich den Ball im eigenen Strafraum auf einen SV-Stürmer durch, Dennis Jungk, der nach seiner schweren Knöchel-Verletzung in der vorletzen Saison gegen den VfL Wolfsburg II (damals noch in der Regionalliga) das erste Mal wieder in der Startelf stand, rettete in aller letzter Sekunde. "So etwas pusht die Mannschaft dann richtig", sagte der Rückkehrer glücklich.

Was er damit meinte: Im Gegenzug klingelte es auf der anderen Seite. Rocco Tuccio setzte sich auf dem linken Flügel stark durch und schlenzte den Ball ins rechte obere Eck. Traumtor! Zwölf Minuten später erhöhte Timon Hallmann per Kopf nach einer Flanke von Geburtstagskind Andrea Rizzo, der seinen 27. Geburtstag feierte. "In der ersten Hälfte haben wir den Gegner überragend ausgekontert und haben überragend verteidigt. Da waren viele Spielzüge dabei, die nach Fußball aussahen, die wir auch so trainiert haben", lobte Buonocore.

Doch in Halbzeit zwei wurde es dann noch mal spannend: Zwei späte Tore (81. und 90.+2) dokumentieren die Schluss-Offensive von Ramlingen/Ehlershausen. Punkte gab's für die Gäste aber nicht. "Wir wussten dass es in der zweiten Halbzeit ein komplett anderes Spiel wird", sagte Buonocore. "Und bei unserer Belastung in den letzten zwei Wochen muss man dann auch mal Wechsel machen, die man so eigentlich nicht machen wollte."

Endlich wieder von Anfang an auf dem Platz: Lupos Dennis Jungk.
Endlich wieder von Anfang an auf dem Platz: Lupos Dennis Jungk. © Roland Hermstein

Ebenfalls ausgewechselt nach rund 60 Minuten wurde auch Comebacker Jungk, der seine Sache "überragend" gemacht hat, lobte sein Trainer. Und der Außenverteidiger gab zu: "Dass ich jetzt mein Startelf-Comeback genau auf dem Platz gegeben habe, auf dem das damals passiert ist, und dann auch noch mit Zuschauern. Das ist schon auch eine sentimentale Geschichte für mich." Doch während des Spiels konnte er das ausblenden: "Da bin ich dann komplett fokussiert."

Angst in den Zweikämpfen hat er aber nicht. "Ich bin da vom Kopf her frei", sagte Jungk, der vor allem den Kampf der Mannschaft in den letzten beiden anstrengenden Wochen lobte. "Das war wieder eine gute Teamleistung. Wir sind nicht so gestartet, wie wir uns das erhofft haben. Aber die beiden Siege geben uns jetzt Rückenwind."

Lupo: Sauss - Jungk (58. Ebot-Etchi), Hajdari, Redemann, Taric - Dubiel - Tuccio (71. Mertens), Konieczny (62. Safronow) - Zverotic (58. Chamorro), Hallmann, Rizzo.

Tore: 1:0 (23.) Zverotic (Foulelfmeter), 2:0 (27.) Tuccio, 3:0 (39.) Hallmann, 3:1 (81.) Engelbrecht, 3:2 (90.+2) Jordan (Foulelfmeter).