21. September 2021 / 09:30 Uhr

Beim SV Naundorf: Wacker Dahlen verliert durch späten Elfmeter

Beim SV Naundorf: Wacker Dahlen verliert durch späten Elfmeter

Christian Kluge
Leipziger Volkszeitung
Max Ziechner (rechts, hier in einem früheren Spiel) und seine Dahlener ziehen den Kürzeren.
Max Ziechner (rechts, hier in einem früheren Spiel) und seine Dahlener ziehen den Kürzeren. © Christian Kluge
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Kuriositätenkabinett im Waldsportpark: Beim Sonntagsspiel der Nordsachsenliga in Naundorf hatten weder Schiedsrichter Niklas Völker noch seine beiden Linienrichter Marian Franke und Gerd Stantke ihren besten Tag. So sah es zumindest Gästecoach Thomas Patommel, der über einige Entscheidungen des Trios nur noch den Kopf schütteln konnte.

Dahlen. Die zwei kuriosesten Aktionen gab es im Waldsportpark in Naundorf in der 55. und 80. Minute. „Da haben wir das 2:1 erzielt, aber der Linienrichter hat eine Abseitsposition gesehen. Dabei hat mein Spieler den Ball über den Naundorfer gelupft“, berichtet Wacker Dahlens Trainer Patommel. „Wie kann das dann Abseits sein?“

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„Unser Gegner hat stürmisch begonnen“

So blieb es nach den beiden Toren von Robin Ernst Heitele (25./Naundorf) und Marcus Gensel (35./Dahlen) beim Stand von 1:1. Bis zur 80. Minute. Der Wacker-Coach sagt dazu: „Der Elfmeter für Naundorf war der größte Lacher. Es gab einen Zweikampf an unserer Strafraumgrenze – aber der Naundorfer ist weitergelaufen. Da hat der Linienrichter wild mit der Fahne gefuchtelt und der Schiedsrichter hat auf Strafstoß entschieden.“ Luis Barth ließ sich nicht lange bitten und erzielte vom Punkt den Treffer zum 2:1-Heimerfolg der Hausherren.

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Doch selbst ein Unentschieden hätte Dahlen die Tabellenführung gekostet. Während die Wacker-Elf bei zehn Punkten aus nunmehr fünf Spielen stehen bleibt, sind der SV Concordia Schenkenberg und der SV Süptitz mit zwölf Zählern aus vier Partien auf Platz eins und zwei vorgerückt. Ein Remis wäre am Sonntag in Naundorf vermutlich ein gerechtes Endergebnis gewesen.


Patommel: „Unser Gegner hat stürmisch begonnen, aber das haben wir schnell in den Griff bekommen. Klare Torchancen waren Mangelware und beide Teams haben sich im Mittelfeld neutralisiert.“ Bis zur 25. Minute, als Dahlen einen Freistoß vor dem Naundorfer Tor zugesprochen bekam. Wacker verlor direkt danach jedoch den Ball und plötzlich tauchten nach einem schnellen Konter vier Spieler der Gastgeber vor zwei Wacker-Abwehrleuten auf. Heitele zog aus 16 Metern Torentfernung ab und das Leder zappelte im Dahlener Gehäuse. Zehn Minuten später nutzte Marcus Gensel einen Abwehrfehler der Naundorfer, erkämpfte sich den Ball und brachte ihn per Flachschuss von der Strafraumgrenze zum 1:1 im SV-Tor unter.

Nächster Gegner: Zschortau

Nach dem Seitenwechsel „haben wir Naundorf 20 Minuten lang in deren eigene Hälfte gedrückt“, erzählt Patommel. Doch nach dem nicht gegebenen Treffer zum 2:1 gaben die Gäste den Hausherren wieder mehr Räume, ohne dass es große Torchancen gab. „Nach dem Elfmeter lief uns dann die Zeit weg. Wir müssen jetzt aus dieser Niederlage lernen.“ Wobei die Probleme in der Dahlener Abwehr durch mehrere verletzungsbedingte Ausfälle weiter anhalten.

Am kommenden Sonntag um 15 Uhr empfängt Wacker den Tabellenneunten SG Zschortau, der bisher aus vier Spielen nur vier Punkte holen konnte. „Auch wenn Zschortau bisher etwas geschwächelt hat, gibt es in der Nordsachsenliga keine einfachen Gegner. Aber wir wollen zuhause natürlich drei Punkte holen und uns in der Tabelle oben festsetzen“, blickt Thomas Patommel auf diese Partie im Heidestadion voraus. Das letzte Heimspiel gegen Zschortau in der Nordsachsenliga gewann Dahlen am 2. Juni 2019 übrigens glatt mit 4:1. Die letzten beiden Auswärtspartien gegen die SG gingen allerdings mit 1:3 und 0:2 verloren.

FSV Wacker Dahlen: Föllner; J.-E. Riesenberg (71. Seidel), Nelde, Ziechner, Jonnek, Massner, Müller, Göbel, Bönisch (77. Palme), Dintiu, Gensel.