23. November 2021 / 08:28 Uhr

Beim Spiel in Regensburg: Tim Knipping gibt Dynamo Dresdens Fans Runde aus

Beim Spiel in Regensburg: Tim Knipping gibt Dynamo Dresdens Fans Runde aus

Caroline Grossmann und Stefan Schramm
Dresdner Neueste Nachrichten
Der verletzte Tim Knipping (li.) hat bei Dynamo aktuell eine Zuschauerrolle. In Regensburg gibt er den Gastwirt für die Auswärtsfahrer, die Julius Kade (re.) und Co. unterstützen.
Der verletzte Tim Knipping (li.) hat bei Dynamo aktuell eine Zuschauerrolle. In Regensburg gibt er den Gastwirt für die Auswärtsfahrer, die Julius Kade (re.) und Co. unterstützen. © imago images/Jan Huebner
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Am kommenden Freitag muss Dynamo bei den in dieser Saison groß aufspielenden Regensburgern ran. Die Zweitligisten aus Dresden müssen zuhause zwar vorerst auf Unterstützung verzichten, werden aber in Niederbayern herzlich von Tim Knipping empfangen - mit einem Getränk.

Dresden. Dynamo Dresdens Fußballfans haben es dieser Tage nicht leicht. In die Stadien kommen sie seit Monaten nur unter Auflagen rein und besonders viele Saisonsiege durften sie auch noch nicht feiern. Zu allem Überfluss sind aufgrund der neuen sächsischen Coronaschutzverordnung ab sofort Besuche bei Heimspielen im Rudolf-Harbig-Stadion vorerst komplett tabu. Nur auswärts bietet sich die Chance, eine Partie der Schwarz-Gelben live zu verfolgen.

„Möchte mich bei allen Dynamo-Fans für ihre Unterstützung bedanken“

Wenn die Sportgemeinschaft am nächsten Freitag bei Jahn Regensburg antritt, sind Zuschauer jedenfalls zugelassen, auch wenn die niederbayerischen Hochinzidenzgebiete ganz in der Nähe liegen. Dynamos Abwehrspieler Tim Knipping, der aufgrund einer schweren Knieverletzung seit August nicht spielen kann, hat sich für die reisefreudigen Anhänger der SGD nun eine besondere Aktion einfallen lassen. Der auch als Restaurantbetreiber aktive Knipping, der diese Woche Mittwoch seinen 29. Geburtstag feiert, gibt so richtig einen aus!

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„Knipser“ lädt alle Dynamo-Auswärtsfahrer, die für die Begegnung beim SV Jahn ein Gästeblock-Ticket vorweisen können, auf ein Heißgetränk, Bier oder Radler in sein Regensburger Restaurant OFFSID3 an der Viereimergasse 2a in der Innenstadt ein, wo er auch selbst mit vor Ort sein wird. „Mit dieser Aktion möchte ich mich bei allen Dynamo-Fans für ihre Unterstützung bedanken – sowohl für die vielen Genesungswünsche während meiner aktuellen Reha als auch für den ständigen Support unserer Mannschaft. Als Spieler weiß ich, welche Kräfte es freisetzt, wenn auch auswärts eine tolle Kulisse herrscht. Daher freue ich mich auf viele Dynamo-Fans, die nach Regensburg reisen und vor Anpfiff auf ein Gratis-Getränk im OFFSID3 vorbeikommen.“

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„Die Zuschauer haben uns brutal unterstützt“

Damit rührt er natürlich zugleich auch die Werbetrommel für den Ticketverkauf, denn noch sind Karten für das Spiel bei den Oberpfälzern zu haben. Im Jahnstadion gilt die 2G+-Regel. Zutritt haben also nur vom Coronavirus genesene oder dagegen geimpfte Personen, die zusätzlich einen aktuellen Negativtest vorweisen können. In Regensburgs Gastronomie gilt hingegen 2G, ein zusätzlicher Test ist dort nicht nötig.

Beim Sieg gegen Düsseldorf haben die Fans eine große Rolle gespielt, auch wenn sich nur 8912 Zuschauer im Rudolf-Harbig-Stadion einfanden. „Die Fans waren enorm wichtig, sie haben uns nach vorne gepusht, damit wir in den letzten Minuten nochmal alles raushauen. Ich denke, das war auch ein Schlüssel zum Erfolg“, sagte Kevin Ehlers. In Abwesenheit der Ultras, die aktuell aus Protest gegen die Corona-Auflagen dem Stadion fernbleiben, hatten sich dennoch Stimmungsmacher gefunden. Der positive Spielverlauf tat ein Übriges.

„Die Zuschauer haben uns brutal unterstützt. Kompliment an die Leute, die gespürt haben, dass die Mannschaft sie braucht“, zollte Alexander Schmidt der schwarz-gelben Anhängerschaft Respekt. „Jetzt kann sich jeder ausrechnen, wenn hier mal 30.000 Leute im Stadion sind, was dann hier los ist.“ Dass seine Mannschaft künftig vorerst auf die Unterstützung des „zwölften Mannes“ im Rudolf-Harbig-Stadion verzichten muss, bedauert der 53-Jährige: „Wir haben die besten Fans der Liga – im Heimspiel auf jeden Fall. Das tut uns natürlich doppelt weh.“