18. Februar 2018 / 16:44 Uhr

Beim VfL Wolfsburg steigt der Druck: Trainer Martin Schmidt sagt TV-Auftritt ab

Beim VfL Wolfsburg steigt der Druck: Trainer Martin Schmidt sagt TV-Auftritt ab

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Martin Schmidt steht beim VfL Wolfsburg weiter unter Druck
Martin Schmidt steht beim VfL Wolfsburg weiter unter Druck
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Trotz der kämpferisch ordentlichen Leistung beim 1:2 gegen die Bayern wächst beim VfL Wolfsburg weiter der Druck.

Schmidt sollte am Sonntagabend eigentlich in der Sendung "Sportclub" des NDR-Fernsehens zu Gast sein. Am Nachmittag sagte der VfL den Auftritt des Trainers ab. Schmidt wolle, so hieß es, die Diskussion um seine Zukunft beim VfL nicht durch öffentliche Aussagen weiter befeuern.

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Die Partie am Freitag in Mainz ist womöglich für Schmidt ein Endspiel. Sportdirektor Olaf Rebbe reagierte nach dem Bayern-Spiel in dieser Frage ausweichend: "Das kann ich nicht bewerten. Wir wollen in Mainz erfolgreich sein und machen uns keine Gedanken um Personen oder Ultimaten. Das spielt für uns im Moment überhaupt keine Rolle."

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Schmidt glaubt nicht daran, dass es am Freitag um seine Zukunft geht. "Nein, Mainz ist kein Endspiel, es ist das elftletzte Spiel", sagte er und machte seine Rechnung für den Rest der Saison auf: "Es braucht drei Siege, drei Unentschieden – das haben wir in den letzten elf Spielen auch geschafft, dann werden wir das in den nächsten elf Spielen auch schaffen. Es ist sicher kein Endspiel, aber wenn man so runterzählt, wird der Druck halt immer größer von außen, die Spiele werden weniger." Erst wenn man im April noch so weit unten in der Tabelle stehe, "kann man davon reden, dass das Endspiele für den Ligaerhalt sind".

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Neben Schmidt ist auch Rebbe unter Druck, der Sportdirektor soll nach einem Bild-Bericht sogar bereits seinen Rücktritt angeboten haben. "Das stimmt nicht", dementierte er, zudem wolle er sich "mit solchen Gerüchten nicht beschäftigen." Rückendeckung für ihn gab es von Aufsichtsrats-Mitglied Hans-Gerd Bode. Bei Sky hatte er der VW-Kommunikationschef vor dem Bayern-Spiel erklärt: "Da ist überhaupt nichts dran, weder hat Olaf Rebbe uns das angeboten, noch ist es beabsichtigt, dass er zurücktritt.“ Aber: „Es ist ja klar, dass wir alle nicht glücklich sind über die Situation, in der wir stecken, aber an der Position von Olaf Rebbe gibt es überhaupt nichts zu rütteln, wir haben uns einen Plan vorgenommen, wir wollen den Verein neu aufstellen, wir wollen das Team neu aufstellen - das ist langfristig. Dass wir im Moment nicht den Erfolg haben, den wir uns wünschen, ist auch klar, da gibt es nichts zu beschönigen, die Mannschaft muss punkten. Davon hängt am Ende ab, wie wir abschneiden werden."