08. November 2021 / 18:00 Uhr

Beim Duell gegen Cottbus: Lok-Leipzig-Fans kommen nur mit 2G-Nachweis ins Stadion

Beim Duell gegen Cottbus: Lok-Leipzig-Fans kommen nur mit 2G-Nachweis ins Stadion

Stephanie Riedel
Leipziger Volkszeitung
Fans ohne einen 2G-Nachweis kommen bereits gegen Cottbus nicht mehr ins Bruno-Plache-Stadion.
Fans ohne einen 2G-Nachweis kommen bereits gegen Cottbus nicht mehr ins Bruno-Plache-Stadion. © Christian Modla
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Flutlichtduell unter Auflagen: Die Fans des 1. FC Lokomotive Leipzig sind am Mittwochabend erstmalig von der 2G-Regelung betroffen. Das heißt, dass nicht alle blau-gelben Anhänger gegen den FC Energie Cottbus ins „Bruno“ kommen. Das Aufeinandertreffen ist bereits der achte Kultkick unter den Regionalliga-Rivalen.

Leipzig. Der Traditionskick steht ins Haus: Die Nachholpartie des 1. FC Lokomotive Leipzig gegen Energie Cottbus steigt am Mittwochabend (19 Uhr/mdr.de) im Bruno-Plache-Stadion. 3.100 Zuschauer deckten sich bisher mit einem Ticket für das fulminante Duell ein. Neu ist, dass beim Regionalligisten durch die neue Corona-Schutzverordnung die Partie unter der 2G-Regelung steigt. Nur noch Geimpfte und Genese haben Zutritt ins Oval. Bei einer maximalen Auslastung von 50 Prozent – das „Bruno“ fasst 13 .721 Fans – dürften somit gut 6.850 Getreue ins Rund. Wie viele Anhänger ins Stadion pilgern, ist derweil noch unklar. Der Tausch der Tickets gegen eine Eintrittskarte für eine künftige Partie ist möglich, eine Rückerstattung allerdings nicht. Fans ohne 2G-Nachweis müssen hoffen, dass bis zum Saisonende erneut auf 3G umgestellt werden darf.

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Zweikampfstärke ohne Fouls

Die ursprünglich für September angesetzte Begegnung war die dritte Corona-bedingte Spielabsage, die die Probstheidaer ausbremste. Indes sind Coach Almedin Civa und seine Mannen wieder voll im Soll. Der Oktober forderte Englische Wochen und vollen Einsatz. Lok ist taktisch und technisch stark unterwegs, ließ zuletzt Konkurrent Hertha II (1:0) kaum Chancen. Der dritte Tabellenplatz ist das Ergebnis der harten Arbeit. Gegner Cottbus reiht sich hinter den Sachsen auf Rang sieben ein. „Dass wir vor ihnen stehen, hätte keiner gedacht“, so Civa und spielt auf den Saisonauftakt der aktuellen Spielzeit an. „Lok Leipzig wurde nicht genannt, unter die Top sechs zu kommen.“ Der Viertligist beweist just das Gegenteil. Es gilt, sich weiterhin auf die erfolgreiche Halbserie zu konzentrieren. So auch auf den anstehenden Klassiker.

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Die Bilanz der sieben Aufeinandertreffen ist ausgeglichen. Vier Remis stehen zu Buche, drei davon im „Bruno“. Die besten Defensiven der Liga treffen aufeinander. Lok kassierte bisher nur 13 Buden, die Lausitzern sogar ein Tor weniger. „Wir bekommen natürlich auch Gegentore, weil wir aufmachen, gewinnen und nicht bunkern wollen“, erklärt der Lok-Coach. Kann er auch gegen Cottbus auf seinen starken Keeper Jan-Ole Sievers zählen? Der 26-Jährige wahrte in zehn Spielen die Weiße Weste.


Trainer und Team wollen jedenfalls die Elf von Kult-Kollegen Claus-Dieter Wollitz beschäftigen. Die Mannschaft sei im Moment sehr variabel, gibt Civa vor. „Wir haben zehn Mal zu Null gespielt. Das zeigt, wie kompakt wir stehen.“ Civa zählt dabei nicht nur auf seinen verlässlichen Schlussmann, sondern lobt sein Team für das Auftreten im Gefüge. „Wir foulen am wenigsten, werden aber am meisten gefoult. Das spricht für den Charakter einer Mannschaft.“ Zweikampfstärke ohne Fouls sei Qualität. Daran wollen die Probstheidaer weiterhin feilen, dranbleiben und nicht einen Zentimeter zurückstecken. Civas Rezept ist simpel: „Fußball besteht aus Tore schießen und Tore verhindern. Die Höhe ist egal. Hauptsache wir gewinnen.“