11. Mai 2021 / 18:11 Uhr

Beim Weltcup-Finale: Potsdamer Fünfkämpfer mit vorletzter Chance auf Tokio-Punkte

Beim Weltcup-Finale: Potsdamer Fünfkämpfer mit vorletzter Chance auf Tokio-Punkte

Marius Böttcher
Märkische Allgemeine Zeitung
Der Potsdamer Marvin Dogue hofft auf eine gute Platzierung beim Weltcup-Finale in Ungarn.
Der Potsdamer Marvin Dogue hofft auf eine gute Platzierung beim Weltcup-Finale in Ungarn. © imago images/GEPA pictures
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Vier Pentathleten des OSC Potsdam gehören im ungarischen Székesfehérvár zum DVMF-Team - Christian Zillekens startet in der Mixed-Staffel.

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Es ist angerichtet: Im ungarischen Székesfehérvár schwimmen, fechten, reiten, schießen und laufen ab Donnerstag die besten 72 Modernen Fünfkämpfer und Fünfkämpferinnen dieser Saison um den Sieg beim Weltcup-Finale. Jeweils 36 Frauen und Männer sicherten sich durch gute Ergebnisse bei vier Weltcups – 2020 in Kairo (Ägypten) und 2021 in Budapest (Ungarn) sowie zweimal in Sofia (Bulgarien) – ihr Ticket für den über drei Tage stattfindenden finalen Wettkampf.

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Vier Nationen schicken die maximale Anzahl von sechs Pentathleten (drei Frauen und drei Männer) ins Rennen, neben dem deutschen Team sind das Großbritannien, Ungarn und Mexiko. Für den Deutscher Verband für Modernen Fünfkampf starten mit den Brüdern Patrick und Marvin Dogue, Fabian Liebig sowie Janine Kohlmann gleich vier Sportler des OSC Potsdam, das Sextett vervollständigen die Berlinerinnen Rebecca Langrehr und Annika Schleu (beide TSV Spandau). „An einem guten Tag ist alles möglich“, sagt Claudia Adermann.

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Die Potsdamer Trainerin glaubt, dass der Ein-Tages-Wettkampf – sonst gibt es zwei Tage zuvor noch eine Qualifikation – vor allem Patrick Dogue und Janine Kohlmann entgegenkommen könnte. Einen Favoriten, weder bei den Männern noch in der Frauen-Konkurrenz, wollte sie nicht benennen: „Beim Weltcup-Finale trifft sich die Elite, für eine Top-Platzierung muss man über sich hinauswachsen.“ Am beständigsten agierten bislang die Briten, doch auch die deutschen Vielseitigkeitssportler mischten regelmäßig in den Top Ten mit.



Reichlich Punkte flossen schon in die Olympia-Rangliste, beim Weltcup-Finale geht es zum vorletzten Mal um eine gute Ausgangsposition für die Olympischen Spiele in Tokio, bei denen nur vier Deutsche an den Start gehen dürfen. „Es kann sich schon viel entscheiden, die letzte Chance gibt es dann bei der Weltmeisterschaft in Kairo im Juni“, informiert Claudia Adermann. Dort eröffnet sich auch Christian Zillekens noch einmal die Möglichkeit, nach Rio 2016 erneut bei Olympia dabei zu sein. Der 25-jährige Potsdamer ist aktuell Vierter in der internen Liste und startet in Ungarn nur in der Mixed-Staffel – an der Seite von Annika Schlau, seiner Verlobten.