28. Dezember 2021 / 20:04 Uhr

Beindruckende Abwehrarbeit: SC DHfK Leipzig gewinnt deutlich gegen HC Erlangen

Beindruckende Abwehrarbeit: SC DHfK Leipzig gewinnt deutlich gegen HC Erlangen

Tilman Kortenhaus
Leipziger Volkszeitung
KlausMagazine.com-008
Der SC DHfK Leipzig kann nach dem Sieg gegen Erlangen glücklich in die Winterpause gehen. © Klaus Trotter
Anzeige

Dieses Mal standen schon zur Halbzeit 15 Tore auf der Tafel: Der SC DHfK Leipzig setzt sich gegen Erlangen durch und kann mit einem guten Gefühl in die Winterpause.

Leipzig. Eine ausgeglichene Leistung war es wahrlich nicht. Doch während im Angriff zeitweise gar nichts mehr nach Plan verlief, war die Abwehrarbeit schlichtweg überragend. Mit lediglich 16 Gegentoren haben die Handballer des SC DHfK am Dienstagabend die Gäste vom HC Erlangen aus der Arena Leipzig geschmissen. So knallten die Grün-Weißen im ersten Durchgang der Truppe von Coach Michael Haaß acht Bälle in Folge ins Netz und dürften damit auch die Fans vor den TV-Geräten in Ekstase versetzt haben. Mit 24:16 (15:8) gelang der Mannschaft von Cheftrainer André Haber ein vielversprechender Einstieg in die Rückrunde der Handball-Bundesliga und ein toller Abschied in die Winterpause.

Anzeige

Julius Meyer-Siebert am Rand

Bis zum 4:4 begegneten sich die Mannschaften von Haber und Haaß noch auf Augenhöhe, dann unterlief den Gästen ein unnötiger Wechselfehler, der sie völlig aus dem Gleichgewicht bringen sollte. Wieso die Erlanger kurzfristig einen Mann zu viel auf der Platte hatten, bleibt offen. Menschliches Versagen ist die wahrscheinlichste Antwort, denn was die Haaß-Handballer auch in den folgenden gut zehn Minuten ablieferten, lässt sich kaum anders beschreiben.

DURCHSCROLLEN: Die Bilder zum Spiel

Der SC DHfK Leipzig gewinnt das letzte Spiel des Jahres 2021 gegen den HC Erlangen mit 24:16. Zur Galerie
Der SC DHfK Leipzig gewinnt das letzte Spiel des Jahres 2021 gegen den HC Erlangen mit 24:16. ©

Nach allen Regeln der Kunst zerlegten die Sachsen die Abwehrreihe ihrer Gäste und ließen auf der Gegenseite nichts mehr anbrennen. Mit einem 8:0-Lauf setzten sich die Grün-Weißen ab und untermauerten das große Potenzial, das ihnen seit Saisonbeginn von allen zugesprochen, aber selten bewiesen wird.


Vielleicht wollten die DHfK-Männer mit ihrer Glanzleistung auch einen ganz besonderen Zuschauer beeindrucken, der ihnen vor wenigen Wochen mit der SG Flensburg-Handewitt den Zahn gezogen hatte. Direkt hinter der Bande, ganz nah an seinen ehemaligen und künftigen Teamkollegen, hatte sich Rückraumspieler Julius Meyer-Siebert eingefunden und leistete zusammen mit einigen Trommlern moralischen Beistand.

Die Abwehr steht fest

Erst vor wenigen Tagen beim Auswärtsspiel gegen TuS N-Lübbecke hatten die Sachsen vor einer vollen Halle gespielt. Gut 20 hochmotivierte Fans hatten sie sogar nach Nettelstedt begleitet, sich mit Trommeln und Gesängen gegen die Hausherren gestemmt. Von der elektrisierenden Stimmung war nicht viel geblieben. Geht es nach DHfK-Manager Karsten Günther war es das letzte Geisterspiel. Bis zur nächsten Heimpartie im März hofft der 40-Jährige auf die Rückkehr der Fans, die Initiative TeamSport-Sachsen sei in konstruktiven Gesprächen mit den Entscheidungsträgern.

Zurück ins Spiel. Das zwischenzeitliche 12:4 hatten die Hausherren als 15:8 in die Kabine gebracht und wollten ihre deutliche Führung auch im zweiten Durchgang nicht mehr abgeben. In der Offensive gelang dabei noch zu wenig, hier wie da schlichen sich Fehler ein und Großchancen blieben am Streckenrand liegen. In einer Auszeit schimpfte Haber und forderte die Deckungsarbeit nicht auch noch zu vernachlässigen. Doch das defensive Bollwerk, dass seine Sieben am eigenen Kreis errichtet hatte, war nicht zu knacken. Erst nach zwölf Minuten gelang dem HCE das erste Tor der zweiten Halbzeit. Ein Bild, an dem sich nicht mehr viel ändern sollte.

DURCHSCROLLEN: Die Stimmen zum Spiel

Marko Mamic (SC DHfK Leipzig): Das war ein sehr wichtiger Sieg für uns. Diese Spiele gegen Erlangen, die gewinnt man mit guter Abwehr und dem besseren Torhüter. Wir hatten heute beides. Mit den 24 Toren können wir ganz zufrieden sein, aber zwischenzeitlich haben wir unsere Chancen nicht gut genutzt. Daran müssen wir arbeiten. Zur Galerie
Marko Mamic (SC DHfK Leipzig): "Das war ein sehr wichtiger Sieg für uns. Diese Spiele gegen Erlangen, die gewinnt man mit guter Abwehr und dem besseren Torhüter. Wir hatten heute beides. Mit den 24 Toren können wir ganz zufrieden sein, aber zwischenzeitlich haben wir unsere Chancen nicht gut genutzt. Daran müssen wir arbeiten." ©

DHfK-Tore: Wiesmach 5, Ernst 1, Witzke 4, Krzikalla 1/1, Mamic 1, Ivic 4, Sunnefeldt 1, Gebala 2, Milosevic 1, Esche 4. Siebenmeter: 4/1:1/1. Strafminuten: 8:8