04. März 2021 / 19:25 Uhr

Bei Wolfsburgs Frauen wächst mit Pajor die Hoffnung auf mehr Tore

Bei Wolfsburgs Frauen wächst mit Pajor die Hoffnung auf mehr Tore

Jasmina Schweimler
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Wieder dabei: VfL-Stürmerin Ewa Pajor.
Wieder dabei: VfL-Stürmerin Ewa Pajor. © VfL Wolfsburg
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Aufatmen bei Frauenfußball-Bundesligist VfL Wolfsburg: Ewa Pajor feierte gegen Lilleström ihr Comeback. Die Angreiferin ist nach schwerer Knieverletzung zurück - und damit auch die Hoffnung auf mehr Tore.

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Die Fußballerinnen des VfL Wolfsburg haben sich Mittwochabend durch einen 2:0-(1:0)-Erfolg im Achtelfinal-Hinspiel der Champions League gegen Lilleström SK aus Norwegen eine gute Ausgangslage für das Rückspiel nächste Woche Mittwoch verschafft. Kein Tor, aber ein Erfolgserlebnis gab es dabei für Ewa Pajor: Die Stürmerin feierte ihr langersehntes Comeback nach Knie-OP und wurde gegen Lilleström in der 85. Minute für Svenja Huth eingewechselt. Wolfsburgs Trainer Stephan Lerch freute sich für seine Torjägerin: „Für sie war es jetzt vom Kopf her auch wichtig, ein paar Minuten zu bekommen.“

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Vor der Einwechslung gegen Lilleström war Pajors letztes Spiel das Champions-League-Finale gegen Olympique Lyon Ende August. Unmittelbar danach musste sie sich aufgrund anhaltender Knie-Probleme einer Operation unterziehen, die Rückkehr dauerte länger als anfangs vermutet. 185 Tage waren seit ihrem letzten Pflichtspiel vergangen – nun kann der VfL wieder auf ihre so wichtigen Tore zählen, auch wenn die Polin noch behutsam an die Belastung herangeführt werden soll.

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Ein Vergleich zeigt: Die Pajor-Tore fehlten! Vergangenes Jahr erzielten die Wolfsburgerinnen in der Liga stolze 48 Treffer in der Hinrunde, dieses Jahr waren es 34. Acht der 48 Tore erzielte Pajor, 15 Pernille Harder, die im September dann doch völlig überraschend nach London wechselte und eine Lücke in das Wolfsburger-Offensiv-Gerüst riss. Pauline Bremer, die fürs Toreschießen von Manchester City zum VfL gewechselt war, riss sich kurz nach Saisonbeginn das vordere Kreuzband sowie das Innenband im rechten Knie.

Mit Rebecka Blomqvist, Karina Saevik, Fridolina Rolfö, Alexandra Popp und Svenja Huth hat der VfL weitere Spielerinnen im Kader, die sich auch in der Sturmspitze wohlfühlen, doch nach dem Abgang von Kreativkopf Harder verteilt sich die Spielmacher-Verantwortung auf mehreren Schultern und die Gegner stellen sich zunehmend besser auf den Meister ein. Die schnellen Wege in die Tiefe mit Tempo kann Huth gehen – oder aber Pajor. „Sie hatte gegen Lilleström direkt ein paar Aktionen und hat angedeutet, mit ihrem Tempo und den Wegen in den Tiefen, was sie ausmacht“, weiß Lerch. Und das, so der 36-Jährige weiter, „wird uns in den nächsten Wochen sicherlich weiterhelfen. Das ist ihr Spiel und da werden wir weitermachen. Das war ein erster, guter Schritt.“ Läuft es für die VfL- erinnen nach Plan, war das gestrige Heimspiel in der Champions League gegen Lilleström die erste von bis zu acht Partien im März.

Als nächstes gastieren die Wolfsburgerinnen am Sonntag bei Aufsteiger SV Meppen (14 Uhr). Im Hinspiel konnten sich die Niedersachsen mit 2:0 durchsetzen. Dass es noch deutlicher geht, zeigten die Bayern, die am Donnerstagmorgen trotz 6.000 Kilometer-Anreise nach Kasachstan im Achtelfinal-Hinspiel der Königsklasse gegen Kazygurt einen starken 6:1-Sieg feierten. Die Mannschaft von Coach Jens Scheuer erzielte in beiden Spielen gegen Meppen zusammen zehn Tore. In der Liga sind die Münchnerinnen in Sachen Toreschießen (54 Treffer) und Abwehr (zwei Gegentore) als ungeschlagener Tabellenführer derzeit das Nonplusultra.