09. Februar 2021 / 16:28 Uhr

Beim Pritzwalker FHV: Zwei Abgänge und Training in Zweiergruppen

Beim Pritzwalker FHV: Zwei Abgänge und Training in Zweiergruppen

Dirk Becker
Märkische Allgemeine Zeitung
Beim Pritzwalker FHV treffen sich die Spieler in Zweiergruppen zu Trainingseinheiten auf dem Platz zur Vorbereitung auf den Re-Start.
Beim Pritzwalker FHV treffen sich die Spieler in Zweiergruppen zu Trainingseinheiten auf dem Platz zur Vorbereitung auf den Re-Start. © Verein
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Landesklasse West: Coach Markus Hinz wurde bei der Wiederaufnahme von einem Trainerkollegen inspiriert - bei einem möglichen Re-Start wird er auf zwei Spieler nicht mehr zurückgreifen können.

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„Ui, ui, ui“, dachte Markus Hinz so bei sich, als er den physischen Zustand einiger Spieler betrachtete. Der Trainer des Pritzwalker FHV hat am Sonnabend den Startschuss zur Vorbereitung auf die wahrscheinlich in nächster Zukunft stattfindenden Fortsetzung in der Fußball-Landesklasse West gegeben. Training im Corona-Lockdown. Geht das überhaupt? Dass es funktionieren kann, wenn die entsprechenden Corona-Vorschriften eingehalten werden, hatte Markus Hinz in einer Geschichte im SPORTBUZZER über Peter Oberschmidt gelesen.

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Nach seiner Zeit als Trainer bei Schwarz-Rot Neustadt – für Markus Hinz ebenfalls eine Trainerstation in seiner Laufbahn – ist Oberschmidt bei Chemie Premnitz tätig und hatte unlängst sein Trainingskonzept vorgestellt, mit zwei Spielern auf dem Platz Übungseinheiten zu gestalten. Dabei dürfen die Kicker von Trainer Peter Oberschmidt den Kabinentrakt nicht betreten und absolvieren individuelle Einheiten auf dem Rasen. „Das sind kleinere Aufgaben. Es kommen immer nur zwei Spieler auf den Platz und absolvieren dann eine halbstündige Einheit mit dem Ball“, so Oberschmidt.

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„Das hat mich inspiriert, das gleiche zu tun“, sagt Markus Hinz. Die zuständigen Behörden hatten nichts einzuwenden, weil die Verordnungen das hergeben würden. „Es war völlig unproblematisch.“ Abstand, zwei Mann und los. Allerdings dauern die Einheiten beim Pritzwalker FHV 60 Minuten. Die Erwärmungsphase nimmt dabei schon eine halbe Stunde ein. „Alleine das ist eine Belastung“, stellte Hinz fest. „Da haben einige die Coronapause wohl sehr ernst genommen.“ (lacht) Mit viel Ballarbeit geht es weiter. Auch hierbei habe man die Wirkung der seit November dauernden Abstinenz gesehen. Das Einschätzen von Flugbällen stellte bereits eine schwere Aufgabe dar.

„Wir trainieren das, was man mit zwei Spielern machen kann“, erklärt der Pritzwalker Trainer den weiteren Plan. Jeden Tag werden drei Pärchen trainieren, es wird drei Einheiten in der Woche geben, an denen drei Paare teilnehmen, sodass alle Spieler, die dabei sein können, in der Woche zwei Trainingseinheiten absolvieren. „Es gibt natürlich Spieler, die arbeitsbedingt nicht dabei sein können, oder gerade in Prüfungen stecken. Ich stelle es jedem Spieler frei, mitzumachen. Aber das Ganze ist bisher gut aufgenommen worden. Sie haben sich riesig gefreut über das Angebot.“ Jeder bekomme einen Trainingsplan, ansonsten halte sich Hinz eher im Hintergrund. Abstand wahren.


Leider hat der Wintereinbruch dem Training im Augenblick einen eisigen Riegel vorgeschoben. „Wir wollen ja keinen Infekt provozieren“, so der verantwortungsvolle Übungsleiter der Pritzwalker. In zwei Wochen wird es weitergehen, schätzt Hinz ein. Dann wird auch intensiviert, Parcours werden durchlaufen, an Kraft und Schnelligkeit gearbeitet. „Wir hoffen aber auch, dass dann die Auflagen gelockert werden, so dass mehr Spieler in kleineren Gruppen an Spielformen arbeiten können.“

Vogt und Wolgast nicht mehr beim FHV

Markus Hinz will sich so gegenüber der Konkurrenz einen Trainingsvorsprung erarbeiten. „Das ist viel wert, wenn es wieder losgeht. Und ich kann es nur jedem Trainerkollegen empfehlen, es genau so zu machen. Aber meinetwegen können sie auch noch ein bisschen schlafen (lacht), das ist dann besser für uns.“

Zwei Abgänge hat Markus Hinz zur Winterwechselperiode zu vermelden. Zum einen hört Robert Vogt aus familiären Gründen mit dem Fußballspielen zunächst einmal auf. Andy Wolgast hat sich beruflich verändert und kann samstags nicht mehr spielen. Er wechselt zurück zu Rot-Weiß Gülitz.